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    Hörsturz: Hyperbare Oxygenierung als Therapie-Option in neuer S1-Leitlinie

    Traunstein, 25.03.2014 - Die am 13.03.2014 erschienene AWMF-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie zum Hörsturz empfiehlt jetzt wieder diverse Behandlungsoptionen. Die hyperbare Sauerstofftherapie, HBO, bei akutem idiopathischem sensorineuralem Hörverlust wird ebenso nun wieder, wie in früheren Leitlinien der Gesellschaft, als Behandlungsvorschlag aufgeführt. Damit folgt die Deutsche HNO-Gesellschaft auch HNO-Fachgesellschaften anderer Länder, wie zuletzt der US-amerikanischen HNO-Gesellschaft . Nach Glukokortikoiden und rheologischen Therapien bewertete die Kommission „unter Berücksichtigung der eigenen klinischen Erfahrungen, der Studienlage und wissenschaftlicher Erwägungen“ die Hyperbare Oxygenierung als geeignetes Therapieverfahren. In ihrer Begründung verweist sie unter anderem auf die Metaanalyse der Cochrane-Collaboration von 2012, die aufgrund von sieben randomisierten Studien an insgesamt 392 Patienten zur Therapie des Hörsturzes mit hyperbarer Sauerstofftherapie (HBO) zu dem Ergebnis kam: „Bei Patienten mit Hörsturz verbessert die Anwendung hyperbarer Sauerstofftherapie signifikant das Hörvermögen, ...“

    VDD empfiehlt HBO als Reservetherapie beim Hörsturz

    In den die HBO ambulant anwendenden Druckkammerzentren freut man sich über diese lange erwartete Empfehlung. „In der Hörsturz-Therapie wird weltweit auch mit hyperbarem Sauerstoff behandelt. Schon seit Langem propagieren wir, da es sich um eine teure Therapie handelt, die Anwendung der HBO als Reservetherapie nach erfolgloser Vorbehandlung bei Hörsturz“, erklärt Dr. med. Christian Heiden, Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Vorsitzender des Verbandes Deutscher Druckkammerzentren e.V. (VDD). So kann die HBO auch bei Unverträglichkeit oder zur schnelleren Genesung in Kombination mit Kortison oder Medikamenten zur Verbesserung der Fließeigenschaft des Blutes eingesetzt werden. Die HBO reichert durch das Einatmen von Sauerstoff unter Überdruck in einer speziellen Therapie-Druckkammer den Sauerstoffgehalt im Innenohr messbar um mindestens das Zehnfache an. Das Wirkprinzip der HBO bei Hörsturz begründet sich darin, dass alle Erkrankungsursachen im Innenohr letztlich dort zu einem messbaren Sauerstoffmangel führen.

    Müssen gesetzlich versicherte Hörsturz-Patienten weiter „igeln“?

    In den S1-Leitlinien zum Hörsturz heißt es außerdem: "Der Hörsturz verursacht eine wesentliche Einschränkung der Lebensqualität. Dies rechtfertigt grundsätzlich einen Behandlungsversuch.“ Für die Indikation Hörsturz zeige sich hier jedoch eine erschreckende Besonderheit im deutschen Gesundheitssystem, weist Dr. med. Christian Heiden hin. Denn hier wird bei einer leitliniengerecht diagnostizierten Krankheit seitens der gesetzlichen Krankenkassen keinerlei Behandlung finanziert. Gesetzlich versicherte Patienten müssen also zurzeit „igeln“, um überhaupt eine Therapie zu erhalten. Privat oder über die Beihilfe versicherte Menschen bekommen im internationalen Konsens hingegen die Kosten verschiedener Therapiemöglichkeiten erstattet, deren rascher Einsatz für die erfolgreiche Behandlung bei Hörsturz wichtig ist. Auch das angeblich hohe Nebenwirkungspotential der HBO ist immer wieder ein Thema, so bewertete der IGeL-Monitor 2012 die HBO als „tendenziell negativ“. „Schon 2001 stellte die kanadische AETMIS fest, dass kein Beleg für besondere Schädlichkeiten gefunden wurde“, entgegnet dem Heiden, und weiter. „Der VDD fordert die Aufnahme der in den S1-Leitlinien aufgeführten Behandlungsvorschläge in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.“ VDD-zertifizierte Druckkammerzentren für die HBO-Therapie gibt es in ganz Deutschland. Sie sind über die Druckkammersuche auf den Internetseiten www.vdd-hbo.de zu finden.
    Quelle: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/017-010l_S1_Hoersturz_2014-0...

