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    Elektrische Pulse töten Tumoren ab - die neue Ausgabe des International Journal of Cancer, Band 125 (2), ist erschienen

    Heidelberg - Kurze und starke elektrische Pulse töten Hauttumoren nachhaltig ab, haben Forscher in Versuchen an Mäusen gezeigt. Weitere Themen im Heft: Rauchen erhöht das Risiko von Bauchspeicheldrüsenkrebs; humane Papillomviren können offenbar Mandeltumoren auslösen.

    Kurze elektrische Spannungspulse können Tumoren nachhaltig abtöten. Das schreiben Wissenschaftler um Richard Nuccitelli von der Old Dominion University in Virginia, USA. Die Forscher behandelten Hauttumoren von Mäusen mit je 300 elektrischen Pulsen. Jeder Puls hatte eine Stärke von vier Millionen Volt pro Meter und dauerte 300 Nanosekunden (milliardstel Sekunden). Die elektrisch behandelten Tumoren bildeten sich in wenigen Wochen vollständig zurück; in den folgenden vier Monaten kehrte keiner der Tumoren wieder. Es handle sich möglicherweise um eine vielversprechende neue Behandlungsmethode, urteilen die Autoren.

    US-amerikanische Wissenschaftler haben eine mögliche Ursache dafür gefunden, dass Raucher überdurchschnittlich oft an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken. Verantwortlich hierfür könnte der Eiweißstoff Osteopontin sein, schreiben die Forscher um Galina Chipitsyna von der Thomas Jefferson University in Pennsylvania, USA. Die Forscher führten Versuche mit Ratten und Untersuchungen an Krebspatienten durch. Dabei zeigte sich: Rauchen fördert die Produktion von Osteopontin in der Bauchspeicheldrüse; Tumoren der Bauchspeicheldrüse produzieren besonders viel Osteopontin. Der Eiweißstoff Osteopontin fördert die Vermehrung von Krebszellen und die Entstehung von Tochtergeschwülsten (Metastasen). Er tritt nicht nur in Tumoren der Bauchspeicheldrüse vermehrt auf, sondern auch in Lungen-, Brust- und Magentumoren.

    Tumoren der Mandeln sind sehr oft mit humanen Papillomviren (HPV) infiziert. Das haben Untersuchungen in Schweden gezeigt, durchgeführt von Forschern um Anders Näsman vom Karolinska Institutet in Stockholm. Die Wissenschaftler untersuchten Tumorgewebe von Patienten, bei denen in den zurückliegenden Jahren eine Krebserkrankung der Mandeln festgestellt worden war. 85 Prozent der Gewebeproben enthielten die Erbsubstanz von HPV. Zusammen mit früheren Forschungsarbeiten zeigt dieses Ergebnis, dass immer mehr Mandeltumoren mit HPV infiziert sind: Seit 1970 hat sich der Anteil der HPV-positiven Mandeltumoren alle zehn Jahre verdoppelt. Die Autoren vermuten, dass die Viren an der Entstehung der Tumoren beteiligt sind.

    Chipitsyna et al. Induction of osteopontin expression by nicotine and cigarette smoke in the pancreas and pancreatic ductal adenocarcinoma cells DOI: 10.1002/ijc.24388

    Näsman et al. Incidence of human papillomavirus (HPV) positive tonsillar carcinoma in Stockholm, Sweden: An epidemic of viral-induced carcinoma? DOI: 10.1002/ijc.24339

    Nuccitelli et al. A new pulsed electric field therapy for melanoma disrupts the tumor's blood supply and causes complete remission without recurrence (p 438-445) DOI: 10.1002/ijc.24345

    Weitere Artikel sind unter folgendem Link verfügbar: http://www3.interscience.wiley.com

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

    Sherryl Sundell
    Managing Editor
    International Journal of Cancer
    Deutsches Krebsforschungszentrum
    Im Neuenheimer Feld 242
    69120 Heidelberg
    Germany

    Tel.: +49 6221 424800
    Fax: +49 6221 424809
    E-Mail: intjcanc@dkfz.de

    Pressekontakt:

    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Deutsches Krebsforschungszentrum
    Im Neuenheimer Feld 280
    D-69120 Heidelberg

    T: +49 6221 42 2854
    F: +49 6221 42 2968
    http://www.dkfz.de

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