medcom24 - Das Presseportal für Medizin & Gesundheit im Internet.

Deutschlands Datenbank für Presseinformationen aus dem Gesundheitswesen.

Benutzeranmeldung

Bleiben Sie mit - medcom24 - immer auf dem Laufenden!

Kooperationen / Partner

RSS - Newsfeed

Inhalt abgleichen

Feed anzeigen und abonnieren• Sitemap anzeigen

    Presseportal Kostenlos Online PR RSS News Public Relations Veröffentlichen Web 2.0 Gesundheit Journalisten Presse Redaktionen Healthcare Medizin Pressemeldungen PKs Kommunikation Pressekonferenzen Termine Kostenfrei PI Presseinformationen Werbung Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen VAs Marketing PR-Agenturen Veranstaltungen


      Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband


      Geprüft auf Sicherheit durch:
      Web-Browser optimiert.

    „Meibum“ schützt den Tränenfilm

    WIESBADEN 29.05.2012 – Talgdrüsen an den Lidkanten des Auges spielen für die Gesundheit der Augenoberfläche eine wichtige Rolle: Sie produzieren ein fetthaltiges Sekret, das „Meibum“, das für einen stabilen Tränenfilm und damit für die Ernährung und den Schutz der Augenoberfläche unverzichtbar ist. Bei rund 80 Prozent aller Patienten mit trockenem Auge ist die Funktion der Meibomdrüsen gestört. Die neuesten Erkenntnisse zur Behandlung dieser Störung erläutert Prof. Dr. med. Gerd Geerling, Düsseldorf, anlässlich des Kontaktlinsenkongresses des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) am 2. und 3. Juni 2012 in Wiesbaden.

    Etwa 70 Meibomdrüsen finden sich in Ober- und Unterlid jeden Auges. Gerät die Zusammensetzung ihres Sekrets aus dem Gleichgewicht, entzündet sich das Augenlid und in der Folge auch die Binde- und Hornhaut. Die Entzündung verändert die bakterielle Besiedelung der Lidkante; dadurch werden die Fettanteile des Tränenfilms weiter zerstört. Diese Prozesse diskutierten Experten der Gesellschaft „Tear Film and Ocular Surface“, die sich mit dem Tränenfilm und der Augenoberfläche befasst, bei einem internationalen Workshop zur „Meibomdrüsen-Dysfunktion“ (MDD), wie die Krankheit in der Fachsprache heißt. „Die Betroffenen klagen über brennende Augen und gerötete Lidkanten“, erklärt Prof. Geerling, der bei dem Workshop die Arbeitsgruppe zur Behandlung der MDD leitete. Er ergänzt: „Auch wenn es paradox ist, diese Form des trockenen Auges kann mit verstärktem Tränenfluss verbunden sein. Verkrustete oder schuppige Lidränder kommen oft noch hinzu.“ Morgens sind die Beschwerden besonders stark, tagsüber bessern sie sich dann. Vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren sind betroffen. Inwieweit das Tragen von Kontaktlinsen das Risiko einer MDD seigert, wird unter Experten intensiv diskutiert. Durchschnittlich 37,7 Prozent der Kontaktlinsenträger zeigen Symptome einer MDD, das sind etwas mehr als bei jenen, die keine Kontaktlinsen tragen (32,1 Prozent).
    Der Augenarzt sieht bei der Untersuchung schon früh Veränderungen des Tränenfilms. Das sonst klare Sekret der Talgdrüsen wird trüb und hart. Die Blutgefäße am Lidrand sind erweitert; bei einer chronischen Entzündung können sich die Drüsenöffnungen verschließen. Dann bilden sich häufig „Hagelkörner“.

    Mit etwas Geduld und Sorgfalt lässt sich die Entzündung der Lidkante gut in den Griff bekommen und die Funktion der Meibomdrüsen wiederherstellen. Die Liderwärmung und –reinigung, die jeweils täglich über drei Monate und länger hinweg erfolgt, ist der erste Schritt. Antibiotika, die zusätzlich entzündungshemmend und fettverflüssigend wirken, sollten ebenfalls mindestens drei Monate lang gegeben werden. In schweren Fällen kommen vorübergehend zusätzlich Kortison-haltige Augentropfen und –salben hinzu, dabei gilt es jedoch, die möglichen Nebenwirkungen wie Anstieg des Augeninnendrucks und Linsentrübung im Auge zu behalten. Gegen das Trockenheitsgefühl helfen Tränenersatzmittel, dabei sind Produkte ohne Konservierungsstoffe vorzuziehen.

    Das Tragen von Kontaktlinsen ist im Falle einer MDD zwar nicht unmöglich, aber die Anpassung der Linsen erfordert besondere Sorgfalt. Dr. med. Gerald Böhme, Leiter des Ressorts „Kontaktlinsen“ im BVA ergänzt, dass eine MDD das Tragen von Kontaktlinsen erschwert: „Die Lidränder sind durch die Entzündung empfindlicher, deshalb werden formstabile Kontaktlinsen und dickere weiche Kontaktlinsen weniger gut toleriert.“ Der erhöhte Anteil an öligen Bestandteilen im instabilen Tränenfilm schlägt sich leicht in fettigen Ablagerungen auf der Linsenoberfläche nieder. Der Augenarzt kann dem entgegenwirken, indem er besonders geeignete Linsen und Linsen-Materialien wählt: Je geringer der Silikongehalt des Materials ist, desto geringer ist auch die Neigung zu Lipidbelägen.

    Verantwortlich i.S.d. Presserechts:
    Dr. med. Gerald Böhme, Leiter des BVA-Ressorts Kontaktlinsen
    Marktstr. 1, 71522 Backnang
    E-mail: gerald.boehme@gmx.de

    Presseportal - medcom24 e.K. | Copyright 2008 - 2017 | All rights reserved | SERVICE-HOTLINE: 01801 / 730 730 | Powered by Drupal Design by Artinet