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    Grippe-Schutzimpfung: Wettbewerb zur guten Impfpraxis gestartet

    Gemeinsame Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts

    Medizinisches Personal in Krankenhäusern und in der Altenpflege sollte - wie auch chronisch Kranke und ältere Menschen über 60 Jahre - gegen Grippe geimpft sein. Die Impfquoten sind bei Angehörigen des medizinischen Personals mit rund 20 Prozent jedoch besonders niedrig. Deshalb haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut (RKI) im Rahmen ihrer Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor“ in Kooperation mit elf Bundesländern und der Deutschen Krankenhausgesellschaft erstmals einen Wettbewerb für die überzeugendste Grippeschutz-Impfaktion bei medizinischem Personal in Krankenhäusern ausgelobt. Prämiert werden die drei Krankenhäuser, die bis Ende Januar 2009 die überzeugendsten Impfaktionen einreichen.

    „Mit der Auslobung des bundesweiten Krankenhauswettbewerbs wollen wir medizinisches Personal an ihre rechtzeitige Impfung erinnern und die Krankenhäuser dabei unterstützen, wirksame Impfaktionen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzubieten“, erklärt Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die BZgA sendet seit Mitte September eine Aktionsmappe mit umfangreichen Materialien zur Unterstützung der Krankenhäuser aus, in der unter anderem Plakate, ein Kurzfilm, Informationen zur Notwendigkeit und Anregungen zur Durchführung einer Impfaktion enthalten sind. „Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich selbst vor einer schweren Erkrankung, sondern vermeidet auch eine Ansteckung anderer. Das ist in Kliniken und Pflegeeinrichtungen besonders wichtig“ betont Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts.

    Im Rahmen der Kampagne werden auch wie in den Vorjahren gemeinsam mit der Bundesärztekammer die niedergelassenen Ärzte angeschrieben, um sie insbesondere für die Influenza-Impfung älterer Menschen und chronisch Kranker zu motivieren. Eine Infektion mit den jeden Winter zirkulierenden Influenzaviren bedeutet für Menschen mit Grundleiden, zum Beispiel Herzkreislaufkrankheiten oder chronischen Lungenerkrankungen, und für ältere Menschen (über 60 Jahre) eine erhöhte Gefährdung. Bei ihnen kommt es im Krankheitsverlauf häufiger zu Komplikationen, zum Beispiel bakteriellen Lungenentzündungen, die tödlich enden können. Durch eine Impfung gegen Influenza wird in diesen Gruppen die Krankheitshäufigkeit deutlich verringert. Die Impfquote bei chronisch Kranken und bei Älteren liegt in Deutschland bei rund 50 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Impfquote von 75 Prozent für das Jahr 2010. Alle Materialien der Kampagne können kostenlos bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestellt werden (www.bzga.de >Infomaterialien/Bestellung > Grippeschutzimpfung).

    Der beste Zeitraum für die Impfung gegen Grippe, die durch Influenzaviren verursacht wird, ist Oktober und November. Die Schutzwirkung ist höher, wenn die Impfung jedes Jahr wiederholt wird. Bisher hat das Paul-Ehrlich-Institut, das Bundesamt für Sera und Impfstoffe (PEI), die Chargenfreigabe für rund 20 Millionen Dosen Grippeimpfstoff erteilt. Das PEI veröffentlicht auf seiner Internetseite neben dieser Information auch eine Liste der zugelassenen Influenza-Impfstoffe. „Nach ein bis zwei Wochen ist der Impfschutz aufgebaut. Auch wenn der Impfschutz bei älteren Menschen oft weniger ausgeprägt ist, sollte das kein Grund für einen Impfverzicht sein“, erklärt Johannes Löwer, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.

    Weitere Informationen:
    www.rki.de
    www.bzga.de
    www.pei.de/influenza-impfstoffe

    Pressekontakt
    Dr. Marita Völker-Albert, Pressesprecherin
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
    Postfach 91 01 52
    51071 Köln
    Tel.: 0221/8992-280, Fax.: 0221/8992-201
    eMail: marita.voelker-albert@bzga.de
    http://www.bzga.de

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