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    Hamburger Apotheker warnen: Freizeitdoping ist gesundheitsschädlich

    Hamburg - Das Thema Doping ist angesichts der Olympischen Spiele aktuell in aller Munde. Die Einnahme illegaler Substanzen ist jedoch nicht nur ein Problem im Spitzensport. Die zunehmenden Dopingfälle im Leistungssport haben laut Bundeskriminalamt auch eine negative Signalwirkung auf Hobbyathleten. Schätzungen zufolge nehmen in Deutschland rund 200.000 Freizeitsportler missbräuchlich Arzneimittel ein, um ihre Leistungen zu steigern.

    „Wer dopt, spielt mit seiner Gesundheit“, sagt der Vorsitzende des Hamburger Apothekervereins, Dr. Jörn Graue. Von falschem Ehrgeiz getrieben, ignorieren die meisten Freizeitsportler die Gefahren, die von Dopingmitteln ausgehen. „Dabei sind Hobbyathleten besonders gefährdet, da sie - im Gegensatz zu Leistungssportlern - nicht einmal unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle stehen“, sagt Graue.

    Muskelaufbauende Präparate sind im Breitensport besonders beliebt. „Die missbräuchliche Einnahme von Anabolika kann zu Herz- Kreislauf- Erkrankungen und Schäden an der Leber führen“, warnt Rainer Töbing, Präsident der Apothekerkammer Hamburg. Neben der so genannten Bodybuilder-Akne führten die hormonähnlichen Substanzen bei längerfristiger Einnahme bei Männern zu einer Verweiblichung, während Frauen häufig eine stärkere Körperbehaarung sowie eine tiefere Stimme bekommen.

    Besonders gefährlich sind laut Graue die so genannten Stimulanzien, mit denen Sportler versuchen, ihre letzten Leistungsreserven im Wettkampf zu mobilisieren: „Amphetamine schalten das körpereigene Warnsystem aus, das den Körper normalerweise vor Überanstrengung schützt. Das führt dazu, dass der Sportler auch unter extremer Belastung nicht ermüdet.“ Im schlimmsten Falle könne dies sogar zu einem tödlichen Herz-Kreislauf-Versagen führen.

    Dopingmittel werden nicht nur auf dem Schwarzmarkt, sondern auch zunehmend über das Internet vertrieben. Immer häufiger fallen Freizeitsportler dabei kriminellen Fälschern zum Opfer. „Plagiate bergen ein hohes gesundheitliches Risiko für die Sportler“, warnt Töbing. Zum Teil würden auf der Packung die tatsächlich im Produkt enthaltenen Substanzen nicht erwähnt oder aber sie seien in anderen Mengen zugesetzt als angegeben. Auch harmlos erscheinende Nahrungsergänzungsmittel illegaler Anbieter können laut Töbing verbotene und gefährliche Stoffe enthalten.

    Ansprechpartner:
    Dr. Reinhard Hanpft, Tel. 040 - 44 80 48-30

    Hinweise an die Redaktion:
    Die Apothekerkammer Hamburg ist die Berufsorganisation aller Apotheker in der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Hamburger Apothekerverein e.V. ist der Verband der selbstständigen Apothekenleiter in Hamburg.

    Kontakt:
    Herr Dr. Reinhard Hanpft
    E-Mail: info@apothekerkammer-hamburg.de
    Telefon: 040 - 44 80 48-30

    Hamburger Apothekerhaus
    Alte Rabenstraße 11 a
    20148 Hamburg
    Telefon: 040 - 44 80 48-0
    Telefax: 040 - 44 38 68
    E-Mail: info@apothekerkammer-hamburg.de
    http://www.apothekerkammer-hamburg.de

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