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    Gelenkrheuma: Medikamente erhöhen die Lebensqualität

    Gelenkrheuma - auch chronische Polyarthritis oder rheumatoide Arthritis genannt - bedeutet für Betroffene ein Leben mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Gelenkrheuma spielt sich zwar - wie der Name sagt - in den Gelenken ab, ist aber eine entzündliche und sehr schmerzhafte Systemerkrankung. Sie führt nicht nur zur Entzündung und Schädigung von Knorpel, Knochen, Muskeln und Bändern, sondern kann auch andere Organe befallen.

    Gelenkrheuma zählt zu den Autoimmunerkrankungen.

    Das heißt, der Körper greift sich selbst an. Es entstehen Entzündungsprozesse. Daraus resultierend vermehren sich die Zellen des Bindegewebes und bilden eine Schicht, die stetig größer wird. Dies führt zur Schädigung des Gelenkknorpels mit späteren Knochenschäden und der Zerstörung der Gelenkkapsel. Finger und Zehen können sich verformen und letztlich ihre Funktion verlieren.

    Traditionelle Medikamenten-Therapie

    Die chronische Erkrankung, die schubartig verläuft, ist zwar nicht heilbar, aber doch sehr gut behandelbar. Voraussetzung ist allerdings, dass Diagnostik und Therapie so früh wie möglich einsetzen. Eine zentrale Rolle spielt die medikamentöse Behandlung. „Gelenkrheuma wird grundsätzlich mit drei Medikamentengruppen behandelt: 1. Kortison als schnellstes und effektivstes Medikament zur Hemmung der Entzündung, 2. kortisonfreie Rheumaschmerzmittel wie Diclofenac oder Ibuprofen, die auch entzündungshemmend wirken und 3. langfristig wirkende Präparate, so genannte Basismedikamente wie Methotrexat. Wichtig ist es, für jeden Patienten die optimale Kombination zu finden. Bei der Mehrzahl der Patienten nimmt diese Medikation sehr gut die Schmerzen, führt zu mehr Beweglichkeit und erhöht die Lebensqualität“, erklärt Wulf-Dieter Behnert, Leiter der Internistischen Rheumatologie der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel und dort niedergelassener Internist und Rheumatologe.

    Biologika – neuartige Medikamentenklasse

    Biologische Medikamente – Biologika oder englisch: biologicals genannt – unterscheiden sich grundsätzlich von der traditionellen medikamentösen Behandlung bei Gelenkrheuma. Warum das so ist, erläutert der Rheuma-Experte: „Biologika wurden im Zuge der Erbgutforschung entwickelt. So konnte der Bauplan für Entzündungsprozesse bei Gelenkrheuma entschlüsselt werden. Und wenn man den Bauplan kennt, kann man gezielte Veränderungen vornehmen. So können diese synthetisch hergestellten menschlichen Eiweißmoleküle gezielt in den Mechanismus des Gelenkrheumas eingreifen“.

    Das Übel an der Wurzel packen

    Biologika blockieren gezielt körpereigene Entzündungsstoffe wie die Immun-Botenstoffe TNF-Alpha und Interleukine. Diese Stoffe sind die Hauptübeltäter bei lokalen und systemischen Entzündungen. Auch B- und T-Lymphozyten, also Zellen, die den Abwehrvorgang des Immunsystems steuern, nehmen sie „aufs Korn“. So wird das Fortschreiten der Gelenkentzündung gestoppt und eine Gelenkzerstörung verhindert.

    Nur bei sehr schwerem Krankheitsverlauf

    Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Durch den Eingriff der Biologika in das Immunsystem, wird dieses leicht geschwächt. Das muss keine Folgen haben. Aber Krebspatienten und Patienten mit schweren Infektionserkrankungen sind wegen dieser Immunsuppression sicherheitshalber von der biologischen Therapie ausgeschlossen. „Biologika dürfen zurzeit nur dann eingesetzt werden, wenn die traditionelle Rheuma-Therapie nicht hilft oder die Krankheit extrem schwer verläuft. Durch die sehr aufwendige Entwicklungs- und Produktionsarbeit der Substanzen kostet eine Behandlung pro Patient und Jahr zwischen 15.000 und 25.000 Euro“, sagt Oberarzt Behnert. Der engagierte Rheumatologe geht davon aus, dass die erfolgreiche Behandlung mit Biologika weiterhin nebenwirkungsarm bleibt. Und er hofft, dass die Kosten etwa durch auslaufende Patente und vermehrte Konkurrenz sinken werden, um mehr Patienten behandeln zu können.

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