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    „Technik ist nicht alles“

    Ein Interview mit Prof. Dr. med. Dr. h.c. Heinrich Iro über Innovationen in der HNO-Heilkunde, Meilensteine der vergangenen 125 Jahre und die Erkenntnis, dass Hightech-Medizin für die Patientenversorgung zwar bedeutend, aber eben nicht alles ist.

    ERLANGEN – „Immer besser“ – so lautet der Vorsatz von Prof. Heinrich Iro seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000. Und tatsächlich: Die HNO-Klinik Erlangen, in Deutschland eine der ersten und größten ihrer Art, steht in ihrem 125. Jubiläums-Jahr sehr gut da. Der Schlüssel zum Erfolg? Natürlich die Selbstreflexion, diagnostiziert der Klinikleiter.

    Warum entscheiden sich Patienten für Ihre Klinik?
    Prof. Dr. Dr. Heinrich Iro: Was sicher für uns spricht, ist unsere langjährige Expertise auf allen Feldern der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Wir haben sehr erfahrene Mitarbeiter und sind sattelfest sowohl in der chirurgischen als auch in der konservativen Behandlung. Wir sind eine der technisch am besten ausgestatteten HNO-Kliniken in Deutschland. Doch trotz dieser Vielfalt im Alltag beschäftigen wir uns mit jedem Teilbereich sehr intensiv auf höchstem Niveau.

    Welche fachlichen Entwicklungen haben die Klinik weithin geprägt?
    Prof. Dr. Dr. Heinrich Iro: Wir haben zum Beispiel sehr früh – Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre – damit begonnen, minimalinvasiv mit Endoskopen zu operieren, mit der Vorstellung: optimale Ergebnisse bei bestmöglicher Lebensqualität. Bei Speicheldrüsenerkrankungen haben wir uns sehr früh mit drüsen- und funktionserhaltenden OP-Methoden beschäftigt. Im Bereich des Hörens ist sicherlich unser 2009 gegründetes Cochlear-Implant-Centrum zu erwähnen, das heute zu den fünf größten in Deutschland gehört. Besonders stolz sind wir außerdem auf den Sitz und Ausgangspunkt des nach Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Kopf-Hals-Tumor-Zentrums Erlangen.

    Auf welche persönlichen Meilensteine blicken Sie nach fast 15 Jahren „Amtszeit“ zurück?
    Prof. Dr. Dr. Heinrich Iro: Persönliche Meilensteine gibt es nicht, ich sehe die Klinik immer im Kontext. Was sich das Kollegium sicher auf die Fahne schreiben darf: Wir haben diese Klinik in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und sind seit dem Jahr 2000 in allen Bereichen gewachsen. Die Patientenzahlen sind um 35 Prozent gestiegen. So haben wir uns räumlich ausgeweitet, wir nutzen inzwischen sechs Operationssäle. Die Anzahl der ärztlichen Mitarbeiter ist von 25 auf 38 gestiegen, die Anzahl der Akademiker hat sich mehr als verdoppelt. Wir sind eine der Kliniken am Universitätsklinikum Erlangen, die trotz des immer größer werdenden Patientenaufkommens in der Lage ist, wirtschaftlich adäquat zu arbeiten. Dadurch haben wir die Möglichkeit, in die Klinik zu investieren. Und das tun wir nicht nur im Hinblick auf unsere technische Ausstattung. Dennoch ist für uns das Wichtigste eine qualitativ hochwertige und individuelle Patientenversorgung.

    Bringt dieses Wachstum auch Schattenseiten mit sich?
    Prof. Dr. Dr. Heinrich Iro: Die Ausdehnung und der Ausbau unserer Expertise sind sicher bemerkenswert, aber tatsächlich auch mit Schwierigkeiten behaftet. Für unsere Mitarbeiter bedeutet der hohe Patientenzuwachs eine zusätzliche Belastung, die wir vernünftig kanalisieren müssen. Rund 5.000 stationär behandelte Patienten sind nun mal eine Herausforderung, sowohl was die Organisation angeht als auch die Koordination in der räumlich beengten Hochschulambulanz. Wir dürfen nicht damit aufhören, besser werden zu wollen. Das heißt: Es darf nie nur darum gehen, die Quantität kontinuierlich zu steigern, sondern einen gewissen Qualitätsstandard zu halten – und ihn weiter zu optimieren.

    Wie erreicht die Klinik diese Maxime?
    Prof. Dr. Dr. Heinrich Iro: Indem wir uns ständig selbst kontrollieren und überprüfen. Wir verfügen nicht umsonst über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem und über die größte Tumordatenbank einer Einzelklinik weltweit. Eine Klinik ist nicht nur dazu da, viele Operationen durchzuführen. Die Chirurgie ist schnell. Der Patienten braucht anschließend aber eine nachhaltige und fürsorgliche Betreuung. Dieses Verantwortungsbewusstsein prägt uns.

    Technische Innovationen garantieren also nicht immer eine verbesserte Patientenversorgung?
    Prof. Dr. Dr. Heinrich Iro: Technisch auf dem neuesten Stand zu sein ist wichtig, und trotzdem sage ich: Technik ist nicht alles. Wir könnten unseren Patienten theoretisch sämtliche verfügbare Technik anbieten. Wir wissen aber: Nicht jeder technische Hype nutzt auch jedem Patienten. Wir haben die Freiheit, diese Technik kritisch zu hinterfragen und differenziert mit ihr umzugehen. Das zeichnet eine sehr gute Klinik aus.

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