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    Bebe läuft in London auf Federn

    15-jährige Italienerin trägt Paralympische Fackel am Tag der Eröffnungsfeier

    Bebe ist 15 und in London mit dabei: „Fackelträgerin bei den Paralympischen Spielen! Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich kann euch nicht genug danken.“ So stand es im Corriere della Sera, der mit weiteren italienischen Zeitungen Leser dazu bewegt hatte, sich mit einer E-Mail beim International Paralympic Committee (IPC) für Beatrice Vio einzusetzen, deren Kosename Bebe sich bei Freunden und nun auch in den Medien durchgesetzt hat. Das IPC äußerte sich „überwältigt“ von mehr als 1.000 Zuschriften und stimmte zu. Bebe trägt die Fackel am Tag der Eröffnungsfeier auf deren Weg zum Olympiastadion.

    Diese Entscheidung habe sie „wirklich glücklich“ gemacht, sagt Bebe. Sie repräsentiert beim Fackellauf die Paralympischen Athleten der Zukunft. Seit sie 2011 im Rollstuhlfechten die Weltmeisterschaft der unter 17-Jährigen gewann, ist sie eine italienische Paralympics-Hoffnung. London 2012 kommt dafür noch etwas zu früh. 2016 ist ihr Ziel: „In Rio möchte ich fechten, aber auch an den Laufwettbewerben teilnehmen.“

    2008, Bebe war 11 Jahre alt, führte ein komplizierter Verlauf einer Meningitis-Erkrankung zu Amputationen an beiden Armen und Beinen. Im Alltag ist sie mit Prothesen von Ottobock versorgt, im Januar 2012 probierte sie erstmals zwei Sprint-Prothesen des Unternehmens aus. Die daran beteiligten Orthopädie-Techniker von Arte Ortopedica in Budrio, seit vielen Jahren Partner von Ottobock Italien, waren verblüfft und sprachen von einer Sensation: So schnell kommen die wenigsten mit den Carbonfedern zurecht.

    „Ich hatte erst ein wenig Angst, aber es macht Spaß“, sagt Bebe. Wenn alles gut geht, wird sie in London auf diesen Sprint-Prothesen beim Fackellauf zu sehen sein und mit ihrem Lächeln und ihrer Lebensfreude weitere Freunde gewinnen. „Ich würde auch gern das Musical Mamma Mia sehen, von dem meine Mutter erzählt hat, dass es sehr schön ist“, äußert sie auch schon erste Gedanken an das private Rahmenprogramm.

    Im Mittelpunkt aber steht der Wunsch, fantastische Athleten kennenzulernen und bei den Wettkämpfen die Italiener anzufeuern. „Ich bin mir sicher, mit mir als Super-Fan holen die eine Menge Medaillen“, sagt Bebe mit einem Lachen und schränkt dann ein: „Und wenn nicht, ist das auch okay. Nach London fahre ich ja noch nicht wegen des Gewinnens, sondern um zu lernen und Spaß zu haben.“

    Eine Bedingung bleibt aber für Bebe noch zu erfüllen. Ihr Vater besteht auf tadellose schulische Leistungen, wenn sie mit ihm nach London fahren will. „Aber wenn es so weitergeht wie bisher, wird es da keine Probleme geben“, meint Bebe, um noch zu ergänzen: „Wollen wir mal hoffen, dass die Lehrer das genauso sehen …“

    Bis dahin stehen noch einige Junioren-Wettkämpfe auf ihrem Programm und die Mitarbeit am Projekt « art4sport », das ihre Eltern gegründet haben, um auch andere Jugendliche mit Handicap zum Sport zu bringen. Bebes Vater Ruggero Vio sieht das so: „Vor ihrer Krankheit wusste ich nicht einmal, dass es so etwas wie Behindertensport gibt. Es ist eine wunderbare Welt. Und ich bin froh, dass Bebe stolz darauf ist, ein Teil davon zu sein.“

    Weitere Informationen:
    Karsten Ley
    Leitung Unternehmenskommunikation
    Otto Bock HealthCare GmbH, Max-Näder-Str. 15, 37115 Duderstadt
    Telefon: (05527) 848-3036, Fax: (05527) 848-3360
    E-Mail: karsten.ley@ottobock.de
    www.ottobock.de

    Ottobock – Technologie für Menschen
    Mit innovativen Produkten trägt die Otto Bock HealthCare dazu bei, dass Menschen ihre Mobilität erhalten oder wiedererlangen. Das Medizintechnik-Unternehmen wurde 1919 in Berlin gegründet und ist heute Weltmarktführer in der Prothetik. Weitere Geschäftsfelder sind die Orthetik, Mobility Solutions mit Rollstühlen, Sitzsystemen und Hilfsmitteln zur Kinderrehabilitation sowie seit 2006 die Neurostimulation. Die Aktivitäten des global agierenden Unternehmens mit Vertriebs- und Servicestandorten in 44 Ländern werden in der Zentrale im südniedersächsischen Duderstadt koordiniert. 1990 übernahm Professor Hans Georg Näder, der Enkel des Firmengründers Otto Bock, von seinem Vater Dr. Max Näder die Leitung des Familienunternehmens, das er seither in dritter Generation führt.
    Weitere Informationen: www.ottobock.de

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