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    Deutschlandpremiere des Theaterstücks „Trau dich!“ zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs in Berlin

    Deutschlandpremiere des Theaterstücks
    „Trau dich!“ zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs in Berlin

    Bundesfamilienministerin Kristina Schröder gibt Startschuss zu bundesweiter Theatertournee

    Berlin/Köln 1. März 2013. Kinderrechte, körperliche Selbstbestimmung und sexueller Kindesmissbrauch sind die Themen des Theaterstücks „Trau dich!“, das heute (Freitag) in Berlin uraufgeführt wird. Das interaktive Stück der deutsch-schweizerischen Künstlergruppe Kompanie Kopfstand ist ein wichtiges Element der gleichnamigen bundesweiten Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs, die im November 2012 gestartet ist und bis Ende 2014 läuft. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Initiative gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) konzipiert. Kinder zwischen acht und zwölf Jahren sollen gestärkt werden und Informationen erhalten, wo sie im Falle eines Übergriffs Hilfe finden. Prominent unterstützt wird die Initiative von der ARD-Moderatorin Caren Miosga.

    „Sexueller Kindesmissbrauch kann tiefe Spuren hinterlassen, ein Leben lang“, sagte Bundesfamilienministerin, Frau Dr. Kristina Schröder, in Berlin. „Vor diesen schrecklichen Gefahren wollen wir Kinder und Jugendliche schützen. Deshalb haben wir die bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs mit dem Theaterstück ‚Trau dich!‘ gestartet. Mit dem Theaterstück werden die Kinder direkt erreicht: Ihnen wird klar gemacht, dass sie nicht allein sind, dass sie über alles sprechen dürfen, dass sie ernst genommen werden und dass ihnen geholfen werden kann.“

    Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA, erklärte: „‚Trau Dich!‘ führt die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer altersgerecht und sensibel an das Thema Kinderrechte und Missbrauch heran. Präventionsmaßnahmen müssen sich aber auch an die Erwachsenen richten, denn sie sind für den Schutz der Kinder verantwortlich. Deswegen werden vor den Aufführungen die Eltern informiert und die schulischen Fachkräfte fortgebildet, um sie für die Thematik zu sensibilisieren und das Gelernte der Kinder bekräftigen und begleiten zu können.“

    Eltern fühlen sich selbst an erster Stelle verantwortlich, das Thema sexueller Missbrauch mit ihren Kindern zu besprechen. In einer aktuellen Forsa-Umfrage (Februar 2013) im Auftrag der BZgA äußern sich 96 Prozent entsprechend. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) glauben, dass Eltern in der Kommunikation mit ihren Kindern bei diesem schwierigen Thema mehr Unterstützung brauchen. Als weitere wichtige Ansprechpartner werden die Lehrkräfte in den Schulen gesehen (80 Prozent der Befragten) sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungsstellen (60 Prozent).

    Tagesthemen-Sprecherin Caren Miosga wird die Initiative begleiten. Sie sieht Kommunikation als wirksame Prävention des sexuellen Missbrauchs von Kindern: „Wenn Kindern Leid angetan wird, kennen unsere Empörung und unsere Abscheu zu Recht keine Grenzen. Aber was geschieht, nachdem der jeweilige Fall aus der allgemeinen Wahrnehmung verschwunden ist? Ich unterstütze diese Initiative, weil sie Kindern, Eltern, Lehrern und Erziehern eine gemeinsame Sprache für dieses schwierige Thema gibt. Kinder können ein Gefühl für ihre Situation und ihre Rechte entwickeln, Eltern können ihre Kinder damit besser schützen.“

    Die Initiative bietet Eltern, Lehrern und pädagogischen Fachkräften Informationen, Veranstaltungen und Fortbildungen an. Über das Online-Portal www.trau-dich.de werden Kinder mit altersgerechten Materialien angesprochen. Für den niedrigschwelligen Kontakt unterstützt und kooperiert die Initiative mit der kostenlosen, bundesweiten „Nummer gegen Kummer“ (0800 / 111 0 333), einem Beratungstelefon für Kinder und Erwachsene. Das Theaterstück „Trau dich!“ reist bis Ende 2014 durch Deutschland. Nächste Stationen sind Wuppertal (6.3.), Zwickau (9./10.4.), Kassel (23./24.4.), Koblenz (25./26.4.), Kiel (22.5.) und Rostock (23.5.).

    Die bundesweite Initiative zur Prävention des sexuellen Kindesmissbrauchs beruht auf Erkenntnissen des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch. Aktuelle Zahlen bestätigen den Bedarf an Aufklärung und Prävention. Die Polizeiliche Kriminalstatistik von 2011 zeigt einen Anstieg auf mehr als 12.000 gemeldete Fälle sexuellen Missbrauchs. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt.

    Weitere Informationen finden Sie unter http://www.trau-dich.de

    Hintergrundinformationen sowie Zahlen/Daten/Fakten stehen zum Download unter http://www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/

    Pressemotive der Theateraufführung stehen zum Download unter http://www.bzga.de/presse/pressemotive/

    __________________
    Kontakt:
    Dr. Marita Völker-Albert
    Pressesprecherin der
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
    51101 Köln
    Tel. 0221-8992280
    Fax: 0221-8992201
    E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de
    http://www.bzga.de

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    Twitter: http://www.twitter.com/bzga_de

    Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

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