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Die Deutschen und das Rentenrätsel – Viele Bundesbürger haben keinen blassen Schimmer über die Höhe ihrer Alterseinkünfte
Düsseldorf/Berlin, 9. November 2009 - Wer im Alter seinen gewohnten Lebensstandard halten will, muss privat vorsorgen. Diese Erkenntnis hat sich mittlerweile in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung durchgesetzt. Doch ob die eigenen Sparanstrengungen für ein sorgenfreies Leben im Alter ausreichen, wissen die wenigsten. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage von TNS Emnid http://www.tns-emnid.com im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) http://www.bvr.de.
Fast drei Viertel aller Deutschen sorgt demnach zwar privat fürs Alter vor. Das Wissen, wie hoch die späteren Einkünfte einmal werden, ist bei über der Hälfte der Befragten jedoch gering. 54 Prozent gaben an, dies weniger gut beziehungsweise überhaupt nicht einschätzen zu können. „Es ist schon erstaunlich, dass so viele Menschen offensichtlich nicht wissen, ob ihre privaten Vorsorgemaßnahmen im Alter ausreichen werden. Vorsorgelücken kann aber nur derjenige beheben, der volle Transparenz über seine zu erwartenden Einkünfte im Alter hat“, konstatiert BVR-Präsident Uwe Fröhlich.
Leider, so erklären Experten, wirkt sich bei der Altersvorsorge derzeit auch die Wirtschaftskrise aus: „Mehr als 17 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland haben wegen aktueller Einbußen beim Einkommen bereits private Altersvorsorgemodelle aufgelöst oder zumindest reduziert. Außerdem erklärten 53 Prozent der Deutschen, dass sie ihre private Altersvorsorge nicht weiter verstärken wollen. Und nahezu jeder dritte Berufstätige gibt inzwischen an, im Alter über keinerlei Einnahmen aus einer privaten Vorsorge verfügen zu können“, analysiert beispielsweise der vom Düsseldorfer Unternehmer Mario Ohoven herausgegebene Fachdienst Erfolg mit Bezug auf eine aktuelle Studie der Postbank http://www.postbank.de. Die Studie belege demnach die Gefahr, „dass aus der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise eine langfristige Krise der Altersvorsorge in Deutschland resultieren kann. Immerhin geben exakt zwei Drittel aller Berufstätigen an, die Krise habe ihre Einstellung zur privaten Altersvorsorge verändert. 32 Prozent der Berufstätigen fragen sich seither, welche privaten Anlageformen überhaupt noch Sinn machen“, so das Fachblatt Ohovens, der auch Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmw.de ist.
Die BVR-Studie liefert hierzu eine klare Antwort: Denn bei der Frage nach der zweckmäßigen Anlageform zur Altersvorsorge steht bei den Befragten die Immobilie nach wie vor an erster Stelle: Ob selbstgenutzt oder vermietet, 49 Prozent sehen hierin die geeignetste Anlageform. Dabei ist der Traum vom eigenen Heim mit 37 Prozent deutlich ausgeprägter als die vermietete Immobilie zur Altersvorsorge (12 Prozent). Mehr als ein Viertel (26 Prozent) setzten bei diesem Thema auf eine private Renten- beziehungsweise Lebensversicherung. Gold und anderen Edelmetallen vertrauen acht Prozent, festverzinslichen Anlagen sieben Prozent. Aktien oder Aktienfonds halten mit sechs Prozent die wenigsten der Befragten für eine geeignete Anlageform.
Redaktion:
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