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Erster Weltkongress zur Borderline-Persönlichkeitsstörung in Berlin
Der 1. Internationale Kongress zur Borderline-Persönlichkeitsstörung findet von Donnerstag, den 1. Juli, bis zum Samstag, den 3. Juli 2010, in Berlin statt. Der Dachverband der Dialektisch-Behavioralen Therapie e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) laden ein.
Grundlagenforscher, Therapie-Entwickler und klinisch tätige Psychotherapeuten diskutieren auf dem 1. Internationalen Kongress zur Borderline-Persönlichkeitsstörung vom 1. bis zum 3. Juli 2010 in Berlin die neuesten Entwicklungen zum Thema. Auch Familienangehörige und Betroffene nehmen am Kongress teil. Der Veranstalter, der Dachverband Dialektisch-Behaviorale Therapie e.V., erwartet mehr als 1.000 Teilnehmer aus 40 Ländern. Die DGPPN begrüßt und unterstützt das Engagement des Dachverbands Dialektisch-Behaviorale Therapie e.V., den ersten Weltkongress zur Borderline-Persönlichkeitsstörung zu organisieren. „Eine solche Veranstaltung ist angesichts der Brisanz des Themas längst überfällig“, so DGPPN-Präsident Professor Frank Schneider.
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine schwerwiegende psychische Störung, die mit Beginn in der Adoleszenz auftritt. Etwa sechs Prozent der Jugendlichen in Deutschland fügen sich regelhaft Selbstverletzungen zu, quälen sich mit Selbstmordgedanken und nehmen Drogen um sich zu beruhigen. Die meisten der Betroffenen haben Schwierigkeiten, die Berufsausbildung abzuschließen und viele verbringen wertvolle Jahre ihres Lebens in psychiatrischen Kliniken. Schwere Missbrauchserfahrungen in der Kindheit - insbesondere im engeren Familienkreis - können die Krankheit auslösen. In der Regel kommt eine genetische Veranlagung hinzu. Wusste man lange Zeit nur wenig über dieses häufige Störungsbild, so hat sich der Wissensstand in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert. Auch bei den Behandlungsmethoden der Störung hat es Fortschritte gegeben. Mit der sogenannten Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) wurde erstmals eine störungsspezifische Verhaltenstherapie entwickelt, die sich wissenschaftlich als wirksam erwiesen hat. In Deutschland werden jährlich etwa vier Milliarden Euro für die stationäre Behandlung von Borderline-Patienten ausgegeben. Das machen etwa 15 Prozent an den gesamten Kosten für psychische Erkrankungen. Gegenüber der stationären Versorgung weist die ambulante Versorgung Defizite auf. Das liegt der Einschätzung der DGPPN entsprechend daran, dass es zu wenige ausgebildete Therapeuten gibt und die Finanzierung der Therapie durch die Krankenkassen schwierig ist. So erhalte nur etwa einer von tausend Betroffenen eine wirksame ambulante Behandlung.
- Informationen zum Kongress: http://www.borderline-congress.org
Informationen zur DGT: http://www.dachverband-dbt.de/index.php
Informationen zur DGPPN: http://www.dgppn.de
Diese Pressemitteilung steht für Sie auch zum Download unter: http://media.dgppn.de/mediadb/media/dgppn/pdf/presseinfo/2010/pm-2010-14... [43KB; PDF] zur Verfügung.



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