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    Gelenkschmerzen: Muss immer operiert werden? - HBO bei aseptischen Knochennekrosen und Knochenmarködem

    Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) kann als konservative Behandlungsmethode bei Ödemen im Knochenmark und absterbendem Knochen Gelenkersatz vermeiden.

    Traunstein, 19.12.2012 – Schmerzende Bewegungen in Fuß, Knie, Hüfte oder Schulter belasten sowohl im Privat- als auch Berufsleben. Sie verursachen Jahr für Jahr in Deutschland Krankenstände bis hin zur Arbeitsunfähigkeit bei tausenden Menschen. Oft stehen am Ende des Leidenswegs Operationen und Gelenkersatz. Dabei ließe sich dies häufig durch eine frühzeitige und umfassende Behandlung der Flüssigkeitsansammlung im Knochenmark (Ödem) und des beginnenden Absterbens von Knochensubstanz vermeiden.

    Adjuvant und sanft, wenn Knochentod und Gelenkersatz drohen

    Die Ursache für diese Erkrankungen, die als aseptische Knochennekrosen oder am Kniegelenk als Morbus Ahlbäck bezeichnet werden, ist meist unbekannt. Unklare, oft nur leichte Gelenkschmerzen führen dazu, dass nicht entzündungsbedingte Knochenveränderungen im Frühstadium zunächst unerkannt bleiben. Häufig wird erst bei der Kernspin- (MRT) -Untersuchung zunächst ein Knochenmarködem-Syndrom (KMÖS) festgestellt, eine vermehrte Wasseransammlung im Knochen. Neben den üblichen „konservativen“ Therapieansätzen wie Ruhigstellung, Entlastung der Gelenke, physikalische und medikamentöse Therapien kann dann der zusätzliche Einsatz der hyperbaren Sauerstofftherapie, kurz HBO, entscheidende Vorteile bringen, wenn es zu keiner ausreichenden Linderung der Beschwerden kommt.

    Je weniger die Knochennekrose oder das KMÖS fortgeschritten ist, umso besser stehen die Chancen selbst für völlige Heilung des erkrankten Gelenkes. Wird nicht frühzeitig therapiert, kommt es zu irreparablen Schäden: Dem betroffenen Gelenk droht Arthrose bis zur völligen Zerstörung der Gelenkkontur und letztlich dem kompletten Gelenk der Ersatz durch Endoprothesen.

    Langzeitstudie zur HBO-Therapie belegt stabile Behandlungsresultate

    „Gerade bei jüngeren Patienten sollten diese nicht risikoarmen Operationen vermieden werden, da ein künstliches Gelenk niemals das eigene vollständig ersetzen kann und auch nicht ein Leben lang hält“, betont Johannes von Reumont, ärztlicher Leiter am Druckkammerzentrum Heidelberg. In einer klinischen, über mehr als zehn Jahre durchgeführten Langzeitstudie zur HBO-Therapie[1] zeigte sich in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Orthopäden und anderen Behandlungszentren bei über 570 Patienten, dass die HBO als etabliertes, konservatives und risikoarmes Behandlungsverfahren eingesetzt werden kann: In der Mehrzahl der behandelten Fälle lassen sich endoprothetische Eingriffe, also Gelenkersatz, und die damit verbundenen Risiken vermeiden. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist der rechtzeitige Einsatz der HBO unter Fortführung der sonstigen Behandlungsmaßnahmen. Bei fortgeschrittenen Stadien sollte frühzeitig an eine Kombination chirurgischer Maßnahmen und begleitende HBO-Therapie gedacht werden. Als höchst wirksam und nachhaltig erwies sich die Behandlung von KMÖS ausschließlich mit der HBO.

    HBO: Eine Patienten schonende und für Kostenträger wirtschaftliche Therapie

    Mit der Hyperbaren Sauerstofftherapie versuchen Ärzte, das Gewebe durch vermehrte Sauerstoffzufuhr vor dem Absterben zu bewahren. In einer medizinischen Druckkammer atmet der Patient über eine Maske oder ein Kopfzelt reinen Sauerstoff ein. Der Druck sorgt dafür, dass mehr Sauerstoff im Körper gelöst wird. Der Einsatz der HBO-Therapie bei KMÖS und aseptischen Knochennekrosen stützt sich darauf, dass unter optimaler Sauerstoffsättigung des Gewebes die Durchblutungsstörung wieder rückgängig gemacht und ein bestehendes Knochenmarködem durch die Gefäßengstellung vermindert wird. Knochenzellen werden aktiviert und ersetzen abgestorbenen Knochen.
    Für die Anwendung der HBO bei der Hüftkopfnekrose liegen z.B. wissenschaftliche Studien diverser Evidenzklassen bis zur Klasse 1b vor, die den Einsatz der HBO bei aseptischen Knochennekrosen und KMÖS rechtfertigen. [2] Dass auch die bereits jetzt vorhandene wissenschaftliche Datenlage den Einsatz der HBO bei aseptischen Knochennekrosen und KMÖS stützt, machen Private Krankenversicherungen und Beihilfe vor: Sie übernehmen in der Regel die Behandlungskosten für die HBO bei aseptischen Knochennekrosen und KMÖS als eine für Patienten und Kostenträger wirtschaftliche und zudem schonende Therapie.

