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Mehr Zeit für Familien
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen will Eltern und Kindern mehr gemeinsame Zeit ermöglichen. In Berlin stellte sie das Memorandum „Familie leben – Impulse für eine familienbewusste Zeitpolitik“ vor. Es enthält Ideen für mehr zeitliche Flexibilität.
"Wer Kinder, Job und Familie unter einen Hut bringen muss, ist darauf angewiesen, mit seiner knappen Zeit sorgsam umzugehen. Ich möchte mit neuen Konzepten Familien von Zeitdruck entlasten und ihnen ermöglichen, sich ohne schlechtes Gewissen Zeit für die Arbeit und Zeit für die Familie zu nehmen", sagte von der Leyen.
Im Memorandum finden sich konkrete Empfehlungen, um mehr selbstbestimmte Zeit für Familien zu ermöglichen. Erarbeitet wurde es vom Kompetenzzentrum für familienbezogene Leistungen des Bundesfamilienministeriums.
Drei dieser Empfehlungen stellte von der Leyen besonders heraus. Da ist zum einen die Erweiterung der Partnermonate beim Elterngeld. Zum anderen soll es möglich sein, bei Teilzeitarbeit auch das Elterngeld in Teil-Monatsbeiträgen gezahlt zu bekommen. So könnte das Elternpaar – oder der Alleinerziehende – bis zu 28 Monate lang Teilelterngeld beziehen.
Eine neue Idee: der "Familienzeitkredit"
Als dritten Punkt nannte von der Leyen die Einführung eines staatlich verbürgten "Familienzeitkredites". Mit ihm können Berufstätige Auszeiten für Kinder oder die Pflege von Angehörigen überbrücken. Vorbild seien hier die Bildungskredite, die seit Einführung im Jahr 2001 ein Kreditvolumen von 525 Millionen Euro umfassten. Von der Leyen betonte, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise dürfe nicht nur "über Bürgschaften für Unternehmen, sondern auch über Bürgschaften für Menschen" gesprochen werden.
Familienzeit: eine Aufgabe für die ganze Gesellschaft
Aber die Frage, wie in Deutschland mehr Familienfreundlichkeit und mehr Zeit für Familie entsteht, ist eine Frage, die die ganze Gesellschaft angeht. Lokale Unterstützung ist für die Familien besonders wichtig und diese gilt es besser zu vernetzen.
Besonderes wichtig sind auch die Arbeitgeber, da sich viele Eltern flexiblere und kürzere Arbeitszeiten wünschen. Von der Leyen kündigte daher an, für die "große Teilzeit" zu streiten, also für Arbeitszeitmodelle mit 50 bis 90 Prozent der Regelarbeitszeit. Mit dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann, habe sie schon gesprochen. Außerdem habe sie auf dem Unternehmenstag 2009 im Mai eine gemeinsame Initiative zu flexiblen Arbeitszeiten angekündigt.
Pressekontakt:
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Dorotheenstraße 84
10117 Berlin
Telefon: 030 18 272-0
Fax: 030 18 272-2555



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