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BMBF fördert die Versorgungsforschung mit 54 Millionen Euro / Zukunftsfähige Lösungen für das Gesundheitssystem entwickeln
Berlin - Die steigende Zahl älterer Menschen, die Zunahme von chronischen Krankheiten sowie die sinkende Zahl der Beitragszahler in den Sozialversicherungen stellen das Gesundheitssystem vor vielfältige Herausforderungen. Daher fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Versorgungsforschung und gesundheitsökonomische Forschung in den nächsten Jahren mit 54 Millionen Euro. Die Wissenschaftler in den beiden Forschungsfeldern entwickeln und erproben zukunftsfähige Lösungen für das deutsche Gesundheitssystem.
"Dies ist die höchste Summe, die bisher für die Förderung der deutschen Versorgungsforschung bereit gestellt wurde", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. "Ziel ist es, für jeden Patienten die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Dabei muss das Gesundheitssystem solidarisch und für die Gesellschaft bezahlbar bleiben. Um Lösungen für diese Herausforderungen zu finden, brauchen wir eine starke und unabhängige Wissenschaft."
Die Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie sind zwar noch junge Fachdisziplinen, allerdings besonders relevant für die Verbesserung der Versorgung des Einzelnen und für eine gesellschaftlich akzeptierte Gestaltung des Gesundheitssystems.
Die Versorgungsforschung evaluiert die Kranken- und Gesundheitsversorgung unter Alltagsbedingungen, entwickelt darauf aufbauend Versorgungskonzepte und erprobt diese in der Praxis. Versorgungsforschung schließt unterschiedliche Disziplinen ein, wie beispielsweise die Rehabilitationswissenschaften, die Pflegeforschung, die Forschung zur allgemeinmedizinischen Versorgung und die Palliativmedizin. "Mit der aktuellen Förderung unterstützen wir erstmals die Versorgungsforschung in ihrer gesamten methodischen und thematischen Breite über einen längeren Zeitraum nachhaltig", so Ministerin Schavan.
Die gesundheitsökonomische Forschung leistet einen wichtigen Beitrag für die Analyse von Kosten der Gesundheitsversorgung und für die Entwicklung neuer Ideen für Organisation und Finanzierung des Gesundheitssystems. Um in diesem komplexen Forschungsfeld belastbare wissenschaftliche Ergebnisse zu erarbeiten, ist eine enge interdisziplinäre Kooperation zwischen Medizinern, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern notwendig. Das BMBF unterstützt deshalb den Aufbau schlagkräftiger Zentren der gesundheitsökonomischen Forschung, die vorhandene Forschungskompetenzen bündeln und zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses beitragen.
- Weitere Informationen und die Bekanntmachungen finden Sie unter:
Pressekontakt:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Pressereferat
Hannoversche Straße 28 - 30
D - 10115 Berlin
Telefon: (0 18 88) 57 - 50 50
Fax: (0 18 88) 57 - 55 51
E-Mail: presse@bmbf.bund.de
http://www.bmbf.de/press/



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