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Geplante Hausgeburten - sicher und kostengünstig
Der Qualitätsbericht zur außerklinischen Geburt belegt dies eindrucksvoll.
Bedenken gegenüber Hausgeburten sind unbegründet! Die Gesellschaft für Qualitätssicherung in der außerklinischen Geburtshilfe (QUAG e.V.) räumt mit alten Vorurteilen auf.
Seit 1999 dokumentiert und evaluiert QUAG außerklinische Geburten in Deutschland und kommt zu einem eindeutigen Ergebnis. Die Analysen der seit 1999 erfassten ca. 85 000 Geburten beweisen hohe Qualitätsstandards und die Sicherheit geplanter Hausgeburten. Der Qualitätsbericht belegt, dass die Rate medizinischer Interventionen deutlich niedriger ist, als bei geplanten Geburten im Krankenhaus. Das gleiche gilt auch für die kindliche und die mütterliche Mortalität. Während der letzten 10 Jahre verstarb nur eine Mutter, während dies im Krankenhaus pro 23 000 Geburten einmal zutrifft.
Seit Ende Februar liegt der Qualitätsbericht zur Außerklinischen Geburtshilfe für das Jahr 2008 vor. Laut statistischem Bundesamt sind 10 175, bzw. 1,48 % aller Kinder außerklinisch geboren. Darin enthalten sind allerdings auch Geburten, die nicht als außerklinische Geburten geplant waren, wie z.B. Kinder, die auf dem Weg in die Klinik zur Welt kamen. Von 8324 außerklinisch geborenen Kindern, das entspricht 81,8%, liegen Dokumentationen zum Geburtsverlauf vor. Die Analyse zeigt, dass die kindliche Todesrate auch im Jahr 2008 weiterhin sehr niedrig ist. Die perinatale Mortalität beträgt lediglich 0,19 %. Auch 2008 ist bei den außerklinischen Geburten keine Frau in Zusammenhang mit der Geburt verstorben.
Insgesamt wurden 85,3% aller Geburten an dem Ort beendet, an dem sie begonnen wurden. Das heißt, rund 15% der Frauen wurden ins Krankenhaus verlegt. Ursache war meist ein verzögerter Geburtsverlauf oder der Wunsch der Gebärenden nach Schmerzmittel, wie einer Periduralanästhesie, die nur in einem Krankenhaus möglich ist. Die Hälfte aller verlegten Frauen hat anschließend in der Klinik spontan entbunden, bei der anderen Hälfte waren Saugglocke oder Kaiserschnitt nötig. Insgesamt kam es so bei 6 % der außerklinisch begonnenen Geburten zu einem Kaiserschnitt. In der Klinik ist diese Rate sogenannter sekundärer Kaiserschnitten bei normalen Geburten mehr als doppelt so hoch (12,8%).
Bei den vaginalen Geburten wurde bei 6% der Gebärenden ein Dammschnitt nötig und betraf vor allem Erstgebärende; im Krankenhaus beträgt die Dammschnittrate bei allen vaginalen Geburten 29,6%.
70% der Frauen haben während der Geburt irgendeine Art der Intervention erfahren, wie frühe Blasensprengung, Medikamentengaben, inklusive homöopathischer Mittel oder einen Dammschnitt. Bei klinischen Geburten liegt die Interventionsrate bei über 90%.
Die Daten von QUAG belegen wiederholt eindrucksvoll, dass eine geplante außerklinische Geburt so sicher ist, wie eine Geburt im Krankenhaus.
Ein Argument mehr für außerklinische Geburten sind die Kosten: Während die Krankenkassen für eine normale Geburt im Krankenhaus rund 2000 Euro veranschlagen, kostet eine Geburt zu Hause ca. 500 Euro. Im Geburtshaus kommen noch einmal 550 Euro dazu, um die Betriebskosten zu decken.
Die Gesellschaft für Qualitätssicherung in der außerklinischen Geburtshilfe setzt sich dafür ein, dass eine Geburt, unabhängig vom Geburtsort und der Geburtsart (Normal/Kaiserschnitt) von den Krankenkassen in gleicher Weise honoriert wird.
- Der Qualitätsbericht zur Außerklinischen Geburtshilfe ist nachzulesen
unter www.quag.de/Publikationen
Ansprechpartnerinnen:
Anke Wiemer
"Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe", QUAG e.V.
K.- Fischer- Str. 17 d15859 St
Tel./Fax 033678-41276
Email: geschaeftsstelle@quag.de
Wiss. Ansprechpartnerin (Beiratsmitglied QUAG e.v.):
Prof. Dr. Beate Schücking
Forschungsschwerpunkt Maternal & Child Health; Fachbereich Humanwissenschaften,
Universität Osnabrück,
Tel: (0541) 969-2452,
Fax: (0541) 969-2450,
E-mail: beate.schuecking@uos.de
http://www.maternal-health.de
Pressekontakt:
Dr. Edith Wolber
Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e.V.
74909 Meckesheim
Bergstraße 3
Mail: wolber@hebammenverband.de
Tel: 06226/429400
www.hebammenverband.de



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