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    Gesamtgesellschaftliche Bedeutung fachgerechter geriatrischer Versorgung weiter gestiegen

    Bundesverband Geriatrie diskutierte auf Jahreskongress über Qualitätssicherung, innovative Versorgungskonzepte und Kooperationsvorhaben / Überlegungen der Koalitionsverhandlungen werden diskutiert / Hohe Zahl an Aufnahmeanträgen

    Fragen des Ausbaus der geriatrischen Versorgungsstrukturen, der Qualitätssicherung, der Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachrichtungen und der Finanzierung von geriatriespezifischen Akut- und Rehaeinrichtungen standen im Mittelpunkt der Jahresmitgliederversammlung des Bundesverbands Geriatrie e.V. in der vergangenen Woche in Lingen/Ems. „Die ungebrochen steigenden Fallzahlen in der geriatrischen Akutversorgung und Rehabilitation belegen die besondere und wachsende Bedeutung, die der Geriatrie vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zukommt“, so Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbands, zum Abschluss des Kongresses. „Dies spiegeln auch erste Rückmeldungen aus den aktuell laufenden Koalitionsverhandlungen wieder, bei denen die fachspezifische Versorgung geriatrischer Patienten durch die Geriatrie vor dem Hintergrund der steigenden Pflegezahlen besonders diskutiert wird.“
    Auf der Tagung hatten die Teilnehmer ihr Anliegen bekräftigt, auch künftig eine am geriatrischen Patienten ausgerichtete, abgestufte und qualitätsorientierte medizinische Versorgung für betagte und hochbetagte Menschen zu gewährleisten. „Die hohen Standards, die unsere inzwischen fast 300 Mitgliedseinrichtungen setzen, sind eine solide Basis für die Umsetzung dieses Ziels“, betonte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands, Ansgar Veer. Gefordert seien bei dem notwendigen Ausbau der Versorgungsstrukturen jedoch nicht nur die Medizin, sondern auch Politik und Kostenträger. Gerade die teils dramatische Unterfinanzierung im Rehabereich gefährde eine bedarfs- und fachgerechte geriatrische Versorgung, insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung.
    Breiten Raum nahm in der Debatte der Auf- und Ausbau eines Systems von geriatrischen Institutsambulanzen und Versorgungsverbunden ein. Mit dem Geriatrischen Versorgungsverbund soll eine qualitativ hochwertige, fachspezifische Versorgung für geriatrische Patienten angeboten werden, die gleichzeitig die Nachteile des sektoral gegliederten deutschen Gesundheitssystems ausgleicht. Insbesondere sollen dabei die Übergänge zwischen den Phasen ambulanter und stationärer bzw. rehabilitativer und akutmedizinischer Behandlung fließend gestaltet und zentrale koordinierende Aufgaben innerhalb der Patientenversorgung übernommen werden.
    Hinsichtlich der Qualitätssicherung betonten die Teilnehmer die Absicht, das Qualitätsnetzwerk Geriatrie des Bundesverbands weiter auszubauen. Damit solle eine Plattform geschaffen werden, die den Gedanken „Lernen vom Anderen“ strukturiert aufgreift und der breiten Mitgliedschaft zugänglich macht. Eine Pilotphase im vergangenen Jahr war sehr erfolgreich verlaufen und hatte die positiven Effekte für die Weiterentwicklung der Versorgungsqualität gezeigt. Das Qualitätsnetzwerk Geriatrie soll die unterschiedlichen Erfahrungshintergründe und die Potentiale der Mitglieder als eine Vielzahl von Lern- und Bereicherungschancen für die Weiterentwicklung einer hochwertigen und wirksamen geriatrischen Versorgungsqualität mobilisieren und nutzbar machen.
    Diskutiert wurde zudem der aktuelle Stand bei der Entwicklung von zertifizierten „Alterstraumatologischen Zentren“ (ZAT). Ziel ist es, bei geriatrischen Patienten die unfallchirurgische Behandlung mit der für eine sachgerechte und fachspezifische Behandlung des betagten bzw. hochbetagten Patienten notwendigen geriatrischen Kompetenz zu verknüpfen. Dies ist von besonderer Bedeutung, da der unfallchirurgische Eingriff bei älteren Menschen zumeist nur das für die Krankenhausbehandlung auslösende Ereignis ist, die geriatrische Multimorbidität, d.h. die regelhaft vorliegenden Begleiterkrankungen, jedoch im Verlauf des Krankenhausaufenthalts den Schwerpunkt der Behandlung bilden. Dieses Vorhaben soll gemeinsam mit den beiden medizinischen Fachgesellschaften aus dem Bereich der Geriatrie sowie der medizinischen Fachgesellschaft der Unfallchirurgie umgesetzt werden.
    Der Mitgliederversammlung lagen 24 Anträge auf Neumitgliedschaft vor. „Das anhaltend große Interesse am Bundesverband Geriatrie bestätigt, dass wir auf dem richtigen Wege sind, um von unserer Seite auch in Zukunft eine fachgerechte geriatrische Versorgung sicherzustellen“, so der Vorstandsvorsitzende Ansgar Veer.

    Bundesverband Geriatrie e.V.
    Vorstandsvorsitzender: Herr Dipl.-Kfm. Ansgar Veer
    Geschäftsführer: Herr Dirk van den Heuvel
    Reinickendorfer Straße 61
    13347 Berlin
    Tel.: 030/339 88 76-10
    Fax: 030/339 88 76-20
    E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de
    Homepage: http://www.bv-geriatrie.de

    Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, die mehr als 280 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 18.500 Betten/Reha-Plätze verfügen. So sind u. a. fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.
    Geriatrie – oder auch Altersmedizin – befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.
    Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.
    Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

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