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    Bundesverband Geriatrie: Geriatrische Institutsambulanzen zum Schließen von Versorgungslücken nutzen

    Mitte dieses Jahres hat der Gesetzgeber die Grundlagen für die Einführung von Geriatrischen Institutsambulanzen geschaffen. Im Rahmen des „Gemeinsamen Gerontologie- und Geriatriekongresses 2012“ im ehemaligen Bundestag in Bonn wurden am vergangenen Samstag die weiteren Möglichkeiten zur sinnvollen Ausgestaltung im Interesse der Patienten diskutiert.

    Am Samstagvormittag trafen sich im Rahmen des diesjährigen Gerontologie- und Geriatrie-Kongresses rund 60 Experten aus dem Bereich der Altersmedizin, um die weitere Ausgestaltung der Geriatrischen Institutsambulanzen zu erörtern. In seinem Referat zu Beginn des Fachforums begrüßte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Geriatrie als Leiter des Forums ausdrücklich die Schaffung gesetzlicher Grundlagen zur Einführung dieses Versorgungsinstruments vor wenigen Wochen. Die signifikante Zunahme der geriatrischen Patienten in den kommenden Jahren (Studien erwarten einen Anstieg um ca. 40 %) erhöhen den Druck, die fachspezifische geriatrische Versorgung flächendeckend weiter abzusichern.

    Einigkeit herrschte darüber, dass Geriatrische Institutsambulanzen als wichtiger Baustein in das System einer abgestuften fachspezifischen Versorgung betagter und hochbetagter Patienten mit komplexen Schädigungen integriert werden müssen. „Ähnlich wie seinerzeit bei der Einführung der Psychiatrischen Institutsambulanzen muss jetzt ein Entwicklungsprozess einsetzen, damit die Geriatrischen Institutsambulanzen sinnvoll aufgebaut werden können“, so Dirk van den Heuvel, Geschäftsführer des Bundesverbands. „Mit seinen Vorgaben hat der Gesetzgeber die Weichen dafür gestellt, die geriatrische Fachkompetenz in die Versorgung betagten Patienten entsprechend einzubinden.“

    Betont wurde dabei, dass das neue Versorgungsinstrument nicht als Konkurrenz bestehender Strukturen verstanden werden darf, sondern als Ergänzung zur wohnortnahen qualifizierten geriatrischen Versorgung zu sehen ist. „Aufgabe der Institutsambulanzen sollte es sein, niedergelassene Ärzte bei der Betreuung geriatrischer Patienten temporär fachspezifisch zu unterstützen.“ fasste der Geschäftsführer entsprechend als Fazit zusammen. Dies könne mit der besonderen Fachkompetenz und den Diagnosemöglichkeiten der Geriatrischen Institutsambulanzen sichergestellt werden.

    Bundesverband Geriatrie e.V.
    Vorstandsvorsitzender: Herr Dipl.-Kfm. Ansgar Veer
    Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel

    Reinickendorfer Straße 61
    13347 Berlin
    Tel.: 030 / 339 88 76 – 10
    Fax: 030 / 339 88 76 – 20
    E-Mail: Geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de
    http://www.bv-geriatrie.de

    Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern, die mehr als 260 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 18.000 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.
    Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.
    Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt.
    Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

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