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Laptop und Wickeltisch für den Mann von heute?
Der Mann geht zur Arbeit, die Frau führt den Haushalt – so war das zumindest früher einmal. Geschlechterrollen sind in den letzten drei Jahrzehnten durcheinander geraten: Traditionelle Muster sind zwar auf dem Rückzug, aber moderne haben sich bisher nicht durchgesetzt.
Die Mehrheit der Männer scheint in ihrer neuen Rolle noch nicht angekommen zu sein. Zwar ist die Zustimmung zu Modellen, in denen Mann und Frau sich gemeinsam um Kinder und Haushalt kümmern, gestiegen. Während die Gruppe der "modernen" Männer kaum größer geworden ist, wuchs bei Männern mit traditionellen Wertvorstellungen die Akzeptanz anderer Modelle.
Zu diesem Ergebnis kommt die vom Bundesfamilienministerium geförderte Untersuchung "Männer in Bewegung – 10 Jahre Männerentwicklung in Deutschland". Der Düsseldorfer Sozialwissenschaftler Rainer Volz und der Wiener Theologe Paul Zulehner haben die 400 Seiten starke Studie im Auftrag der Gemeinschaft der Katholischen Männer Deutschlands (GKMD) und der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erstellt.
Ehe liegt im Trend
Dass die "Männer in Bewegung" sind, wie der Titel der Studie nahelegt, zeigen verschiedene Tendenzen: Nur noch 54 Prozent der männlichen Befragten sind der Meinung, dass Frauen besser geeignet für die Kinderziehung sind, 1998 waren es hingegen noch 65 Prozent. Außerdem befürworten inzwischen mehr Männer, dass beide Partner zum Haushaltseinkommen beitragen sollen.
Männer mit modernem Familienbild halten die Ehe für eine Institution mit Zukunft: So sind über 80 Prozent der "modernen" Männer der Ansicht, dass die Ehe als Lebensmodell nicht der Vergangenheit angehört.
Über dieses Ergebnis zeigte sich Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen erfreut: "Das Bild der Ehe wandelt sich. Männer und Frauen begegnen sich in der gleichen Position, wenn die Berufstätigkeit der Frau anerkannt wird".
Wichtig sei auch die Erkenntnis, dass in Krisenzeiten die beste Armutsprävention die Berufstätigkeit beider Partner sei. "Die moderne Ehe ist dann stabil, wenn die Päckchen auf beiden Schultern verteilt sind", sagte von der Leyen.
Die große Nachfrage nach den Vätermonaten beim Elterngeld ist ein richtungsweisendes Signal und zeigt, dass sich Männer stärker ins Familienleben einbringen wollen. "Wir sind auf einem guten Weg, aber haben auch noch eine gehörige Strecke vor uns", so die Bilanz der Ministerin.
- Für die Studie wurden rund 1.470 Männer zwischen 17 und 85 Jahren befragt. Ihre Ansichten wurden zur Kontrolle mit den Antworten von 970 Frauen verglichen. Dabei ging es um die Themen Familie, Arbeit, Spiritualität und Kirche.
Pressekontakt:
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Dorotheenstraße 84
10117 Berlin
Telefon: 030 18 272-0
Fax: 030 18 272-2555



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