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    Gesund und aktiv älter werden - Bundeskonferenz der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

    Gemeinsame Pessemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit und der
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

    Gesund und aktiv älter werden - Bundeskonferenz der Bundeszentrale für
    gesundheitliche Aufklärung

    Berlin/Köln, 6. Juni 2013. Die Lebenserwartung steigt. Derzeit leben fast
    17 Millionen 65-Jährige und ältere Menschen in Deutschland, 2060 werden es
    fast 22 Millionen sein. Ein heute 65-jähriger Mann kann damit rechnen,
    noch weitere 17 Jahre zu leben, eine 65-jährige Frau hat durchschnittlich
    noch weitere 20 Jahre vor sich. Ziel ist es, die gewonnenen Jahre in
    möglichst hoher Lebensqualität zu erleben. Angesichts dieser
    Herausforderungen richtet die Bundeszentrale für gesundheitliche
    Aufklärung (BZgA) heute die zweite Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter
    werden“ unter dem Titel „Es ist nie zu spät und selten zu früh –
    körperliche Aktivität, psychische Gesundheit und Teilhabe im höheren Alter
    fördern“ aus. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis
    diskutieren in Berlin über Strategien, mit denen Menschen gesund, aktiv
    und selbstbestimmt älter werden und somit im Alter eine hohe
    Lebensqualität genießen können.

    Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr eröffnet die Tagung und
    unterstreicht die Bedeutung des Themas. „Gesundheit ist die vielleicht
    wichtigste Voraussetzung, um das Älterwerden eigenverantwortlich gestalten
    zu können. Ältere Menschen sind dabei nicht weniger leistungsfähig als
    jüngere. Sie sind anders leistungsfähig. Dies müssen wir bedenken, wenn
    wir die älteren Menschen motivieren wollen, länger gesund und aktiv an
    unserem gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Und genau hier setzen wir
    mit unseren Maßnahmen und auch mit unserem Präventionsförderungsgesetz
    an.“

    „Frühzeitig beginnende Gesundheitsförderung und Prävention sind
    unverzichtbar“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „In einer älter werdenden
    Bevölkerung ist Gesundheit auch im höheren Alter die Voraussetzung für
    Selbständigkeit und aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Wenn wir
    mit unseren Maßnahmen erfolgreich sein wollen, müssen wir“, so Prof. Pott
    weiter, „den Alltag, die Lebenswelten und Lebenslagen der Menschen
    berücksichtigen und möglichst konkrete Hilfen anbieten.“

    Auch Präventionsangebote, die erst im Alter einsetzen, wirken sich noch
    auf die Gesundheit und Selbständigkeit positiv aus. Ein gelungenes
    Beispiel dafür sind Programme zur Vermeidung von Stürzen. Durch Training
    von Kraft, Ausdauer und Bewegung kann bei älteren Menschen ein
    Leistungszuwachs von bis zu 40 Prozent erzielt werden. Solche Maßnahmen
    führen zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität von älteren
    Menschen und zum Erhalt von Selbständigkeit.

    Auch die psychische Gesundheit spielt gerade im Alter eine wichtige Rolle
    für die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. So belegt eine im Auftrag
    der BZgA durchgeführte Studie, dass ein Teil der älteren Menschen das
    Älterwerden in unsicheren, ungesunden und auch einsamen Lebenssituationen
    meistern muss. Es ist davon auszugehen, dass rund ein Viertel der Menschen
    im Alter von psychischen Störungen und Erkrankungen betroffen ist.

    Ebenfalls nimmt das Thema Demenz mit zunehmendem Alter zu. Deutschlandweit
    sind etwa 1,4 Millionen Menschen davon betroffen. Eine eigenständige
    Lebensführung ist in vielen Fällen nicht mehr möglich. Bis zum Jahr 2050
    werden drei Millionen Demenzerkrankte prognostiziert, sofern kein
    Durchbruch in der Forschung zur Therapie gelingt. Vor diesem Hintergrund
    ist die Gestaltung des Lebens mit Demenz ein wichtiges Diskussionsthema
    bei der Konferenz.

    Die Beiträge des Kongresses zeigen alltagsnahe Möglichkeiten und
    Strategien der Gesundheitsförderung auf. Es geht beispielsweise um
    Wechselwirkungen und Synergieeffekte zwischen körperlicher Aktivität und
    psychischer Gesundheit. Vorgestellt werden aktuelle Daten zum Stand der
    medizinischen Forschung, regionale Angebote und Praxisbeispiele.
    Präsentiert wird beispielsweise das Bewegungsnetzwerk 50+ des Deutschen
    Olympischen Sportbunds. Hier geht es darum, differenzierte Sport- und
    Bewegungsangebote für die Generation 50+ in den Kommunen zu fördern.

    Tagungsbegleitend erfolgt eine Einführung in Tai Chi, eine Fitness- und
    Gesundheits¬sportart, die auf schonende Art auch bei älteren Menschen
    Gleichgewicht, Koordination und Muskelaufbau fördert, ohne zu überfordern.

    Weitere Informationen: http://www.gesund-aktiv-aelter-werden.de

    Alte Menschen – Expertise zur Lebenslage von Menschen im Alter zwischen 65
    und 80 Jahren. Band 44 der Reihe „Forschung und Praxis der
    Gesundheitsförderung“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
    Das Fachheft ist kostenlos zu beziehen unter: BZgA, 51101 Köln, Fax:
    0221-8992257, E-Mail: order@bzga.de, www.bzga.de
    Das Fachheft steht zum Download unter
    http://www.bzga.de/infomaterialien/forschung-und-praxis-der-gesundheitsf...

    _______________________________
    Kontakt:
    Dr. Marita Völker-Albert
    Pressesprecherin der
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
    51101 Köln
    Tel. 0221-8992280
    Fax: 0221-8992201
    E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de
    http://www.bzga.de

    RSS-Feed: http://www.bzga.de/rss-presse.php
    Twitter: http://www.twitter.com/bzga_de

    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im
    Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

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