    Für die HBO-Therapie zertifizierte Druckkammerzentren gibt es in ganz Deutschland. Sie sind über die Internetseiten des Verbands Deutscher Druckkammerzentren (VDD) e.V. auf http://www.vdd-hbo.de direkt auffindbar.
    Weitere Informationen für Fachkreise: http://www.vdd-hbo.de/node/81

    [1] Die Behandlung des KMÖS - Osteonekrose, Indikationen, Behandlungsstrategien und klinische Langzeitergebnisse 1999 bis 2011. Update und erstes 5-Jahres Follow up bei der Behandlung des KMÖS am Kniegelenk. Johannes von Reumont, Anke Fabian. Druckkammerzentrum Heidelberg 2011
    [2] EK 1 b-Studie: Camporesi EM, Vezzani G. Hyperbaric Oxygen Therapy in Femoral Head Necrosis.J Arthroplasty 2010; 25 (6 Suppl.): 118-123

    Über den Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V. (VDD):
    Der VDD e.V. vertritt als Berufsverband die Druckkammer-Therapiezentren in Deutschland. Er gibt die Richtlinien für die sichere und professionelle Behandlung mit Hyperbarer Sauerstofftherapie (HBO) vor und betreibt in Zusammenarbeit mit den medizinischen Fachgesellschaften den Erfahrungsaustausch zum Einsatz der Hyperbarmedizin in Deutschland. Der VDD e.V. informiert medizinische Fachkreise und Patienten über die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) und die Weiterentwicklung der Therapiemöglichkeiten. Internet: www.vdd-hbo.de

    Über die HBO:
    Die Hyperbare Sauerstofftherapie hat ihre Ursprünge in der Tauchmedizin. So ist sie bis heute bei Tauchunfällen mit Dekompressionserkrankung (DCS), aber auch bei schweren Rauchgasvergiftungen und CO-Intoxikation internationaler Standard. Auch für den stationären Einsatz der HBO beim diabetischen Fußsyndrom (DFS) sind die Bewertungen des für die Beurteilung neuer Heilmethoden zuständigen sogenannten „Gemeinsamen Bundesausschusses - GBA“ positiv. Die DGfW e.V. empfiehlt in ihren „S 3 Leitlinien zur Lokaltherapie chronischer Wunden“ die HBO als Therapieoption bei drohender Amputation beim DFS.
    Die Überdruckmedizin ist eine adjuvante Therapieoption für zahlreiche Indikationen. Sie fördert die Regeneration im menschlichen Körper. Sauerstoff, unter Überdruck in der Therapie-Druckkammer eingeatmet, löst sich um ein Mehrfaches. Der hohe Sauerstoff-Partialdruck wirkt positiv auf das Gewebe und auf die Kapillaren und führt zur Regeneration von Sinnes- oder Knochenzellen und Gewebe. So kann die HBO-Therapie auch dann noch mit Erfolg eingesetzt werden, wenn Standard-Behandlungen unbefriedigend verlaufen.
    Bevorzugte Einsatzgebiete sind Hörsturz, akuter einseitiger Tinnitus, Knalltrauma bzw. Schalltrauma, nicht heilende Wunden, Knochenmark-Ödemsyndrom und aseptische Knochennekrosen, späte Bestrahlungsfolgen bzw. Bestrahlungsschaden nach Krebsbestrahlung an Kopf, Hals, Blase oder Darm, interstitielle Zystitis, Fazialisparese Retinitis pigmentosa. Die HBO ist eine sanfte und zudem nebenwirkungsarme Therapie.

    Pressekontakt:
    Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V.
    Herr Dr. med. Christian Heiden (Vorsitzender),
    Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Allergologie,
    plastische Operationen, Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM e.V.)
    Druckkammerzentrum Traunstein, Cuno-Niggl-Str. 3, 83278 Traunstein
    Telefon 0861/15967 – Notdienst-Telefon: 0180-000 48 81
    E-Mail: heiden@vdd-hbo.de; Internet: www.vdd-hbo.de

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