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    Niedersachsen übernimmt die Finanzierung des dritten Umschulungsjahres in der Pflege

    bpa fordert die anderen Bundesländer auf, diesem Beispiel zu folgen

    Berlin - "Wir brauchen deutlich mehr Pflegefachkräfte und auch die Quereinsteiger und deshalb wird das Land Niedersachsen ab dem 1. Januar 2011 die Kosten für das dritte Ausbildungsjahr der Umschüler übernehmen", kündigte die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan auf der Landesmitgliederversammlung des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) am gestrigen Dienstag in Hannover an. "Das Land Niedersachsen stellt sich damit seiner Verantwortung, attraktive Rahmenbedingungen für die Pflege in Niedersachsen zu schaffen", so Özkan. Die Kosten für das dritte Ausbildungsjahr der Umschüler werden ab 2011 nicht mehr von der Bundesagentur für Arbeit übernommen. Dies hätte eine drastische Benachteiligung der Umschüler bedeutet, so die Ministerin.

    "Niedersachsen übernimmt damit als erstes Bundesland die Verantwortung für die Finanzierung des dritten Umschulungsjahres zur Pflegefachkraft und gibt damit den anderen Ländern die Richtung vor", sagt bpa-Präsident Bernd Meurer. "Wir fordern nun die anderen Länder auf, dem Beispiel Niedersachsens zu folgen. Wir brauchen alle Anstrengungen, um die 400.000 zusätzlichen Pflegefachkräfte zu gewinnen." Mit Blick auf den bereits bestehenden und sich noch verschärfenden Fachkräftemangel in der Pflege setzt sich der bpa seit langem dafür ein, dass Umschüler, die sich für den Zukunftsberuf in der Altenpflege ausbilden lassen, anständig abgesichert werden und die Umschulungskosten vollständig übernommen werden.

    Um den Fachkräftemangel einzudämmen, begrüßte die Sozialministerin in ihrer Rede vor rund 150 Inhabern stationärer und ambulanter Pflegeeinrichtungen aus Niedersachsen auch ausdrücklich die Zuwanderung von Fachkräften aus der EU und aus außereuropäischen Ländern. "Wir können das sonst nicht stemmen", so Özkans Einschätzung der Lage. Die Ministerin sprach sich zudem für eine vereinfachte und schnellere Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen aus. "Die Anerkennung eines Abschlusses darf nicht von der Nationalität abhängen", so Özkan.

    Mit großer Freude dankte auch die nach 25 Jahren aus dem Vorstand der bpa-Landesgruppe Niedersachsen scheidende Vorsitzende, Edith Seddig, der Ministerin: "Wir brauchen die qualifizierte Zuwanderung und wir brauchen die bessere Anerkennung ausländischer Qualifikationen in der Pflege."

    Pressekontakt:

    Herbert Mauel, Bernd Tews, 030 / 30 87 88 60.

    www.bpa.de

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