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Harnwegsinfektionen und Blasenentzündung
Blasenentzündungen und Harnwegsinfektionen betreffen jede zweite Frau mindestens einmal im Leben. Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de erklärt, wie es zu dieser schmerzhaften Infektion kommt und wie man sich davor schützen kann.
50 Prozent der Frauen haben mindestens einmal in ihrem Leben mit einer Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, zu kämpfen. Jährlich leidet etwa jede vierte Frau darunter. Männer bleiben weitestgehend von dieser Erfahrung verschont. Beim Mann geht eine Blasenentzündung fast immer mit einer Entzündung der Prostata einher, beziehungsweise eine akute oder chronische Prostataentzündung löst die anschließende Blasenentzündung aus. Anatomisch gesehen ist die Harnröhre der Frau viel kürzer ist als die des Mannes. Es kommt also sehr viel schneller zu einem Aufsteigen von Keimen in die Blase. Die Folge ist ständiger Harndrang mit geringen Harnmengen und brennenden Schmerzen beim Wasserlassen. In vielen Fällen ist der Harn sogar blutig. Zieht die Blasenentzündung weiter in die Harnleiter oder in die Niere kommt es in seltenen Fällen zu einer Nierenbeckenentzündung.
Was sind die häufigesten Ursachen einer Harnwegsinfektion?
Die Ursachen der Blasenentzündung sind vielschichtig. Mangelnde Hygiene im Intimbereich können wie auch sexueller Verkehr zu einer Infektion führen. Ebenso kann die Blasenentzündung die Folge einer Scheidenentzündung sein oder ist durch die Störung der Vaginalflora bedingt. Ein weitere Grund kann in einer Harnstauung liegen, diese kann durch einen Blasenkatheter, Nierensteine oder durch einen Schwangerschaft entstehen. Eine geschwächte Immunabwehr kann zu einer chronischen Blaseninfektionen führen.
Der Notfall-Plan bei Harnwegsinfektion
Es gibt einige Tipps, die die Heilung einer Blaseninfektion beschleunigen. Da die Entzündung aber meist sehr schmerzhaft verläuft, muss sie medikamentös behandelt werden. Das wichtigste beim Heilungsprozess einer Infektion ist das Trinken. Die schädlichen Keime vermehren sich im 20-Minuten-Takt und müssen ausgespült werden. Unterstützend helfen Blasen- und Nierentees, die es in allen Apotheken gibt. Kurzfristig helfen auch krampflösende Medikamente, wie beispielsweise Buscopan.
Schmerzlindernd wirken Sitzbäder, warme Lenden – oder Beinwickel oder eine Wärmflasche. Preiselbeersaft hilft den Harnwegsinfekten vorzubeugen. Die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe senken das Risiko, dass sich schädliche Bakterien in den Harnwegen einnisten. Einziges Manko: Der Saft muss in größeren Mengen getrunken werden und der Geschmack ist nicht jedermanns Fall. Alternativ ist er in Tablettenform mit hochdosiertem Cranberry-Extrakt erhätlich.
Den Geschlechtsverkehr sollte Patienten mit Harnwegsinfektionen für die Dauer der Entzündung unterlassen.
Arten der Blasenentzündung
Mediziner unterscheiden zwei Arten der Infektion. die unkomplizierte Zystitis und die komplizierte Zystitis. Bei der unkomplizierten Zystitis besitzt die Patientin keine Risikofaktoren, welche die Infektion begünstigen. Im Gegenteil zur komplizierten Zystitis. Hier liegen genau diese Risikofaktoren vor. Dazu zählen Schwangerschaft, Diabetes mellitus, Immunschwäche bedingt durch die Einnahme von Medikamenten, Blasenfunktionsstörungen bei Nervenerkrankungen und chronische Blasenentzündungen. Bei letzterem spricht man auch von einer Reizblase. Diese ist gekennzeichnet durch häufigen Harndrang bei geringer Urinmenge mit einhergehenden Schmerzen oder Inkontinenz.
Dabei handelt es sich um eine äußerst schmerzhafte chronische Harnblasenentzündung ohne Keimnachweis, deren Ursache noch nicht endgültig geklärt ist. Die verschiedensten Behandlungsansätze sind in Erprobung: In Frage kommt zum Beispiel die Gabe von Schmerzmitteln oder Antidepressiva. Eine anderer Möglichkeit sind Medikamente, die in die Blasen eingefüllt werden, zum Beispiel Dimethylsulfoxyd oder Hyaluronsäure. Auch eine Dehnung der Blase mit Wasser ist in Vollnarkose möglich. Bleibt die Behandlung erfolglos und entwickelt sich durch die chronische Entzündung eine Schrumpfblase, ist eine operative Entfernung der Harnblase die letzte Möglichkeit.
Über die weibliche Intimgesundheit informieren ebenfalls die imedo-Gesundheitsnews.
Diabetes mellitus kann eine Blasenentzündung hervorrufen. Die imedo-Gesundheitsnews informieren ausführlich über Diabetes mellitus. Lesen Sie auch: Zusammenhang zwischen Diabetes und Herpes, Diabetes und PAVK: mehr Amputationen



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