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    Augenhornhautbank kann Spendenaufkommen erneut steigern - Hornhautbank des Landes Rheinland-Pfalz blickt auf erfolgreiches Jahr

    Mainz - Die Zahl der Augenhornhautspenden in Rheinland-Pfalz ist im Jahr 2009 erneut gestiegen. So konnten im vergangenen Jahr der Hornhautbank des Landes an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz 613 Augenhornhäute durch Spender zur Verfügung gestellt werden. Verglichen mit dem Vorjahr (538) bedeutet dies eine Steigerung von 14 Prozent. Diese positive Entwicklung bei der Spendergewinnung ist auf die intensive Zusammenarbeit der Augenklinik mit mehreren Kliniken in Rheinland-Pfalz zurückzuführen.

    Auch bei der Transplantation selbst gibt es Fortschritte. So scheint sich der Einsatz des bereits 2008 erworbenen Mikrokeratom-Geräts zu bewähren. Mit diesem elektronisch gesteuerten, äußerst präzisen Schneideinstrument kann mit einer noch relativ neuartigen Operationstechnik lediglich eine dünne Schicht am Inneren der Hornhaut verpflanzt werden. „Im Vergleich zur ganzheitlichen Hornhauttransplantation, wie sie seit über 100 Jahren durchgeführt wird, liegen hier Vorteile in der schnelleren Wundheilung sowie einer geringeren Rate an postoperativen Hornhautverkrümmungen“, berichtet Dr. Melissa Faust, Koordinatorin der Hornhautbank.

    „Wir freuen uns auf ein erneut erfolgreiches Jahr zurückblicken zu können. Da die Wartelisten jedoch nach wie vor sehr lang sind, ist es ungemein wichtig, potentielle Spender und Angehörige über die Hornhautspende und -transplantation zu informieren und aufzuklären“, sagt Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Direktor der Augenklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

    Hintergrundinformationen

    Die Transplantation von Augenhornhäuten ist die häufigste Verpflanzung eines Gewebes beim Menschen. Zwischen 4.500 und 6.000 Hornhäuten werden jährlich in Deutschland transplantiert. Der tatsächliche Bedarf an Hornhautspenden ist deutlich höher: Schätzungsweise benötigen jährlich bis zu 8.000 Patienten in Deutschland eine Spenderhornhaut als Ersatz für ihre aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls getrübte, verformte oder beschädigte Hornhaut. Die Hornhautbank des Landes Rheinland-Pfalz existiert seit rund 18 Jahren und befindet sich in der Augenklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Ziel dieser Einrichtung ist es, sowohl den regionalen als auch Teile des nationalen Bedarfs an Spenderhornhäuten zu decken.

    Kontakt:

    Dr. Melissa Faust
    Hornhautbank des Landes Rheinland-Pfalz
    an der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz
    Telefon 06131 17-6039, Fax 06131 17-473319
    E-Mail: melissa.faust@unimedizin-mainz.de
    Internet: http://www.hornhautbank-mainz.de

    Pressekontakt:

    Tanja Rolletter
    Stabstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz
    Telefon 06131 17-7424
    Fax 06131 17-3496
    E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de
    http://www.unimedizin-mainz.de/

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