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    MGW-Mütter- und Mutter-Kind-Kuren helfen bei Adipositas: Wege zum neuen Körpergefühl – Mütter wieder stark fürs Leben

    Berlin, 19. Mai 2010. Die Hälfte der erwachsenen deutschen Bevölkerung ist übergewichtig, viele von ihnen leiden an Adipositas (Fettleibigkeit). Auch Mütter sind betroffen. In 16 der anerkannten Einrichtungen des Müttergenesungswerkes (MGW) werden Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen mit dem besonderen Schwerpunkt Adipositas angeboten.

    „In den Schwerpunktmaßnahmen Adipositas geht es nicht vordergründig um die Gewichtsreduktion“, erklärt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes heute in Berlin. „Vielmehr kommt es darauf an, das Lebensumfeld zu analysieren, Strategien für Veränderung von krank machenden Bedingungen zu finden. Die Mütter sollen zu ihrer Stärke zurückfinden, um Kraft für den Alltag zu haben.“

    Starkes Übergewicht kann durch psychischen Stress ausgelöst sein. Begleit- und Folgeerkrankungen belasten die Mütter zusätzlich. Ihnen besondere Hilfen anzubieten ist das Ziel der Schwerpunktmaßnahmen Adipositas in einigen vom Müttergenesungswerk anerkannten Kliniken. Hier werden die interdisziplinären Teams mit einem Netz von medizinischen und therapeutischen Maßnahmen aktiv. Inhalte der Kurmaßnahmen sind neben Ernäh-rungs- und Diätberatungen, Kochen in der Lehrküche, Bewegungs- und Entspannungstherapie, vor allem psychologische Einzel- und Gruppengespräche zur Klärung von Ursachen, Verhaltensmustern und Bewältigungschancen. Einfühlsam und respektvoll geführt lernen die Patientinnen, wie sie ein neues positives Selbstwert- und Körpergefühl entwickeln können, um zukünftig besser mit ihren Belastungsfaktoren umzugehen.

    Während der dreiwöchigen medizinischen Maßnahme geht es nicht vorrangig darum, schnell Gewicht zu verlieren. Im Fokus steht – wie in jeder anderen Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahme auch - die Bewusstmachung und Veränderung des Gesundheitsver-haltens. Dies ist die wichtigste Voraussetzung für eine langfristige Gewichtsreduktion. Die Erfolge der Schwerpunktmaßnahmen Adipositas stellte eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover fest. Innerhalb der Kurmaßnahmen werden bezüglich der somatischen und psychischen Begleit- und Folgeerkrankungen sehr gute Therapieeffekte erzielt, was einen langfristigen Therapieerfolg begünstigt.

    Das MGW-Internetportal www.winterkur.de widmet dem Thema Adipositas sein aktuelles Thema des Monats. Hier gibt es umfassende Informationen zu den Einrichtungen, die die speziellen Hilfen anbieten. Interessierte Mütter sollten in einer der 1.400 wohnortnahen Beratungsstellen kostenlos Unterstützung bei Antragstellung und Wahrnehmung des Wunsch- und Wahlrechtes einholen. Die Beratungsstellensuche und weitere Informationen auf www.muettergenesungswerk.de und Kurtelefon: 030/330029-29

    Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
    Bergstraße 63, 10115 Berlin
    Katrin Goßens, Tel.: 030/33 00 29-14
    presse@muettergenesungswerk.de, www.muettergenesungswerk.de

    Im Januar 1950 gründete Elly Heuss-Knapp, die Frau des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, die Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk. Zweck der Stiftung ist, Kuren für Mütter zu ermöglichen, für die Idee der Müttergenesung zu werben und durch die Vernetzung der Wohlfahrtsverbände unter dem Dach des Müttergenesungswerks (MGW) die Arbeit für Mütter zu stärken. Das geschieht mit den Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen des MGW. Denn Verantwortung für Kinder und Familie heißt Einsatz rund um die Uhr – wobei die Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden der Mütter oft auf der Strecke bleibt. Die Gesundheitsprobleme können in vielen Fällen mit einzelnen ambulanten Maßnahmen nicht ausreichend behandelt werden. Hier setzt das MGW mit seiner therapeutischen Kette an. Während eines Zeitraums von drei Wochen gewährleisten Mütter- und Mutter-Kind-Kuren die umfassende Vorsorge und Rehabilitation außerhalb des häuslichen Umfelds. Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden unterstützen bei der Antragstellung und bei den Nachsorgeangeboten.

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