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    Psychosomatiker Richard Lane in Mainz: Wie Gefühlswahrnehmung und Krankheit zusammenhängen

    Mainz - Gastvortrag des renommierten amerikanischen Psychosomatikers und Neurowissenschaftlers am 08. September 2010 um 18.00 Uhr in der Universitätsmedizin Mainz.

    Zu einem Vortrag des renommierten amerikanischen Psychosomatikers und Neurowissenschaftlers Prof. Richard Lane laden die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und der Interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften (IFSN) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am Mittwoch, 08. September 2010, ein. Lane, der als einer der bedeutendsten Psychosomatiker der Gegenwart gilt, wird in seinem englischsprachigen Gastvortrag „The Clinical Importance of Knowing what you are feeling: Insights from Brain Science“ über die neuesten Erkenntnisse der Affektforschung berichten. Dabei wird er aufzeigen, wie Defizite in der Gefühlswahrnehmung mit der Entstehung körperlicher und seelischer Erkrankungen zusammenhängen. Die Veranstaltung, die sich auch an interessierte Laien richtet, findet im Hörsaal Hautklinik (Geb. 401H) der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz statt.

    Richard Lane ist Professor für Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften an der „University of Arizona“ in Tucson (Texas). Er erkannte, dass ein besseres Verständnis der individuellen Unterschiede bei der Fähigkeit die eigenen Gefühle wahrzunehmen sehr wertvoll sein kann, um zu verstehen warum manche Menschen unter psychischem Stress krank werden und andere nicht. So konnte Lane in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz beispielsweise zeigen, dass eine gestörte Gefühlswahrnehmung ein Risikofaktor für das Auftreten somatoformer Störungen ist – also solcher körperlicher Beschwerden, die keine erkennbare medizinische Ursache haben. Mit der „levels of emotional awareness“-Theorie hat er ein neurobiologisch verankertes Modell zum Verständnis der Entwicklung der Gefühlserkennung geschaffen. Er ist darüber hinaus ein Pioneer in der modernen Bildgebung emotionaler Prozesse. Auf klinischem Gebiet gilt sein Interesse auch den emotionalen Auslösern kardialer Ereignisse, wie etwa dem plötzlichen Herztod. In seinem Vortrag geht Lane insbesondere auf die Bedeutung dieser Erkenntnisse für die psychosomatische Behandlung ein. Gelingt es Erkrankten besseren Zugang zu ihren Gefühlen zu finden und diese zu benennen, bessern sich auch ihre körperlichen Beschwerden.

    Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter http://www.unimedizin-mainz.de

    Über den Interdisziplinären Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften (IFSN)

    Im Interdisziplinären Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften (IFSN) arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der neurobiologischen Grundlagenforschung, der medizinisch-klinischen und der neurowissenschaftlich orientierten geisteswissenschaftlichen Forschung zusammen, um neue Erkenntnisse im Themenfeld Gehirn - Kognition - Geist zu gewinnen. Der IFSN veranstaltet regelmäßig Gastvorträge, Meetings und Symposien, zu denen auch die Öffentlichkeit eingeladen ist.

    Pressekontakt:

    Anke Quack
    Klinikkommunikation
    Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Universitätsmedizin Mainz
    Tel.: 06131-17-6141,
    E-Mail:anke.quack@unimedizin-mainz.de
    http://www.klinik.uni-mainz.de

    Dr. Renée Dillinger-Reiter, Stabstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
    Telefon 06131 17-7428, Fax 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
    http://www.unimedizin-mainz.de/

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