medcom24 - Das Presseportal für Medizin & Gesundheit im Internet.

Deutschlands Datenbank für Presseinformationen aus dem Gesundheitswesen.

Benutzeranmeldung

Bleiben Sie mit - medcom24 - immer auf dem Laufenden!

Kooperationen / Partner

RSS - Newsfeed

Inhalt abgleichen

Feed anzeigen und abonnieren• Sitemap anzeigen

    Presseportal Kostenlos Online PR RSS News Public Relations Veröffentlichen Web 2.0 Gesundheit Journalisten Presse Redaktionen Healthcare Medizin Pressemeldungen PKs Kommunikation Pressekonferenzen Termine Kostenfrei PI Presseinformationen Werbung Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen VAs Marketing PR-Agenturen Veranstaltungen


      Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband


      Geprüft auf Sicherheit durch:
      Web-Browser optimiert.

    Enrichment statt Enlargement: Warum Ärzte bereits jetzt mit ihren Patienten über Health Wearables reden sollten

    Ärzte stehen abseits der Entwicklung?
    Die Anzahl der Nutzer von Health Wearables und Activity Trackern steigt kontinuierlich an. Auch wenn der Zuwachs in Deutschland weit unter dem in den USA liegt, kann man schon seit längerer Zeit nicht mehr von einem Modetrend sprechen, sondern es handelt sich um eine manifestierten Entwicklung. Niedergelassene Ärzte reagieren bislang zurückhaltend bis ablehnend auf die Verwendung von Wearables / Activity Rackern im Rahmen ihrer Patientenbeziehungen. Die Gründe:
    – es existiert eine auf den ersten Blick fast unüberschaubare Vielfalt an Geräten,
    – den Medizinern fehlen spezielle Kenntnisse zu den Anwendungs- und Auswertungsmöglichkeiten,
    – viele Aspekte des konkreten Wearable-Einsatzes und ihrer Informationen sind noch nicht geklärt (z. B. Datenschutz),
    – es existieren keine Studien oder Richtlinien und ?- die Abrechnungsmöglichkeiten sind limitiert.
    In Kombination mit dem Zeitdruck, dem sich viele Ärzte in ihren Patientengesprächen ausgesetzt sehen, fällt die Kosten-Nutzen-Abwägung für Health Wearables als Bestandteil der Patientenkommunikation negativ aus.
    Ablehnung aufgrund eines Denkfehlers
    Doch diese Negierung ist ein strategischer Fehler, der – wie Gruppendiskussionen mit niedergelassenen Ärzten zeigen – auf einem falschen Denkansatz beruht. Es geht gegenwärtig nicht darum, einzelne Geräte zu kennen oder mit Patienten Daten auszutauschen und hierdurch beispielsweise Arzt-Patienten-Gespräche um eine neue Dimension zu erweitern (Enlargement). Da abzusehen ist, dass die Thematik sukzessive von Patienten in die Praxen getragen wird, sollte die augenblickliche Phase dazu verwendet werden, mit ihnen über das Thema geräteunspezifisch und allgemein-beiläufig zusprechen: verwendet der Patient ein solches Gerät und – wenn er dies bejaht – wozu setzt er es ein, d. h. welche Daten kontrolliert er. Die Gesprächs-Strategie ist also darauf gerichtet, grundsätzliches Interesse zu bekunden und Patienten in der Anwendung zu bestärken, ggf. auch einen Vorschlag zu unterbreiten, wie die verabredete Therapie mit der Wearable-Anwendung koppelbar ist (vgl. Punkt 3).
    ?Der Enrichment-Ansatz und sein Nutzen?
    Diese Enrichment-Strategie, die auch nicht bei jedem Patienten notwendig ist, nimmt nur äußerst kurze Gesprächszeit in Anspruch, hat aber weitreichende Effekte:
    (1) Aufbau einer neuen, zukunftsorientierten Patienten-Zielgruppe?
