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    Kontrolle ist besser als Nachsicht

    Gerade bei Hilfsmittellieferung ist das Procedere für den Patienten und seine Angehörigen oft sehr undurchsichtig. Kassen haben Ausschreibungsverträge mit Leistungserbringern über die Lieferung einer bestimmten Menge von Hilfsmitteln.

    Das dient zur Gewährleistung einer wirtschaftlichen und in der Qualität gesicherten Versorgung.

    Für den Patienten führt das unter Umständen zu einem Wechsel beim Lieferanten, wechselnden, oft verminderten Qualitäten und unflexiblen Mengenbestellungen.

    Doch selbst wenn eigentlich alles in Ordnung ist, besteht Grund zur Kontrolle: der DGVP liegen Berichte vor, dass Lieferscheine und Rechnungen über den Eigenanteil bspw. bei Inkontinenzmitteln einander nicht entsprechen. Kaum ein Patient prüft die geringfügen und wiederkehrenden Rechnungen. Doch das sollte man unbedingt tun. Nachfragen im vorliegenden Fall etwa zu den Preisschwankungen beim gleichen Lieferanten innerhalb kürzester Zeit wurden mit einer Gutschrift oder mit einer geänderten Rechnung beantwortet. Die Kasse, die ja den Hauptteil des Preises trägt, hielt sich beim Hinweis, dass die Rechnungen willkürlich erscheinen, bedeckt.

    Sei es aus arglistiger Täuschung und Überforderung und Unvermögen bei der Buchhaltung - als mündiger Patient und Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung kann dieses Verhalten der Lieferanten nicht hingenommen werden. Die Kassen vereinbaren Rahmenverträge aus wirtschaftlichen Gründen und kümmern sich nicht genug um Hinweise auf Unstimmigkeiten.

    Als Bürgerinitiative Gesundheit fordern wir alle Bezieher von Hilfsmitteln auf, Rechnungen und Lieferscheine genau zu kontrollieren und Abweichungen beim Lieferanten anzumahnen. Informieren Sie sich bei Ihrer Kasse, wie hoch die Pauschale ist, die die Kasse an den Lieferanten zahlt - so können Sie sich ausrechnen, wie hoch Ihr persönliche Zuzahlungsanteil (10% des Produktpreises, denn 90% übernimmt die Kasse) höchstens sein kann. Für Nachfragen steht Ihnen die DGVP gerne zur Verfügung.

    Weisen Sie Ihre Kasse auf Unstimmigkeiten hin - wir alle müssen sparen und unser Geld sollte nicht unkontrolliert ausgegeben werden!

    Pressekontakt:

    Katja Rupp
    Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.V.

    Tel. 06252-94298-0/ Presseanfragen -12
    Fax 06252-94298-29
    E-Mail info@dgvp.de
    Internet www.dgvp.de

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