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    Digital Health ten years ahead: Wie wandlungsfähig und innovationsbereit sind Arztpraxen?

    Digital Health wächst
    Immer mehr digitale Optionen kommen auf den Markt, die die Arbeit von Arztpraxen unterstützen können: Apps, Video-Technik, Wearable Devices, Sensoren, Cloud-Lösungen. Ihre Vielzahl ist fast erschlagend, die Übersicht zu behalten fällt schwer.
    Was wäre wenn?
    Trifft man die Annahme, dass nur ein kleiner Teil dieser Möglichkeiten in der gegenwärtige Situation von Arztpraxen eingesetzt würde, muss realistisch betrachtet festgestellt werden, dass viele / die meisten / ein großer Teil der Praxisteams gar nicht in der Lage wäre, hiermit adäquat umzugehen, denn?in Arztpraxen werden – über alle Fachgruppen und Praxisformen bzw. –größen betrachtet – durchschnittlich nur 53% der für ein reibungslos funktionierendes Praxismanagement notwendigen Regelungen und Instrumente eingesetzt, die hieraus resultierende Patientenzufriedenheit erfüllt lediglich 61% der Anforderungen und Wünsche. Und selbst in Betrieben, in denen die Teams akut keine Beeinträchtigung ihrer Arbeit verspüren, existieren häufig Risikofaktoren, die mittel- bis langfristig zu Problemen führen.?Betrachtet man unter diesen Bedingungen ein Szenario, in dem z. B. ein Teil der Patientenkontakte in Form internetbasierter Video-Kommunikation stattfindet, wären die Probleme aufgrund der organisatorischen Defizite in vielen Praxen wahrscheinlich noch viel größer als bei persönlichen Kontakten, da Abläufe, bei denen der Patient nicht direkt vor Ort ist, eine viel striktere Organisation benötigen („…ich kann Frau X nicht erreichen und Frau Y wartet schon seit zehn Minuten auf Monitor 2…“).
    ??Seit zehn Jahren wenig Veränderungen in Arztpraxen
    Die Exploration “Ten Years After“, die das Praxismanagement im Jahr 2004 mit den Gegebenheiten im Jahr 2014 vergleicht, erbrachte u. a. als Resultat, dass im Zeitablauf – unabhängig von Technik-Einflüssen – bei den Instrumenten, Regelungen und Verhaltensweisen der Praxis-Aktionsbereiche “Planung”, “Marktforschung”, “Marketing” und “Finanzmanagement” leichte Veränderungen stattgefunden haben, das Patientenmanagement und die Organisation aber – wie auch die Führung – auf nahezu gleichem Niveau geblieben sind. Veränderungsbereitschaft, -intensität und -tempo niedergelassener Ärzte sind also äußerst gering.
    Die gesundheitsbezogene Internetnutzung von Patienten lehnen Ärzte (noch) ab?
    Die Skepsis gegenüber Neuem lässt sich gegenwärtig an der Reaktion von Medizinern festmachen, wenn Patienten mit ihnen über gesundheitsbezogene Internet-Inhalte sprechen möchten. Im Rahmen einer Kurz-Exploration wurden niedergelassene Ärzte gebeten, ihre Einstellung zu Patientengesprächen über Netzinhalte durch Einordnung auf einer Skala zu dokumentieren. Der Endpunkt „-5“ entsprach dabei der Aussage:“ Gespräche über Internet-Inhalte zu Erkrankungen, Diagnosen und Therapien lehne ich grundsätzlich ab, da die Patienten-Kontakte hierdurch nur unnötig verlängert werden und die meisten Informationen ohnehin falsch oder unzutreffend sind.“. Der Kontrapunkt „+5“ war mit dem Statement: „Gespräche über Internet-Inhalte zu Erkrankungen, Diagnosen und Therapien führe ich grundsätzlich, um den Patienten zu zeigen, dass mir ihr Engagement wichtig ist und ihnen gleichzeitig eine eindeutige Orientierung zu geben.“ verbunden. Aus den Antworten der zufällig ausgewählten 63 Allgemeinmediziner ergab sich dabei ein Durchschnittswert von – 3,8, der eine starke Ablehnung zum Ausdruck brachte, ein Resultat, das auch in Gruppendiskussionen zum gleichen Thema in ähnlicher Form ermittelt werden konnte.
    Activity Tracker: Mediziner reagieren indifferent bis ablehnend
    Ein weiteres Beispiel für die geringe Veränderungsbereitschaft ist die Einstellung zu Activity Trackern. In einer Test-Exploration fragten achtzehn Wearable-nutzende Bluthochdruck-Patienten, die regelmäßig ihre Hausärzte aufsuchen, diese nach der Sinnhaftigkeit der Geräte zur Unterstützung ihrer Therapien. Gerade bei dieser Patientengruppe wäre ein regelmäßig Monitoring von Körperwerten und Aktivitäten besonders angebracht. Das Resultat des Tests: zehn Ärzte sahen keinen Sinn in der Anwendung und rieten ihren Patienten von einer Nutzung ab, acht Ärzten äußersten Gleichgültigkeit gegenüber einer Nutzung. Die Ablehnung wurde durch Argumente wie unpräzise Messmethode (drei Mediziner warnten ihre Patienten vor irreführenden Angaben), fehlende Empfehlungen einer Fachgesellschaft oder Herabstufungen („Spielzeug“, „Modetrend“) begründet. Die indifferenten Ärzte gaben an, die Geräte und ihre Möglichkeiten nicht zu kennen, so dass eine Beratung auch nicht möglich wäre („Das können Sie ja machen, wenn Sie wollen!“). Das Angebot der Patienten, einen kurzen Überblick der Funktions-Statistiken zu erhalten, lehnten alle Praxisinhaber ab.
    Ten years ahead
    Vor diesem Hintergrund ist ein breites und schnelles Fortschreiten digitaler Hilfen im Praxisalltag, zehn Jahre voraus gedacht, zunächst pessimistisch zu beurteilen, da die generelle Wandlungsbereitschaft vieler Mediziner allgemein gering ist und die gegenwärtige Grundhaltung zur Digitalisierung ihrer Arbeit als distanziert-ablehnend charakterisiet werden muss. Das kann und wird sich ändern, benötigt aber viel Zeit. Zudem ist ja auch noch die entscheidende Frage der Abrechnungs-Möglichkeiten zu klären.

    Quelle: https://ifabsthill.wordpress.com/2015/02/12/digital-health-ten-years-ahe...

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