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    Bei Riechstörungen sollten Ärzte hellhörig werden: Beeinträchtigung des Geruchssinns Kardinalsymptom für Parkinson

    95 Prozent aller Parkinson-Patienten betroffen – Riechstörungen treten lange vor motorischen Anzeichen auf – Frühe Diagnosestellung wichtig – Riechtests für Patienten unbelastend – Bei Bestätigung Überweisung an Neurologen

    ERLANGEN – Nach Angaben der Deutschen Parkinson Gesellschaft wird sich aufgrund des demografischen Wandels die Zahl der Parkinson-Patienten in Deutschland in den kommenden 30 Jahren auf über eine halbe Million verdoppeln. Bereits heute ist die Parkinsonsche Krankheit die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach der Demenz vom Alzheimer-Typ. Eine frühzeitige Therapie kann den Krankheitsverlauf von Morbus Parkinson positiv beeinflussen, dies ist durch klinische Erfahrung und Studien belegt. Umso wichtiger ist eine entsprechende Frühdiagnostik. Dazu gehört auch die Untersuchung des Riechvermögens, denn mehr als 95 Prozent aller Parkinsonkranken leiden unter Riechstörungen. Untersuchende Ärzte sollten bei entsprechenden Anzeichen und Risikofaktoren (z. B. familiäre Betroffenheit) die Diagnose Parkinson also unbedingt in Betracht ziehen.

    Wichtiger Frühdiagnosemarker
    „Die Beeinträchtigung des Geruchssinns ist ein Kardinalsymptom für das Idiopathische Parkinsonsyndrom (IPS). Außerdem tritt es bereits vier bis sechs Jahre vor den ersten motorischen Störungen wie Zittern und Muskelstarre auf, die typisch für Parkinson sind. Riechstörungen sind damit ein wertvoller Frühdiagnosemarker“, so Dr. Thomas Meusel von der Hals-Nasen-Ohren-Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. „Studien weisen darauf hin, dass die typischen pathologischen Veränderungen bei Parkinson nicht in der Substantia nigra beginnen, sondern unter anderem im Bereich der Riechbahn, im Bulbus olfactorius.“
    Bei Erkrankungen, die mitunter schwer von der idiopathischen Parkinsonschen Erkrankung abgrenzbar sind, kommen Riechstörungen hingegen nicht oder in geringerer Ausprägung vor. Dies gilt beispielsweise für vaskuläre oder medikamentös verursachte Parkinson-Syndrome, progressive supranukleäre Ophthalmoplegien oder kortikobasale Degenerationen. Riechtests können deshalb die Differenzialdiagnose unterstützen und helfen, den Verdacht bereits in einem frühen Stadium der Parkinson-Erkrankung in die richtige Richtung zu lenken. Den Patienten wird die Unsicherheit genommen und Begleitprobleme lassen sich besser einordnen.

    Weitere Symptome abfragen
    Hat ein Patient Riechstörungen, sollte der behandelnde Arzt in der Anamnese deswegen unbedingt zusätzlich klären, ob in der Familie bereits neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson oder eine Demenz vom Alzheimer-Typ bekannt sind – beide Erkrankungen können im Anfangsstadium der Erkrankung hinsichtlich der Riechstörung nicht voneinander abgegrenzt werden. Außerdem sollte er weitere prämotorische und beginnende motorische Symptome abfragen, wie zum Beispiel eine depressive Symptomatik oder ein verändertes Schriftbild. „Wenn dies der Fall ist und somit mehrere Symptome vorliegen, sollte man hellhörig werden und eine genauere Riechdiagnostik empfehlen, wie wir sie hier in der HNO-Klinik durchführen“, so Dr. Meusel.
    Das geschieht beispielsweise mit den sogenannten Sniffin’ Sticks. Bei diesem subjektiven Test riechen die Patienten mit verbundenen Augen an speziellen Duftstiften und müssen die Duftstoffe unter anderem benennen oder voneinander unterscheiden. „Die Untersuchung ist relativ einfach durchzuführen und für den Patienten nicht belastend“, so Dr. Meusel. Wird auf diese Weise eine idiopathische Riechstörung diagnostiziert, folgt eine Weiterüberweisung an einen Neurologen, um den Hinweis auf ein beginnendes IPS durch entsprechende klinische Untersuchungen dann auch neurologisch abzuklären.

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