    Über den Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V. (VDD):
    Der VDD e.V. vertritt als Berufsverband die Druckkammer-Therapiezentren in Deutschland. Er gibt die Richtlinien für die sichere und professionelle Behandlung mit Hyperbarer Sauerstofftherapie (HBO) vor und betreibt in Zusammenarbeit mit den medizinischen Fachgesellschaften den Erfahrungsaustausch zum Einsatz der Hyperbarmedizin in Deutschland. Der VDD e.V. informiert medizinische Fachkreise und Patienten über die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) und die Weiterentwicklung der Therapiemöglichkeiten. Internet: www.vdd-hbo.de

    Über die HBO:
    Die Hyperbare Sauerstofftherapie hat ihre Ursprünge in der Tauchmedizin. So ist sie bis heute bei Tauchunfällen mit Dekompressionserkrankung (DCS), aber auch bei schweren Rauchgasvergiftungen und CO-Intoxikation internationaler Standard. Auch für den stationären Einsatz der HBO beim diabetischen Fußsyndrom (DFS) sind die Bewertungen des für die Beurteilung neuer Heilmethoden zuständigen sogenannten „Gemeinsamen Bundesausschusses - GBA“ positiv. Die DGfW e.V. empfiehlt in ihren „S 3 Leitlinien zur Lokaltherapie chronischer Wunden“ von 2012 die HBO als Therapieoption bei drohender Amputation beim DFS. Nach Urteil des Bundessozialgerichts vom 7. Mai 2013 müssen Krankenkassen die Kosten für eine notwendige ambulante hyperbare Sauerstoff-(HBO)-Therapie bei drohender Amputation bei ischämischem diabetischem Fußsyndrom übernehmen.

    Die Überdruckmedizin ist eine adjuvante Therapieoption für zahlreiche Indikationen. Sie fördert die Regeneration im menschlichen Körper. Sauerstoff, unter Überdruck in der Therapie-Druckkammer eingeatmet, löst sich um ein Mehrfaches. Der hohe Sauerstoff-Partialdruck wirkt positiv auf das Gewebe und auf die Kapillaren und führt zur Regeneration von Sinnes- oder Knochenzellen und Gewebe. So kann die HBO-Therapie auch dann noch mit Erfolg eingesetzt werden, wenn Standard-Behandlungen unbefriedigend verlaufen. Bevorzugte Einsatzgebiete sind Hörsturz, akuter einseitiger Tinnitus, Knalltrauma bzw. akutes Schalltrauma, chronische, schlecht heilende Wunden, Knochenmarködem-Syndrom und aseptische Knochennekrosen, späte Bestrahlungsfolgen bzw. Bestrahlungsschaden nach Krebsbestrahlung an Kopf, Hals, Blase oder Darm, interstitielle Zystitis, Fazialisparese sowie Retinitis pigmentosa. Die HBO ist eine sanfte und zudem nebenwirkungsarme Therapie.

    Pressekontakt:
    Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V.
    Dr. med. Christian Heiden (Vorsitzender),
    Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Allergologie,
    plastische Operationen, Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM)
    Druckkammerzentrum Traunstein, Cuno-Niggl-Str. 3, 83278 Traunstein
    Telefon 0861/15967 – Notdienst-Telefon: 0180-000 48 81
    E-Mail: heiden@vdd-hbo.de, Internet: www.vdd-hbo.de

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