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Kliniken als Rückgrat der Versorgung stärken - KGSH zur Krankenhausplanung
Kiel, 25. Juni 2009 - Schleswig-Holsteins Krankenhäuser fordern klare Zukunftsperspektiven aus dem neuen Krankenhausplan. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds muß sich die Politik auf Bundes- und Landesebene für starke und leistungsfähige Krankenhäuser einsetzen. Das machte KGSH-Geschäftsführer Bernd Krämer im Rahmen einer Veranstaltung der Ersatzkassen am 25. Juni in Kiel deutlich.
Der Krankenhausplan Schleswig-Holstein wird zur Zeit überarbeitet und soll zum 1. Januar 2010 neu in Kraft treten. Das Gesundheitsministerium, die Krankenkassen und die Vertreter der Krankenhäuser diskutieren die Grundsätze des Verfahrens intensiv bereits seit mehreren Monaten. Zuletzt wurde der Krankenhausplan Schleswig-Holstein Ende der Neunziger Jahre neu aufgestellt.
Im Unterschied zur Diskussion früherer Jahre sind nach Einschätzung der KGSH keine Kontroversen über die mögliche Schließung von Kliniken zu erwarten. Nach Krämers Auffassung besteht hierfür auch kein Anlaß. "Die Strukturen unserer Krankenhäuser sind anerkannt wirtschaftlich. Ein weiterer Standortabbau würde die Versorgung der Bevölkerung gerade in den ländlichen Bereichen in Frage stellen", so Krämer. Auch die Fördermittel des Landes dürfen für die KGSH nicht zur Disposition stehen. Die Kliniken können keineswegs zur Sanierung des Landeshaushalts herangezogen werden.
Für Krämer ist gerade in letzter Zeit deutlich geworden, daß die Kliniken eine immer wichtigere Rolle nicht nur in der stationären Versorgung spielen. Krankenhäuser ergänzen mehr und mehr das Angebot der niedergelassenen Ärzte. Viele hochspezialisierte ambulante Behandlungen werden mittlerweile in den Krankenhäusern durchgeführt. "Dabei geht es nicht um eine Konkurrenz mit den niedergelassenen Ärzten sondern um sinnvolle und notwendige Kooperationen zwischen diesen beiden Bereichen. Da Ärzte immer knapper werden, wird diese Zusammenarbeit in Zukunft noch intensiver ausfallen," prognostiziert Krämer.
Mit Blick auf die aktuelle Situation zur Grippepandemie appelliert die KGSH an das Gesundheitsministerium, die Betten für die einzelnen Krankenhäuser nicht zu knapp zu planen. Was in normalen Zeiten ausreicht, kann sehr schnell zum Flaschenhals werden. "Wenn in größerer Anzahl Grippepatienten aufgenommen und in den Kliniken isoliert werden müssen, ist nicht auszuschließen, daß unseren Kliniken die Betten ausgehen", befürchtet Krämer.
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KGSH Pressekontakt
Ulrike Petersen
Telefon: 0 431 / 88 105 - 11
Telefax: 0 431 / 88 105 - 15
E-Mail: presse@kgsh.de
KGSH Feldstraße 75 - 24105 Kiel



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