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    Deutlich gestiegene Fallzahlen in Geriatrie

    Bundesverband Geriatrie: Entwicklung im vergangenen Jahr zeigt Notwendigkeit des Ausbaus der Versorgungsstrukturen

    Die Anzahl von Patienten, die in den Einrichtungen der geriatrischen Versorgung betreut wurden, lag im vergangenen Jahr so hoch wie nie zuvor. Darauf hat der Bundesverband Geriatrie e.V. zu Jahresbeginn hingewiesen. „Nach den uns vorliegenden Zahlen aus Häusern unserer Mitglieder ist die Zahl älterer Patienten, die geriatriespezifisch versorgt wurden, auch im Jahr 2011 weiter gestiegen“, erklärte der Geschäftsführer des Verbands, Dirk van den Heuvel, am Dienstag in Berlin. Damit setze sich die Tendenz der vergangenen Jahre fort. „Diese Entwicklung zeigt die dringende Notwendigkeit, die Strukturen der fachspezifischen geriatrischen Versorgung weiter auszubauen und an die Anforderungen aus der demografischen Veränderungen anzupassen“, so van den Heuvel.

    Allerdings zeichneten sich deutliche regionale Unterschiede ab. Zudem deuten die Zahlen darauf hin, dass die Entwicklung im Bereich der Rehabilitation nicht dem Bedarf entsprechend verläuft. Diese im Gegensatz zum Krankenhausbereich kritische Entwicklung deutet an, dass der negative Trend in diesem Bereich – bedingt durch die angespannte wirtschaftliche Lage in diesem Versorgungssegment und die Belegungspraxis der Krankenkassen – auch im vergangenen Jahr angehalten hat.

    Der Geschäftsführer verwies auf das von der Mitgliederversammlung im November bekräftigte Ziel, eine am geriatrischen Patienten ausgerichtete, abgestufte und qualitätsorientierte medizinische Versorgung für betagte und hochbetagte Menschen in Deutschland sicherzustellen bzw. den Ausbau entsprechender fachspezifischer Versorgungsnetze zu fördern. „Mit diesem Anliegen tragen wir sowohl der sich verändernden Altersstruktur als auch den sich erweiternden Möglichkeiten der Altersmedizin Rechnung“, erklärte Dirk van den Heuvel.

    Pressekontakt: Uwe H. Sattler
    Bundesverband Geriatrie e.V.
    Tel.: 030/339 88 76-14
    Fax: 030/339 88 76-20
    uweh.sattler@bv-geriatrie.de

    Bundesverband Geriatrie e.V.
    Vorstandsvorsitzender: Herr Ansgar Veer
    Geschäftsführer: Rechtsanwalt Dirk van den Heuvel

    Reinickendorfer Straße 61
    13347 Berlin
    Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
    Fax: 030 / 339 88 76 – 20
    E-Mail: geschäeftsstelle@bv-geriatrie.de
    http://www.bv-geriatrie.de

    Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, die mehr als 260 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca.18.000 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.
    Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.
    Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.
    Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

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