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    Arztpraxen des Gesundheitsnetzes Frankfurt und Klinikum Frankfurt Höchst gründen Weiterbildungsverbund für Allgemeinmedizin

    Frankfurt a.M. Mehrere Praxen des Gesundheitsnetzes Frankfurt (GNEF eG) und das Klinikum Frankfurt Höchst haben sich auf Initiative des Gesundheitsnetzwerkes Rhein-Main zusammengeschlossen und den Weiterbildungsverbund für Allgemeinmedizin Frankfurt gegründet. Die Partner wollen damit dazu beitragen, den Fortbestand der Hausärzte zunächst im Frankfurter Westen zu sichern. Das Klinikum Frankfurt Höchst arbeitet dabei mit vier Arztpraxen aus dieser Umgebung zusammen. Der Verbund bietet ungehinderte Weiterbildung ohne Unterbrechung. Ein Vorteil ist zum Beispiel, dass der Weiterbildungsassistent nicht den Wohnort wechseln muss.

    Immer weniger angehende Mediziner wollen Hausarzt werden. Nach Angaben der KV Hessen ist bereits jetzt schon die Hälfte der Hausärzte im Frankfurter Westen sowie in anliegenden Orten des Main-Taunus-Kreises über 55 Jahre alt. Nachfolger werden deshalb dringend gebraucht, denn „gehen die Ärzte ohne Praxisnachfolge in Rente, wandern die Sitze in die Innenstadt ab oder bleiben unbesetzt“, begründet Dr. med. Almut Körner, Hausärztin und Koordinatorin des Weiterbildungsverbundes Allgemeinmedizin Frankfurt, die Initiative. Eine eigene Praxis bedeutet aber einen initial hohen finanziellen Aufwand sowie Verantwortung für das Personal und bringt strukturelle Gegebenheiten mit sich, mit welchen sich der niedergelassene Arzt auseinandersetzen muss. Das alles sind Dinge, die den Medizinstudenten an den Universitäten nicht vermittelt werden. Außerdem ist der Allgemeinmediziner im Gegensatz zum Facharzt der erste Ansprechpartner bei einem weiten Spektrum von Erkrankungen – das erfordert eine besondere Ausbildung. Eine strukturierte Weiterbildung in Klinik und Hausarztpraxis bereitet die Assistenten optimal auf die Zeit als niedergelassener Arzt vor – drei Jahre der Weiterbildung finden im stationären Bereich und zwei Jahre im ambulanten Bereich statt. Der Hausarzt sieht seine Patienten immer wieder und kennt oftmals deren Familien und soziale Hintergründe. Das verlangt ihm nicht nur eine besondere medizinische, sondern auch eine herausragende soziale Kompetenz ab. Im Weiterbildungsverbund kann der junge Arzt in seine Aufgaben hineinwachsen und behält durch eine strukturierte Planung den zeitlichen Ablauf seiner Weiterbildung sowie die jeweiligen Themenschwerpunkte im Blickfeld. „Wir betrachten Nachwuchsförderung als eine elementare Säule für tragfähige und qualitativ hochwertige Versorgungsstrukturen. Mit diesem richtungweisenden Konzept leisten alle Beteiligten einen außerordentlichen Beitrag zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in unserer Region“, unterstreicht Dr. med. Christof Kugler, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums Frankfurt Höchst, die Bedeutung des Projekts. Im Frankfurter Westen nehmen zunächst die Gemeinschaftspraxen Dres. med. Almut Körner und Wolfgang Hönmann, Dres. med. Christiane Kunz und Edmond Schiek-Kunz, die Praxisgemeinschaft Dres. med. Carola und Markus Koch sowie die Praxis A. Matin Safi teil. Mehr Informationen zum Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Frankfurt gibt es unter www.weiterbildungsverbund-allgemeinmedizin-frankfurt.de

    Über das Klinikum
    Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Mitarbeiter versorgen jährlich 33.500 stationäre und 70.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2015 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

    Über das Gesundheitsnetz Frankfurt eG (GNEF)
    Das Gesundheitsnetz Frankfurt e.G. ist ein Zusammenschluss niedergelassener Haus- und Fachärzte des Frankfurter Westens und angrenzender Stadtteile, die sich für die Verbesserung der Patientenversorgung und Sicherung der einzelnen Praxen durch Kooperation und Kommunikation über Fach- und Sektorengrenzen hinaus einsetzt - sie tragen so zur Zukunftssicherung bei.

    Über das Gesundheitsnetzwerk Rhein-Main e.V.
    Das Klinikum hat mit dem GNEF und weiteren Partnern das Gesundheitsnetzwerk Rhein-Main e.V. gegründet, um auch berufsgruppenübergreifend für die Patienten eine optimale Versorgung durch enge Kooperation in der Region anbieten und sicherstellen zu können. Ein Baustein des Gesundheitsnetzwerks ist der Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin, in Kooperation mit der Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin, gegründet von der KV Hessen, der Landesärztekammer Hessen, der Hessischen Krankenhausgesellschaft und den universitären allgemeinmedizinischen Fakultäten Marburg und Frankfurt am Main, welche ein maßgeschneidertes begleitendes Fortbildungsmodul für werdende Hausärzte bereitstellen. Für Frankfurt ist das Kompetenzzentrum Weiterbildung Frankfurt am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt am Main zuständig. Mehr Infos unter www.allgemeinmedizinhessen.de.

    Ansprechpartnerin für die Presse:
    Klinikum Frankfurt Höchst GmbH
    Petra Fleischer
    Unternehmenskommunikation/Sprecherin
    Tel. 069 3106 3818
    E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
    www.KlinikumFrankfurt.de

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