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    Ansgar Veer als Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Geriatrie wiedergewählt

    Ansgar Veer als Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Geriatrie wiedergewählt. Mitglieder bestätigen mit großer Mehrheit den bisherigen Vorstand. Mitgliedseinrichtungen können bei mangelhafter Qualität aus dem Verband ausgeschlossen werden.

    Im Rahmen des Jahreskongresses fassten die rund 270 Vertreter der Mitgliedseinrichtungen des Verbandes neben der Vorstandswahl weitreichende Beschlüsse zur Qualitätssicherung in der Geriatrie sowie zur politischen Positionierung des Verbandes. Unter anderem wurde eine Qualitätsüberprüfung der Mitgliedseinrichtungen während der Mitgliedschaft eingeführt. Des Weiteren mahnten die Mitgliedsvertreter eine angemessene Finanzierung der geriatrischen Versorgungsstrukturen an.

    Mit überwältigender Mehrheit wurde der bisherige Vorstand unter Führung des Vorstandsvorsitzenden Ansgar Veer in seinem Amt für weitere drei Jahre bestätigt. „Dies ist ein überzeugendes Votum für die Arbeit des Vorstandes der letzten drei Jahre und ein klarer Auftrag, die klare Positionierung des Verbandes entsprechend fortzuführen“, so der Vorstandsvorsitzende Ansgar Veer in einer ersten Stellungnahme. Herr Veer ist Hauptgeschäftsführer der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft und seit 2004 Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes. Im Jahre 2011 hat er erstmalig das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernommen. Seit 2009 ist Herr Veer unter anderem auch Vorstandsmitglied des katholischen Krankenhausverbandes.

    Als stellvertretender Vorstandsvorsitzender wurde Herr Dr. med. Heinrich-Walter Greuel (Marien-Hospital Wattenscheid gGmbH) bestätigt. Als weitere Mitglieder des Vorstandes des Bundesverbandes Geriatrie wurden Frau Friedhilde Bartels (Pflegedienstleiterin Geriatrie Albertinen-Krankenhaus/Albertinen-Haus Hamburg), Frau Dr. med. Karin Schmidt (Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Tagesklinik, Klinikum Niederlausitz GmbH), Frau Agnes Hartmann (Geschäftsführerin Evangelisches Krankenhaus Gesundbrunnen Hofgeismar) sowie Herr Dr. med. Andreas Reingräber (Chefarzt Klinik für Geriatrie und Geriatrische Tagesklinik, St. Josef-Hospital Gelsenkirchen-Horst) wiedergewählt. „Ich freue mich, dass wir die Vorstandsarbeit auch die nächsten drei Jahre multiprofessionell weiterführen können“, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Greuel. „Mit dem neuen Team sind kaufmännische, ärztliche und pflegerische Kompetenzen an der Spitze des Bundesverbandes konzentriert.“

    Die Geriatrie (oder auch Altersmedizin) ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ein zentrales Element bei der medizinischen Versorgung älterer Menschen. Zudem kommt ihr eine besondere Bedeutung bei der Vermeidung von Pflegebedürftigkeit zu (Stichwort Reha vor Pflege). Um dieser Verantwortung gerecht werden zu können, ist die Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität sowie deren angemessene Finanzierung notwendig. Die über 270 Vertreter der Mitgliedseinrichtungen fassten daher zu diesen beiden Kernthemen wichtige Beschlüsse. Neben dem seit Jahren angewendeten umfangreichen Aufnahmeverfahren, bei dem eine Selbstbewertung erfolgen muss, die anschließend durch eine Visitation vor Ort durch zwei Fachvisitatoren überprüft und bewertet wird, wurde jetzt ein Verfahren zur Qualitätsüberprüfung während der laufenden Mitgliedschaft beschlossen. Dazu werden jährlich über ein Losverfahren Mitgliedseinrichtungen bestimmt, die wie „Neuaufnahmen“ vor Ort überprüft werden. Zudem wurde die Satzung so verändert, dass bei Nichteinhaltung der Qualitätsvorgaben ggf. ein Ausschluss aus dem Verband erfolgt. „Ein solch kompromissloses Bekenntnis zur Qualität und eine so konsequente Umsetzung dieses Gedankens sind in der deutschen Versorgungslandschaft nahezu einmalig. Damit nimmt die Geriatrie bzw. der Bundesverband eine klare Vorreiterrolle ein!“, betonte der Vorstandsvorsitzende Veer. Damit werden die bisherigen Qualitätssicherungsinstrumente in der Geriatrie – das Qualitätssiegel Geriatrie, das Qualitätsnetzwerk Geriatrie und das Zertifikat für Alterstraumatologische Zentren (atz) – um einen weiteren Baustein ergänzt.

    Besorgt äußerten sich die Teilnehmer der Jahreskonferenz über die in den einigen Bereichen immer kritischer werdende Finanzsituation. Dies betreffe in erster Linie den Rehabereich. Während beispielsweise die Betriebskosten beständig gestiegen seien, wurden die Vergütungssätze nicht oder nur äußerst gering erhöht. Einzelne Einrichtungen hätten bereits seit etwa acht Jahren keine Erhöhung der Vergütung erhalten. Inzwischen seien die Reserven ebenso aufgebraucht wie die Sparpotenziale. An dieser Situation hat auch die grundsätzlich zu begrüßende Einführung der Schiedsstellen im Rehabilitationsbereich noch keine entscheidende Veränderung gebracht. Hier sind die Kostenträger und auch die Politik gefordert, kurzfristig Lösungen zu schaffen.

    Bundesverband Geriatrie e.V.

    Vorstandsvorsitzender: Dipl.-Kfm. Ansgar Veer

    Geschäftsführer: RA Dirk van den Heuvel

    Reinickendorfer Straße 61

    13347 Berlin

    Tel.: 030 / 339 88 76 – 10

    Fax: 030 / 339 88 76 – 20

    E-Mail: geschaeftsstelle@bv-geriatrie.de

    http://www.bv-geriatrie.de

    Der Bundesverband Geriatrie ist ein Verband von Klinikträgern die rund 320 geriatrische Kliniken bzw. Einrichtungen betreiben und über ca. 22.000 Betten/Rehaplätze verfügen. So sind unter anderem fast alle größeren Klinikverbünde und -konzerne mit ihren geriatrischen Einrichtungen Mitglieder des Bundesverbandes.

    Geriatrie, oder auch Altersmedizin, befasst sich mit den speziellen Erkrankungen oder Unfallfolgen älterer Menschen. Das Besondere an dieser Patientengruppe ist, dass ältere Menschen zumeist mehrfach krank (multimorbid) sind. Die geriatrischen Kliniken bieten, hierauf abgestimmt, multidimensionale geriatrische Therapien. Dabei wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sich auf psychische, funktionelle, soziale und ökonomische Belange erstreckt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, bzw. soweit wie möglich wieder herzustellen.

    Neben der Interessenwahrnehmung als politischer Verband sieht der Bundesverband Geriatrie e.V. seine besondere Aufgabe in der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität der Versorgung. Dazu wurde frühzeitig ein Daten- und Vergleichssystem mit Namen GEMIDAS aufgebaut und zu Gemidas Pro weiterentwickelt sowie die Erfahrungen für die Entwicklung eines eigenen Qualitätssiegels Geriatrie, welches von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle vergeben wird, genutzt. Finanziell trägt sich der Verband über die Beiträge seiner Mitglieder. Der Bundesverband ist daher auch aus finanzieller Sicht eine unabhängige Organisation.

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