medcom24 - Das Presseportal für Medizin & Gesundheit im Internet.

Deutschlands Datenbank für Presseinformationen aus dem Gesundheitswesen.

Benutzeranmeldung

Bleiben Sie mit - medcom24 - immer auf dem Laufenden!

Kooperationen / Partner

RSS - Newsfeed

Inhalt abgleichen

Feed anzeigen und abonnierenSitemap anzeigen

    Presseportal Kostenlos Online PR RSS News Public Relations Veröffentlichen Web 2.0 Gesundheit Journalisten Presse Redaktionen Healthcare Medizin Pressemeldungen PKs Kommunikation Pressekonferenzen Termine Kostenfrei PI Presseinformationen Werbung Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen VAs Marketing PR-Agenturen Veranstaltungen


      Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband


      Geprüft auf Sicherheit durch:
      Web-Browser optimiert.

    Massiver Rückgang der Organspenden

    Pressemitteilung TransDia e.V., 27. Januar 2008
    Massiver Rückgang der Organspenden

    Nachdem in den vergangenen Jahren die Organspendezahlen leicht gestiegen waren, ist im Jahre 2008 ein massiver Rückgang von knapp 9% zu verzeichnen. Bundesweit haben im vergangenen Jahr 1.198 (*) Menschen nach ihrem Tod ihre Organe für Patienten auf der ca. 12.000 Menschen umfassenden Warteliste gespendet. Insgesamt konnten im letzten Jahr 4.050(*) Transplantationen vorgenommen werden, im Jahre zuvor waren es noch 4.251. Durch diese alarmierende Entwicklung sehen sich viele Akteure und Betroffene veranlasst, nach einer Änderung des seit 12 Jahren geltenden Transplantationsgesetzes zu rufen. Nach Auffassung von TransDia e.V. kommt es allerdings zunächst darauf an, das derzeitige gültige Gesetz durch verbindliche Ausführungsbestimmungen in den Kliniken stringenter umzusetzen, eine neues Transplantationsgesetz (in Richtung Widerspruchslösung) sollte nach Auffassung von TransDia e.V. erst dann diskutiert werden wenn zeitnah keine Verbesserung der Situation durch andere Maßnahmen erzielt wird. Die aktuelle Situation mit einem derartig eklatanten Einbruch der Organspendezahlen ist ein nicht hinnehmbarer Zustand, der nach Konsequenzen verlangt:

    1. Die organisatorischen Mängel im System der Organspende müssen beseitigt werden

    Wir fordern daher verbindliche Ausführungsbestimmungen für das derzeit gültige Transplantationsgesetz. Auch wenn dies vornehmlich Ländersache ist, sollte der Bund stärker auf die Einhaltung der relevanten Bestimmungen einwirken. Jedes für die Entnahme von Organen ausgestatte Krankenhaus sollte qualifizierte und motivierte Transplantationsbeauftragte haben, die der Wichtigkeit des Themas entsprechend hierarchisch hoch in die Krankenhausstrukturen zu integrieren sind. Des Weiteren sollten die einzelnen Regionen der bundesweiten Koordinierungsstelle (DSO)
    einen höheren Stellenwert in der erhalten, um lokalen und regionalen Gegebenheiten besser Rechnung tragen zu können. Einen lobenswerten und viel versprechenden Ansatz zeigt das Universitätsklinikum Münster mit seinem gerade begonnen Modellprojekt. Zwei gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter unter Leitung des Transplantationsbeauftragten Prof. H. Schmidt stehen kleineren Krankenhäusern im Einzugsgebiet des Universitätsklinikums zu Unterstützung zur Verfügung. Damit soll versucht werden die organisatorischen Mängel zu beseitigen.

    2. Organspendeausweis

    Der Organspendeausweis trägt dem Selbstbestimmungsrecht des Menschen Rechnung,erleichtert die Arbeit in den Krankenhäusern und nicht zuletzt wird den Angehörigen in einer emotionalen Ausnahmesituation die Entscheidung zur Organspende abgenommen. Wir fordern daher, die Bevölkerung durch Information und Aufklärung für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und dadurch Ängste abbauen. Die Einführung der Gesundheitskarte bietet eine vielleicht einmalige Chance, mit einer großen Kampagne die Bevölkerung zur Abgabe einer entsprechenden Erklärung zu bewegen.

    3. Europäische Initiative

    Die Politik fordern wir auf, über die Grenzen Deutschlands hinwegzuschauen und einen Blick in andere europäische Länder zu werfen. Als Erfolgsmodell dient Spanien mit 34 Spendern pro eine Million Einwohner. Dort beruht der Erfolg insbesondere auf einer übergeordneten Zuständigkeit der offiziellen Spendenorganisation. Ein Nierenpatient beispielsweise wartet etwa ein Jahr auf eine Spenderniere, während die durchschnittliche Wartezeit in Deutschland etwa 7 Jahre beträgt. Auch bei den Wartezeiten für andere Spenderorgane liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit hinten.

    4. Qualitätskontrolle

    Die Transplantationsergebnisse sollten systematisch erfasst werden. Damit wird eine Qualitätskontrolle ermöglicht, die Schwachstellen aufzeigt und Hinweise für Verbesserungen liefert. Auf dieser Basis können dann auch Vergleiche zwischen Regionen und Krankenhäusern durchgeführt werden mit dem Ziel, bewährte Vorgehensweisen zu übernehmen. Qualitätskontrolle und Koordinierungsstelle müssen dabei unabhängig voneinander agieren.

    Alle, im Bereich Organspende tätigen Akteure aus Gesundheitswesen und Politik fordern wir auf, ihre ganze Kraft darauf zu verwenden, der rückläufigen Zahl an Organspendern entgegenzuwirken. Es ist für ein Land wie Deutschland nicht akzeptabel, dass täglich 3-4 Menschen auf den Wartelisten versterben. Wolfgang Ludwig, Vorsitzender von TransDia e.V.: “Der Rückgang der Organspendezahlen ist ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen und wird die ohnehin langen Wartezeiten in Deutschland noch weiter verlängern. Während dieser Wartezeit sterben jeden Tag 3-4 Menschen, der Gesundheitszustand der Wartepatienten verschlechtert sich weiter und zusätzlich sind solche Nachrichten eine psychische Belastung für die Wartepatienten.“

    (*) vorläufige Zahlen 2008 der DSO

    TransDia e.V.
    c/o Wolfgang Ludwig
    Arnheimweg 28
    48161 Münster
    Tel. 0251 862399
    Mail: info@transdiaev.de
    Web: www.transdiaev.de

    0
    Noch keine Bewertung
    Ihre Bewertung: Keine

    Presseportal - medcom24 e.K. | Copyright 2008 - 2012 | All rights reserved | SERVICE-HOTLINE: 01801 / 730 730 | Powered by Drupal Design by Artinet