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    Epilepsie – Wenn Medikamente nicht helfen

    In Deutschland leben zirka 125.000 Kinder/Jugendliche mit Krampfanfällen, doch bei etwa 20 bis 30% führen die Tabletten nicht zum gewünschten Erfolg. Es ist ein wesentliches Ziel der Ernährungstherapie die Abschwächung auftretender Krampfanfälle - dies ist jedoch nur bedingt erfolgreich. Welche Mechanismen dafür verantwortlich sind, dass die Ernährungstherapie die Anzahl der Anfälle verringert, ist unbekannt. Die Idee, Epilepsie mit Hilfe einer speziellen Diät zu therapieren, kam bereits in der Antike auf. Frühe Aufzeichnungen des Arztes Hippokrates belegen dessen erfolgreiche Versuche, Epilepsiekranke durch strenges Fasten von ihren Anfällen zu befreien.

    Die ketogene Diät verändert den Körper- bzw. Hirnstoffwechsel grundlegend, so dass der Körper nicht mehr auf Kohlehydrate als Energielieferant zugreift, sondern auf Fett. Diese extrem fettreiche Kost führt erstaunlicherweise zu einer Veränderung im Stoffwechsel des Gehirns. Das Ergebnis: Anfälle werden weniger oder bleiben ganz aus.
    1920 behandelte ein amerikanischer Arzt Dr. Russel M. Wilder an der Mayo Clinic in Rochester (New York) Epilepsie kranke Kinder. Er entwickelte für seine kleinen Patienten eine extrem fettreiche und kohlenhydratarme Diät. Solch eine Ernährung setzt den Fastenstoffwechsel in Gang. Also: Fette und Proteine statt Kohlenhydraten.
    Dr. Russel M. Wilder: Seine ketogene Kost (Low Carb) war sehr erfolgreich! Diese ketogene Diät wird schon seit der Antike zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt.
    1925 veröffentlichte Wilder im Journal of the American Medical Associati-on seine Studie. M. G. Peterman von der Mayo Clinic berichtet: Von 37 behandelten Kindern wirkte diese Therapie nur auf 2 Kinder nicht! 13 Kinder hatten nur noch zur Hälfte Anfälle. Bei 22 Kindern verringerten sich die Anfälle um 90 Prozent. 1940 wurden von der Pharma-Industrie neue Medikamente gegen Epilepsie entdeckt und diese Ernährungsform geriet in Vergessenheit. Erst seit zirka 10 Jahren wird diese ketogene Kost als Therapie wieder eingesetzt, denn auf ein Drittel der Patienten sprechen die Medikamente nicht ausreichend an.
    Verantwortlich, dass die ketogene Kost wieder in Erinnerung trat, ist ein amerikanischer Filmproduzent. Sein kleiner Sohn wurde durch die ketogene Diät von seinen Anfällen befreit! Medikamente haben ihm nicht geholfen. Er gründete die Stiftung: Charlie Foundation, die entsprechende Forschungen unterstützt und machte die Heilung seines Sohnes mit Filmen publik. Heute wird diese ketogene Kost bereits in über 45 Ländern eingesetzt. In der Schweiz (Zürich) auch in einem Kinderspital.
    2001 hat es eine Studie von Forschern des Johns Hopkins Hospitals in Baltimore mit Kindern gegeben, die sehr erfolgreich war! Nach einer einjährigen Diätphase war bei 49 Prozent der behandelten Kinder die Häufigkeit epileptischer Anfälle um mehr als 90 Prozent verringert.
    2005 im September – wurde bei einer Konferenz gesagt, dass es bis heute keine Medikamenten-Studien gäbe, die ähnlich gute Ergebnisse zeigten.
    Der Grund für die positive Wirkung von kohlenhydratarmer Kost könnten die so genannten Keton-Körper sein, die die Leber während der Ketose als Energieträger bildet. Zum Beispiel drosselt möglicherweise die Ketose bei Epilepsie die Hyperaktivität der Gehirnzellen.
    2007 gab es Studien an der Universitätsklinik in Tübingen an Patienten, die an schwer therapierbaren Hirntumoren litten. Auch an der Universitätsklinik in Würzburg gab es Studien über Patienten mit verschiedenen Krebsarten in einem weit fortgeschrittenen Stadium. Die Patienten galten als austherapiert! Bei einem Teil der Patienten verlangsamte sich das Tumorwachstum, der Allgemeinzustand verbesserte sich beachtlich bei einer kohlenhydratreduzierten Kost.
    Eine ketogene Diät ist vor allem bei Epilepsiepatienten sinnvoll, die kaum auf Medikamente ansprechen - besonders bei Epilepsieformen die im Säuglings- bzw. Kleinkindalter auftreten wie das West-Syndrom und das Dravet-Syndrom.
    Patienten sollten eine solche Epilepsiediät niemals auf eigene Faust und ohne fachmännischen Rat beginnen. Low Carb Ernährung wird derzeit auch für weitere Krankheitsbilder untersucht. Dazu zählen unter anderem Alzheimer, Schlaganfall, Depressionen, multiple Sklerose, Autismus, Migräne sowie neurodegenerative Leiden wie Parkinson, amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Bei dieser Demenzerkrankung vermuten Forscher einen gestörten Fett- und Zuckerstoffwechsel im Gehirn, der sich durch eine fettreiche und kohlenhydratarme Kost womöglich verlangsamen lässt.

    Zitat von Adelheid Wiemer-Kruel, Leitende Oberärztin im Epilepsiezentrum Kork in Kehl am Rhein:
    Frau Wiemer-Kruel sagt: „Gerade bei Epilepsie ist eine ketogene Diät sehr wirksam. Auch bei autistischen Kindern sehen wir, dass sich dadurch etwas verbessert.“
    2010 wurde diese Esstherapie als Behandlungsoption bei kindlichen Epilepsien in die Leitlinien der Gesellschaft für Neuropädiatrie aufgenommen.
    Dieses Zitat habe ich vom Focus Nr. 25 (2012)
    Veröffentlichung nur mit Quellennachweis!

    Firmeninformation:
    Jutta Schütz (Schriftstellerin/Autorin, Journalistin, Psychologin, Dozentin, Mentorin) schreibt Bücher, die anspornen, motivieren und spezielles Insiderwissen liefern. Weitere Informationen zur Autorin und ihren Büchern findet man im Verlag „tredition“, im Kultur-Netzwerk (Kommunikationsplattform für Kunst, Literatur, Musik, Film, Bühne, Entertainment und Medien), fitgesundschoen.

    Pressekontakt:
    Jutta Schütz
    Arndtstraße
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