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Deutscher Vitiligo-Tag 2010: Information statt Resignation
Informationsveranstaltung des Deutschen Vitiligo-Bundes für Betroffene, Ärzte, Krankenkassen, Gesundheitsdienste und alle Interessierten – Prof. Dr. med. Michael Sticherling von der Universitäts-Hautklinik Erlangen übernimmt Schirmherrschaft – Zeichen setzen gegen Unsicherheit und Ausgrenzung
ERLANGEN – Rund 0,5 bis 2 Prozent der Weltbevölkerung leiden an Vitiligo, damit zählt die sogenannte Weißfleckenkrankheit zu den häufigsten chronischen Hauterkrankungen. Trotzdem wird sie aus Unkenntnis häufig als kosmetisches Problem bagatellisiert – zum Leidwesen der Betroffenen. Um Vitiligo-Patienten Mut zu machen und die Öffentlichkeit umfassend über die Krankheit zu informieren, lädt der Deutsche Vitiligo-Bund e.V. am 19. Juni 2010 von 10 bis 18 Uhr (Einlass bereits um 9 Uhr) unter dem Motto „Information statt Resignation“ zum Deutschen Vitiligo-Tag 2010 ins Erlanger Kongresszentrum (Heinrich-Lades-Halle) ein. Der Eintritt ist frei.
Zeichen setzen
Der Deutsche Vitiligo-Bund möchte mit der Veranstaltung Zeichen setzen und gleichzeitig Hoffnung machen. „Wir möchten zeigen, dass Erkrankte nicht resignieren müssen. Mittlerweile gibt es viele Therapiemöglichkeiten, die helfen können“, sagt Georg Pliszewski, 1. Vorsitzender des Deutschen Vitiligo-Bundes. Die Krankheit schränkt bei vielen Patienten die Lebensqualität enorm ein. Die Betroffenen sind in vielen Fällen einer hohen psychischen Belastung ausgesetzt.
Fundierte Fachvorträge und Infos im Messefoyer
Die Besucher des Deutschen Vitiligo-Tages, der von der Selbsthilfeförderung der „DAK Unternehmen Leben“ gefördert wird, erwartet im Kongresszentrum ein abwechslungsreiches Programm: National und international renommierte Ärzte und Wissenschaftler sind vertreten und stehen zum Thema Vitiligo Rede und Antwort. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat Prof. Dr. med. Michael Sticherling übernommen. Er ist stellvertretender Klinikdirektor der Hautklinik im Universitätsklinikum Erlangen, wo in einer speziellen Sprechstunde Vitiligo behandelt wird.
Das Phänomen Vitiligo wird in Fachvorträgen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Die Veranstaltung wird von Claudia Hartung moderiert. Ergänzt wird das Vortragsprogramm durch ein attraktives Informationsangebot an den Messeständen. Hier gibt es Antworten auf viele Fragen sowie praktische Tipps und Hilfsangebote zum Beispiel spezielle Camouflage-Techniken oder Klimatherapien.
Weiße Flecken – schutzlose Haut
Weiße Flecken im Gesicht, an den Ellbogen, den Knien, Händen oder Füßen – das sind typische Zeichen für Vitiligo. Die Flecken sind nicht nur eine ästhetische Beeinträchtigung für die Betroffenen; sie entstehen in Folge einer Störung der pigmentbildenden Zellen und breiten sich häufig über Jahre immer weiter aus. Das ist zwar weder ansteckend noch schmerzhaft – aber trotzdem alles andere als harmlos. Vitiligo wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell als dermatologische Erkrankung aufgeführt. Der Verlust der Pigmentierung bedeutet: Die betroffenen Hautpartien haben eine elementare Schutzbarriere verloren, Erkrankte sollten deshalb vorsichtig im Umgang mit der Sonne sein. Vitiligo ist bislang nicht ursächlich behandelbar, aber es gibt zahlreiche erfolgreiche Therapieansätze.
Wachsendes Selbsthilfenetzwerk
In vielen deutschen Städten finden Betroffene in Selbsthilfegruppen tatkräftige Unterstützung. Viele davon sind im Deutschen Vitiligo-Bund organisiert, der im Jahr 2002 gegründet wurde. Seine Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig, leiden alle selbst an Vitiligo und haben es sich zum Ziel gemacht, über die Behandlungswürdigkeit dieser Krankheit aufzuklären.
Weitere Informationen sowie das ausführliche Veranstaltungsprogramm finden Sie im Internet unter www.vitiligo-bund.de.



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