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    Gewalt gegen Frauen: Frauen stärken, Übergriffe verhindern

    Die Frauenkrankenkasse BKK salvina finanziert bis zu 80% der Kosten für Selbstverteidigungskurse

    München, Mai 2010. Jede vierte Frau im Alter von 16-85 Jahren wird im Laufe ihres Lebens mindestens einmal Opfer von körperlichen und/oder sexuellen Übergriffen durch einen Beziehungspartner. Dies ergab eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter 10.000 in Deutschland lebenden Frauen. Aber nicht nur in Paarbeziehungen werden Frauen häufig Opfer von Gewalttaten: 40% der im Rahmen der Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“ befragten Frauen wurden schon einmal mit gewalttätigen Übergriffen konfrontiert. Ein Drittel aller Betroffenen musste medizinische Hilfe in An-spruch nehmen. Im Gegensatz zu den jüngsten Missbrauchsthemen in der Bundesrepublik findet das Thema Gewalt gegen Frauen medial kaum Erwähnung. Dabei handelt es sich hierbei um ein gesamtgesellschaftliches Problem, das alle Bevölkerungsschichten betrifft, unabhängig von Sozialstruktur und Kultur. „Ein unhaltbarer Zustand“, konstatiert Werner Wedig, Vorstand der BKK salvina, der ersten gesetzlichen Krankenkasse für Frauen. „Das Thema Gewalt gegen Frauen wird sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Politik nicht ausreichend diskutiert. Dabei sind weitreichende Veränderungen dringend erforderlich, um flächendeckend Präventions-programme ins Leben zu rufen.“ Die für Krankenkassen aufgrund von gewalttätigen Übergriffen auf Frauen entstehenden Folgekosten sind enorm. Gemäß einer Schätzung der BKK salvina liegen die Kosten allein für die tatsächlich in Anspruch genommene notwendige medizinische Versorgung durch das deutsche Gesundheitswesen bei mindestens 2,5 Milliarden Euro – die Behandlung der psychischen Langzeitfolgen noch nicht inbegriffen.

    Selbstverteidigung schafft mehr Selbstvertrauen
    „Gewaltpräventionsprogramme tragen dazu bei, dass Frauen sich vor physischer und psychischer Gewalt und deren Folgen schützen können, werden aber vom Gesundheitssystem und dem Gesetzgeber immer noch zu wenig gefördert“, so Wedig. „Durch Präventions-, Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse lernen Frauen selbstbewusster aufzutreten und sich in Gefahrensituationen zur Wehr zu setzen.“ Im Vordergrund der Schulungen steht die konsequente Umsetzung der eigenen Bedürfnisse, Rechte und Interessen.
    Selbstverteidigung und die Möglichkeit, sich selber zu schützen beginnt im Kopf - ein sicheres, selbstbewusstes Auftreten hilft, sich körperlich und verbal wehren zu können. Die BKK salvina unterstützt als eine der wenigen gesetzlichen Krankenkassen ihre Kundinnen durch die anteilige Kostenübernahme von Gewaltpräventionsprogrammen (bis zu 80% der Kosten werden übernommen) und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Frauen und zur Entlastung des Gesundheitssystems. „Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Frauen liegen uns am Herzen. Indem wir beim Thema Gewalt gegen Frauen auf Vorsorge setzen, können wir aktiv dazu beitragen, dass Frauen sich ein Stück weit sicherer fühlen“, ergänzt Werner Wedig, Vorstand der BKK salvina.

    Über salvina
    Am 1. Mai 2009 wurde salvina, die erste deutsche Krankenkasse speziell für Frauen, gegründet.
    Zum Hintergrund: Schon lange ist bekannt, dass Frauen andere gesundheitliche Vorbeugungsmaß-nahmen treffen müssen als Männer. In Kooperation mit einem Expertenteam aus anerkannten Wis-senschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich mit den speziellen medizinischen Frauen-Gesundheitsthemen auseinander gesetzt haben, hat salvina ein Gesundheitsangebot speziell für Frauen erarbeitet, das in Deutschland einzigartig ist. Hierzu zählen u.a. Beratungsleistungen bei Fami-lienplanung, die volle bzw. anteilige Kostenübernahmen bei alternativen Heilmethoden, Selbstverteidigungskursen und weitere Angebote speziell für Frauen. Damit ist die salvina die einzige gesetzliche Krankenkasse in Deutschland, die sich auf die gesundheitlichen Versorgungsbedürfnisse von Frauen spezialisiert hat. Bislang können alle Frauen und deren Angehörige, die in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Bayern leben oder arbeiten bzw. deren Arbeitgeber den Sitz in einem dieser drei Bundesländer haben, Mitglied bei der salvina werden. In naher Zukunft sollen Frauen in ganz Deutschland von dem speziellen, frauenspezifischen Gesundheitsangebot profitieren können – für Frauengesundheit auf höchstem Niveau.
    Weitere Informationen finden Sie unter www.salvina.de

    Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten an:
    Pressestelle salvina – Jeschenko MedienAgentur Köln GmbH, Manuela Schulte,
    Eugen-Langen-Straße 25, 50968 Köln, Tel.: 0221 / 30 99 0, Fax: 0221 / 30 99 200,
    E-Mail: m.schulte@jeschenko.de

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