    Die Anwendung von Health Wearables durch Patienten ist Indiz für ein stark ausgeprägtes Gesundheitsinteresse. Wer seine Fitness- und Köperdatendaten erhebt und beobachtet, hat eine hohe Bereitschaft, sich für sich selbst gesundheitsbezogen zu engagieren. Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob die Daten, die die Geräte ermitteln, wissenschaftlich exakt sind, sie sollen ja keine Anamnese oder Diagnostik ersetzen, sondern nur Tendenzen aufzeigen. An diesem gesteigerten Interesse kann die weitere Entwicklung der Arzt-Patienten-Beziehung ansetzen. Wearable-nutzende Patienten sind Praxis-, Arzt- und Therapie-affiner ls andere und bilden damit eine eigenständige, zukunftsorientierte Patienten-Zielgruppe.
    (2) Intensivierung des Arzt-Patienten-Verhältnisses?
    Die Nachfrage des Arztes, ob und was der Patient trackt, wirkt auf diesen stark stark motivatorisch. Das Geräte-Interesse des Behandlers ist ein Interesse an der Person des Patienten, er fühlt sich deutlich ernster genommen, denn er kann etwas von sich selbst einbringen, so dass eine beidseitige Annäherung stattfindet. Befragungen von Patienten zeigen, dass diese in der Folge derartiger Gespräche eine deutlich höhere Bereitschaft zeigen, den ärztlichen Empfehlungen zu folgen. Ebenso ist die Weiterempfehlungsbereitschaft sehr groß.
    (3) Geräte-Nutzung zur Therapieunterstützung ohne Datenschutz-Problem
    Je nach Krankheitsbild und Therapiekonzept können die Geräte und ihre Möglichkeiten durchaus in einer einfachen Art auch zur Therapieunterstützung genutzt werden, z. B. durch Erinnerung an die Medikamenteneinnahmen oder durch Beobachtungen von Verläufen („…verfolgen Sie doch bitte einmal in Ihren Auswertungen für die nächsten Wochen, wie sich Ihre Werte nach der Einnahme entwickeln…“). Hierfür ist kein Datenaustausch notwendig und es existiert auch kein Datensicherheits-Problem, denn viele Geräte bieten die Option, erhobene und gesammelte Daten in Form von Statistiken und Tabellen auszudrucken. Das können Mediziner nutzen und um Bereitstellung anlässlich des nächsten Folgetermins bitten. Zeigen sich hierbei deutliche Auffälligkeiten, kann in der Praxis eine exakte Analyse durchgeführt werden. Viele Krankheitsbilder lassen sich aber auch einfach durch unterstützende körperliche Bewegung verbessern: hier kann der behandelnde Arzt – bei Interesse des Patienten – mit ihm ein medizinisch angepasstes Ziel vereinbaren (Schritte pro Tag), ohne dass Studien und Richtlinien notwendig sind.
    ?(4) Praxis-Profilierung
    Modern, fortschrittlich, innovativ, Patienteninteressen-orientiert: das sind die Items, die Praxisbesucher Ärzten zusprechen, die mit ihnen über ihre Health Wearables sprechen. Da bislang nur wenige Ärzte dazu bereit sind, sich dem Thema zu nähern, fallen Mediziner, die hierbei frühzeitig aktiv werden, positiv auf können sich eindeutig profilieren.
    (5) Marktforschung und Praxisentwicklung
    Die eigene Orientierung über das Verhältnis von Patienten zu Wearables und Trackern, die sich aus dem Enrichment-Ansatz im Zeitablauf ergibt, bietet die Option eines Sideline-Monitoring des Marktes und des Patientenverhaltens. Hieraus lassen sich Ideen ableiten, wie das eigene ärztliche Aufklärungsverhalten und Therapieregime mit den Erhebungs- und Analysemöglichkeiten der Geräte kombinierbar ist.

    Quelle: https://ifabsthill.wordpress.com/2015/04/09/enrichment-statt-enlargement...

    Presseportal - medcom24 e.K. | Copyright 2008 - 2017 | All rights reserved | SERVICE-HOTLINE: 01801 / 730 730 | Powered by Drupal Design by Artinet