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    ABDA-Haushaltsentwurf 2016: Apotheker werden geschröpft

    Herxheim, im Juni 2015 - Erneut sollen Apotheker mehr Geld für die
    Machenschaften der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)
    hinblättern. Fast eine Million Euro mehr an Beiträgen als im Vorjahr fordert die
    Vertretung im neuen Haushaltsentwurf. Laut „Apotheke Adhoc“ soll das Geld
    investiert werden, um gestiegene Personalkosten zu decken. Am 1. Juli wird die
    Mitgliederversammlung den Haushaltsansatz beschließen. Die Freie
    Apothekerschaft kritisiert dieses Vorgehen massiv und fordert alle Apotheker auf,
    sich gegen das Gutsherrengehabe der ABDA zu wehren..

    „Dieses Vorgehen ist völlig unverständlich“, so Dr. Helma Gröschel, Vorsitzende der
    „Freien Apothekerschaft“. In jedem Konzern, und nichts anderes ist die ABDA, würde
    zuerst an Personalkosten gespart werden, wenn zu wenig Geld für den kommenden
    Haushalt zur Verfügung steht. Nicht bei der ABDA. Hier wird mal wieder der einzelne
    Apotheker, die Basis, geschröpft. Denn jeder einzelne Apotheker ist von dieser
    massiven Beitragserhöhung betroffen, auch wenn er nicht direkt Mitglied ist und es auch
    nicht sein darf. Die Kosten trägt jeder über die Zwangsmitgliedschaft in den
    Apothekerkammern der Bundesländer, aus denen sich die ABDA ja rekrutiert. !
    „Selbst wenn die Umsätze der Apotheken, an denen sich der Mitgliedsbeitrag der ABDA
    im Endeffekt orientiert, im letzten Jahr gestiegen sind, heißt das noch lange nicht, dass
    auch der Gewinn erhöht ist“, ist Gröschel erbost. Denn Apotheken werden pro Packung
    eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels honoriert, unabhängig vom
    Arzneimittelpreis. Die Kammern hingegen berechnen den Zwangsbeitrag konsequent
    nach dem Arzneimittelumsatz. „Es gibt mit Sicherheit Einsparmöglichkeiten im 17,2
    Millionen-Haushalt der ABDA, mit denen gestiegene Kosten aufgefangen werden
    können, ohne die Mitgliedsbeiträge zu erhöhen“, ist Gröschel überzeugt.
    „Leider kann man nicht einfach aus der ABDA austreten, aber wir sind nicht gewillt, die
    geldverschwenderischen Aktionen dieser Vereinigung noch länger hinzunehmen“, erklärt
    Gröschel. In der ABDA wird viel Geld für sinn- und inhaltslose Werbung und einen
    personalen „Wasserkopf“ verschwendet. Zudem wird viel zu wenig - auch politisch -
    getan, um die Situation der Apotheker zu verbessern. Das kreidet die „Freie
    Apothekerschaft“ an und wird es weiterhin publik machen.„Es müssen noch viel mehr
    Apotheker erfahren, dass in der ABDA ihr Geld verbrannt wird“, fordert Gröschel. Zudem
    ist der Verein selbst politisch aktiv, um eine Verbesserung der Situation des einzelnen Apothekers zu erreichen.

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