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    Früherkennung mit Röntgenstrahlung: Chefarzt der Radiologie des Klinikums Frankfurt Höchst als Experte beim Hessentag am 14.6.

    Frankfurt a.M. Kann man für die Brustkrebsfrüherkennung die Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) durch Verfahren ersetzen, die keine Röntgenstrahlung benötigen, wie Ultraschall oder Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)? Sollte sich heute jeder Raucher einer Lungenkrebs-Früherkennung mit der Computertomographie unterziehen? Und nach welchen Kriterien kann man abschätzen, ob die Anwendung einer Röntgenuntersuchung eher nutzt als schadet? Antworten auf diese Fragen gibt der Leiter des Brustzentrums (Diagnostik) und Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin Schwerpunkt Radiologie am Klinikum Frankfurt Höchst, Prof. Dr. med. Markus Müller-Schimpfle, im Expertengespräch „Röntgenstrahlenschutz? Wir kümmern uns darum!“ beim Hessentag in Bensheim am Samstag, 14. Juni 2014, um 15 Uhr in der Halle 1.

    Vor etwa 50 Jahren wurde damit begonnen, die Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs einzusetzen. Seither konnte in großen vergleichenden Studien gezeigt werden, dass sie in der Lage ist, die Brustkrebssterblichkeit zu senken. Man nimmt heute an, dass durch die zweijährliche Mammographie im Alter zwischen 50 und 69 Jahren nach zehn Jahren Screening von 1.000 Frauen zwei von acht an Brustkrebs versterbenden Frauen durch diese Früherkennung gerettet werden können. Insgesamt werden von 1.000 Frauen in Bezug auf das gesamte Leben 200 an einem der verschiedenen Krebsarten versterben, ca. 40 an Brustkrebs (3,9 Prozent aller Todesursachen bei Frauen in 2012); daran erkranken werden im Laufe ihres Lebens von 1.000 Frauen ca. 100.

    Doch bei wie vielen Frauen wird durch die Anwendung der Röntgenstrahlung ein Krebs ausgelöst? „Zwar ist die Berechnung des Strahlenrisikos mit gewissen Fehlern und Annahmen verbunden. Man geht jedoch heute bei sehr vorsichtiger Betrachtung davon aus, dass bei ungünstigsten Annahmen das zusätzliche Krebsrisiko durch Röntgenstrahlung nach zehn Jahren Mammographie bei 0,3/1.000 Frauen liegt. Das bedeutet, dass weit mehr als 300 mal mehr Frauen an einem Mammakarzinom (Brustkrebs) durch den natürlichen Verlauf erkranken als durch Mammographien ausgelöst werden könnte. Auch könnten über 30 mal mehr Frauen durch die Mammographie gerettet werden als potenziell durch sie erkranken“, erläutert Professor Müller-Schimpfle, der die Einladung zur Podiumsdiskussion durch das hessische Ministerium für Soziales und Integration gern angenommen hat.

    Für den Lungenkrebs konnten große Studien der letzten zehn Jahre zeigen, dass für starke Raucher (> 30 Jahre mit einer Packung pro Tag, sog. Packungsjahre) im Alter über 55 Jahre eine ähnliche Sterblichkeitssenkung für Lungenkrebs durch die Niedrig-Dosis- Computertomographie der Lunge möglich ist wie für den Brustkrebs durch die Mammographie. Da der Lungenkrebs mit ca. 70 von 1.000 männlichen und 33 von 1.000 weiblichen Todesfällen insgesamt häufiger zum Tode führt als der Brustkrebs, wäre der zu erwartende absolute Effekt sogar noch größer. Allerdings sind neben den Aspekten der Epidemiologie und des Strahlenschutzes noch weitere medizinische wie nicht-medizinische Aspekte zu bedenken, wie beispielsweise das Risiko einer unnötigen Behandlung. „Die Diskussionen zur Kosten-Nutzen-Bewertung hinsichtlich der Lebensjahre in Relation zur Gesundheit wird daher andauern und ist letztlich von der individuellen wie gesellschaftlichen Einschätzung geprägt“, unterstreicht der Chefarzt der Radiologie am Klinikum Frankfurt Höchst.

    Über das interdisziplinäre Brustzentrum
    Das Brustzentrum am Klinikum Frankfurt Höchst ist ein Kompetenzzentrum für die Behandlung von bösartigen und gutartigen Brusterkrankungen. Das Zentrum ist sowohl nach europäischen Richtlinien (EUSOMA-Brustzentrum) als auch nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Zudem ist das Brustzentrum Frankfurt Höchst, vertreten durch Prof. Dr. med. Volker Möbus, koordinierende Klinik des DMP Brustzentrums Frankfurt/Rhein-Main und Mitglied des Westdeutschen Brustzentrums (WBC). Das Brustzentrum ist diagnostischer und operativer Partner der Mammographie-Screening-Einheit Frankfurt/Main-Taunus-Kreis sowie Darmstadt. Die Abklärung und Behandlung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen der Brust erfolgt durch ein spezialisiertes Team von Radiologen, Gynäkologen, Pathologen, Onkologen, Psycho-Onkologen und weiteren Partnern. In wöchentlich stattfindenden präoperativen und postoperativen Fallkonferenzen werden vom Team des Brustzentrums für jede betroffene Patientin individuelle Behandlungskonzepte erarbeitet, die auf dem neuesten und höchsten klinischen und wissenschaftlichen Niveau liegen. Die ausgezeichnete medizinische Ausstattung des Brustzentrums garantiert eine optimale Diagnostik, ebenso wie die operative und medikamentöse adjuvante Therapie. Die externe Qualitätssicherung der Mammachirurgie (GQH, DMP, EUSOMA) und das Benchmarking des Westdeutschen Brustzentrums (WBC) ermöglichen eine stetige Kontrolle und Verbesserung der Behandlungsqualität.

    Über das Klinikum
    Die Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Markus Müller-Schimpfle, Schwerpunkt Radiologie, und Prof. Dr. med. Martin Bendszus, Schwerpunkt Neuroradiologie, leistet bildgestützte Diagnostik und Therapie in der ambulanten und stationären medizinischen Rund um Versorgung. Dafür stehen erfahrene Radiologen und sorgfältig ausgebildetes medizinisch technisches Personal genauso zur Verfügung wie modernste Geräte und leitlinienbezogene Behandlungsstandards.

    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich ca. 34.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2018 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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