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    ABVP fordert Konjunkturprogramm im Gesundheitswesen

    Die von der Bankwirtschaft herbeigeführte Katastrophe rechtfertigt ausnahmsweise die bislang verweigerte Schuldenaufnahme zu Lasten der nachfolgenden Generationen. Beauftragt durch die Experten der Finanzwirtschaft und motiviert vom bevorstehenden Wahlkampf wird die Große Koalition zweistellige Milliardenbeträge in die Konjunktur investieren. Nachhaltige Wirkungen werden zu Recht vor allem auf dem Arbeitsmarkt erwartet. Der ABVP fordert, sich nicht ausschließlich auf Einmaleffekte in der Bauwirtschaft zu verlassen, sondern den zukunftsträchtigen Dienstleistungssektor zu stärken.

    „In den letzten Jahren wurde die Vorbereitung auf die demografische Entwicklung und Überalterung der Gesellschaft stets unter dem Blickwinkel der beschränkten Mittel im Gesundheitswesen diskutiert. Mit einem kleinen Anteil der bereit stehenden Milliarden könnte nun endlich geholfen werden,“ erklärt Frau Susanne Steinröhder, Vorstand des ABVP. Sie erinnert daran, dass beispielsweise die Umschulungsausbildung zu Altenpflegefachkräften wegen der Sparmaßnahmen seit 2004 zum Erliegen gekommen ist. Mit wenigen Millionen Euro könnte die Umschulung auf Jahrzehnte hinaus gestärkt werden.

    Darüber hinaus könne die Fachkräfteausbildung endlich von den Pflegeversicherungsbeiträgen unabhängig gemacht und, beispielsweise über eine Stiftung, nachhaltig und bedarfsgerecht gesichert werden. Das Hauptargument der knappen Ressourcen, welches die Politik von konkreten Maßnahmen für die demografische Entwicklung bislang abgehalten hat, könne nun nicht mehr gelten. Um die Zufriedenheit und das Image des Berufes der Altenpflegefachkräfte zu stärken, seien auch Finanzierungen von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen denkbar.

    „Es ist nicht zu verstehen, dass die Gesundheitspolitiker auf Bundes- und Landesebene gerade jetzt, wo es ums Geld geht, so ruhig geworden sind,“ gibt die Vorsitzende des ABVP zu Bedenken.

    In der Pflege werden ca. 1,2 Mio. Arbeitnehmer beschäftigt und der Bedarf wird steigen. Das mache es im Hinblick auf die demografische Entwicklung erforderlich, jetzt auch zukunftsgerichtete Überlegungen anzustellen, für die bislang kein Geld da war.

    Für Rückfragen: Thorsten Mittag, Tel: 0511/515111-130 eMail: dialog@abvp.de

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