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Langjähriger Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Frankfurt Höchst, Prof. Dr. med. Hansjörg Schütz, im Ruhestand
Frankfurt a.M. Der langjährige Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Frankfurt Höchst, Prof. Dr. med. Hansjörg Schütz, ist Ende Dezember 2010 in seinen wohlverdienten Ruhestand getreten. Prof. Schütz hat die Klinik für Neurologie seit dem 1. April 1993 geleitet.
Prof. Schütz wurde 1945 in Mannheim geboren. Schon sein Vater sowie sein Halbbruder waren als Ärzte tätig. So stand schnell auch der Berufswunsch für ihn fest. Prof. Schütz: „Mein Vater, mein Halbbruder und ich haben zusammen genommen über 100 Jahre am Krankenbett gestanden.“ Nach dem Abitur absolvierte Prof. Schütz ab 1965 sein Medizinstudium in Heidelberg, wo er ab 1973 auch zum Facharzt ausgebildet wurde. Im April 1977 wechselte er als Oberarzt an die Universitätsklinik Gießen, wo er im April 1986 durch die dortige Fakultät für seine Arbeit über „Spontane intrazerebrale Hämatome“ habilitiert wurde.1991 wurde er von der Universitätsklinik Gießen zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seit dem 1. April 1993 war er Chefarzt der Neurologie am Klinikum der Stadt Frankfurt am Main in Höchst, wo er die bis dahin von Dr. med. Bauer geführte Klinik übernahm und sie erfolgreich weiterentwickelte. In seiner Zeit hat sich nicht nur die Zahl der jährlich betreuten neurologischen Patienten nahezu verdoppelt. Auch die Etablierung und Gründung einer speziellen Schlaganfalleinheit (Stroke unit) im Jahr 2000 gehört zu den besonderen Verdiensten von Prof. Schütz und seinem Team. Höhepunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit war neben zahlreichen Lehrbuchbeiträgen vor allem die 27. Arbeitstagung für Neurointensivmedizin (ANIM) in Bad Homburg im Januar 2010, der Prof. Schütz als Kongresspräsidentvorstand und die nicht nur namhafte Experten aus dem In- und Ausland anlockte, sondern insgesamt 1152 Kongressteilnehmer. Die zweithöchste Teilnehmerzahl in der Geschichte der ANIM. Das Tagungsprogramm umfasste 193 wissenschaftliche Vorträge, 38 Pflegevorträge, eine Fortbildungsakademie für neurologische Intensivmedizin, eine Reihe von Tutorien sowie eine große Postersitzung.
Prof. Schütz lebt mit seiner Familie seit 1997 in Frankfurt a.M. Die durch seinen Ruhestand entstehende freie Zeit möchte er zunächst dafür nutzen, einfach mal auszuschlafen „und dann weiterschauen“, so Prof. Schütz. Als Mitglied des Literaturhauses Frankfurt am Main möchte er u.a. die Besuche von Lesungen wieder intensivieren. Belletristik, klassische Literatur und Neuerscheinungen gehören zu seinen literarischen Steckenpferden. Sein Fazit von siebzehn Jahren am Klinikum Frankfurt Höchst: „Ich habe hier die glücklichste Zeit meines Berufslebens verbracht“, erklärt Prof. Schütz. „Vor allem wegen der angenehmen Athmosphäre, der guten Zusammenarbeit mit den Kollegen, dem Team und sogar mit der Verwaltung.“ Sein Rat an seinen Nachfolger: „Immer als letzter gehen. Ein Acht-Stunden-Tag reicht in der Neurologie nicht aus“, unterstreicht Prof. Schütz. So ganz ohne Medizin wird es im „Unruhestand“ zunächst doch nicht gehen. Prof. Schütz wird ein bis zwei Mal die Woche in der Praxis eines Neurologen in Eschborn zumindest noch ein offenes Ohr für seine Privatpatienten haben.
Im Rahmen einer gesonderten Feierstunde mit geladenen Gästen werden Dr. Manuela Rottmann als zuständige Dezernentin der Stadt Frankfurt am Main und die Geschäftsleitung des Klinikums Prof. Schütz nochmals ihren Dank für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit ausdrücken. Bis zum Abschluss der laufenden Verhandlungen zur Chefarztnachfolge wird die Klinik für Neurologie von dem leitenden Oberarzt Dr. med. Oliver Michel kommissarisch geführt.
Die Klinik für Neurologie beschäftigt sich mit der allgemeinen Neurologie, d. h. mit allen in der Bevölkerung vorkommenden neurologischen Erkrankungen. Dies geht von Schlaganfällen und Rückenmarksinfarkten sowie Sinusthrombosen, entzündliche Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Hirnhaut- und Hirnentzündungen sowie Polyradikulitis über Polyneuropathien und Motoneuronerkrankungen wie amyotrophe Lateralsklerose oder Myasthenia gravis bis zur Parkinsonschen Erkrankung und ihren Unterformen. Weitere Schwerpunkte sind die Erkennung und Behandlung aller Formen von Demenz und Muskelerkrankungen sowie die Neuroborreliose. Bandscheiben- und Rückenerkrankungen gehören ebenfalls zum Spektrum der Klinik. Weitere Schwerpunkte der Behandlung sind Dystonien, Kopfschmerzen, Migräne und Schwindel.
Die Klinik verfügt über 60 Betten und eine überregionale Stroke Unit, auf der die neuesten Behandlungsverfahren wie systemische Thrombolyse und intraarterielle Lyse-Behandlung bei Schlaganfällen durchgeführt wird. Hierfür steht über 365 Tage pro Jahr ein erfahrenes Stroke-Team zur Verfügung. Pro Jahr werden rund 2.400 erwachsene Patienten jeden Lebensalters mit den unterschiedlichsten neurologischen Leiden und Problemen stationär behandelt. Ein kompetentes Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten bietet moderne Behandlungskonzepte auf hohem wissenschaftlichem Niveau.
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 17 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), drei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem MVZ sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. 2.200 Beschäftigte versorgen jährlich 33.500 stationäre und 70.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2015 errichtet. Mehr Infos unter www.KlinikumFrankfurt.de.
Ansprechpartnerin für die Presse:
Klinikum Frankfurt Höchst
Petra Fleischer
Unternehmenskommunikation/Sprecherin
Tel. 069 3106 3818
E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de



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