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    NRW Neurologisches Reha-Zentrum spezialisiert auf Schlaganfall-Therapie

    Schluckstörungen nach Schlaganfall: Gefahr durch erhöhten Flüssigkeitsbedarf im Sommer

    Der Sommer birgt für Schlaganfall-Patienten besondere Gefahren, weiß Dr. Monika Cichorowski, Ärztliche Leiterin des NRW Neurologischen Reha-Zentrums Wiesbaden, gerade wenn es mehrere Tage hintereinander so heiß ist wie im Moment und der Flüssigkeitsbedarf des Körpers ansteigt. Denn rund die Hälfte aller Schlaganfall-Patienten leidet in der Akutphase unter Schluckstörungen. Die Folge können Dehydrierung, Kreislaufbeschwerden und Hitzekollaps sein.

    „Das Genusserlebnis geht verloren“
    Schluckstörungen entstehen häufig nach Schlaganfällen, da verschiedene Hirnareale, die den Abtransport von Nahrung und Flüssigkeit von der Mundhöhle in den Magen steuern, durch einen Schlaganfall beeinträchtigt sein können. Aufgrund einer Schluckstörung dringen Speichel oder Speisereste in die Luftröhre ein – es kommt zu sogenannter Aspiration. Dies kann schwere Lungenentzündungen sowie Mangelernährung und Dehydrierung hervorrufen. „Häufig geht auch das Genusserlebnis der Patienten verloren“, berichtet Dr. Cichorowski, Expertin für die Behandlung von Schlaganfall-Patienten am NRW Neurologischen Reha-Zentrum Wiesbaden.

    Frühzeitige Diagnose und individuelle Therapie:
    Eine frühzeitige Diagnose der Schluckstörung beugt Folgeerkrankungen vor und verbessert die Chancen auf eine Heilung. Erste Anzeichen einer Schluckstörung können häufiges Husten und eine „belegte“ Stimme nach der Nahrungsaufnahme, aber auch Fieber sein. Beobachtet der behandelnde Arzt diese Anzeichen, schaltet er einen speziell ausgebildeten Logopäden ein, der gemeinsam mit dem Arzt abklärt, ob eine Schluckstörung vorliegt. Dazu bedient er sich verschiedener Untersuchungsmöglichkeiten, mit denen beispielsweise Reflexe und Zungenbeweglichkeit getestet werden. Um die Schluckstörung sichtbar zu machen nutzt man am NRW Neurologischen Reha-Zentrum Wiesbaden außerdem ein bildgebendes Verfahren namens FEES – Fiberoptische Endoskopische Untersuchung des Schluckvorgangs. Dies ist eine endoskopische Untersuchung mit Videoaufzeichnung, die dem Experten eine Beobachtung des Speisentransports ermöglicht und es ihm erlaubt, das Risiko einer Aspiration abzuleiten.

    Nachdem die Schluckstörung diagnostiziert und die Einschränkung der Schluckfunktion lokalisiert wurde, kann eine individuelle, auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Therapie eingeleitet werden. Je nach Ausmaß der Funktionseinschränkung können stimulierende Therapien, Schluckübungen, aber auch Haltungsänderungen oder eine Anpassung der Kostform helfen. „Allerdings können wir nicht jedem Patienten dazu verhelfen, dass er wieder normal Essen und Trinken kann“, ergänzt die Ärztliche Leiterin. „In solch schwierigen Fällen klären wir gemeinsam mit dem Patienten und seinen Angehörigen, welches die beste Alternative ist.“

    Rehabilitation am NRW Neurologischen Reha-Zentrum Wiesbaden:
    Das NRW Neurologische Reha-Zentrum Wiesbaden ist spezialisiert auf die Behandlung schwer- und schwerstbetroffener Schlaganfall-Patienten. „Zum Teil kommen Schlaganfall-Patienten direkt von der Intensivstation zu uns. Auch auf diese Patienten sind wir dank unseres Expertenteams und modernster medizintechnischer Ausstattung bestens vorbereitet“, berichtet der Kaufmännische Leiter der Klinik Erik Schmoock.

    Neben Schluckstörungen gehören Beeinträchtigungen von Sprache, koordinierten Bewegungsabläufen und Orientierung zum typischen Krankheitsbild. „Hauptziel unserer Rehabilitationsmaßnahmen ist die weitgehende Wiederherstellung der Selbstständigkeit des Patienten. Häufig muss fast alles neu gelernt werden – Essen, Anziehen, Gehen, Waschen, Einkaufen, dies alles trainieren wir mit den Patienten. Aber auch den Angehörigen werden Hilfestellungen gegeben, um die Betroffenen zu Hause bestmöglich zu unterstützen und an Therapieerfolge anzuknüpfen. Ausschlaggebend für den Erfolg einer Rehabilitationsmaßnahme ist aber, neben aller fachlichen Kompetenz, auch der Wille des Patienten. Deshalb versuchen wir durch begleitende psychologische Betreuung, eine positive Einstellung zu fördern, aber auch Freude zu vermitteln und den Patienten gegenüber ehrlich zu sein. Wichtig ist, dass die Patienten realistische Vorstellungen von den zu erwartenden Therapieergebnissen haben“, so Dr. Cichorowski.

    Pressekontakt:
    Linda Thielemann, FuP Kommunikations-Management GmbH, August-Schanz-Str. 80, 60433 Frankfurt am Main, Tel.: 069 / 95 43 16 – 0, Fax: – 25, Email: linda.thielemann@fup-kommunikation.de, Internet: www.fup-kommunikation.de

    NRW Neurologisches Reha-Zentrum, Pitzer GmbH & Co. KG, Aukammallee 39, 65191 Wiesbaden

    Das NRW Neurologisches Reha-Zentrum Wiesbaden mit insgesamt 115 Betten, davon 40 Frührehabilitationsbetten (Landeskrankenhausplan Hessen – Akut) und 75 Betten Phase C und D, ist als Fachklinik für neurologische Rehabilitation auf die Behandlung neurologisch erkrankter und neurochirurgisch behandelter Patienten mit unterschiedlichen Störungsbildern und Schweregraden spezialisiert. Der stationäre Behandlungsschwerpunkt der Klinik liegt auf der Früh- und weiterführenden Rehabilitation schwer- und schwerstbetroffener Patienten. Das angegliederte Zentrum für ambulante neurologische Rehabilitation bietet insgesamt 35 Plätze. Die ambulante Rehabilitation verbindet die Vorteile eines umfassenden und individuell abgestimmten Behandlungskonzepts mit den Vorteilen einer guten und zeitnahen Integration in das gewohnte häusliche und berufliche Umfeld.
    Weitere Informationen: www.pitzer-kliniken.de

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