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    „Fast niemand weiss etwas über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen - aber 400.000 Patienten in Deutschland sind betroffen!“

    Am 19. Februar 2013 wurde die Europäische Crohn und Colitis Stiftung (ESCCS) im Isar Medizin Zentrum von Stifter und Vorstand PD Dr. Ochsenkühn offiziell in München vorgestellt. Dr. Ochsenkühn selbst gibt Auskunft, was ihn zur Stiftung antreibt:

    Herr Dr. Ochsenkühn, welcher Gedanke liegt der Gründung der Europäischen Crohn und Collitis Stiftung (ECCS) zugrunde?

    PD. Dr. Ochsenkühn: Patienten mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa leiden unter der Erkrankung und dem zögerlichem Umgang damit. Von ärztlicher Seite fehlen oft klare Behandlungskonzepte und ein Verständnis für die Erkrankung. Das muss sich verbessern.

    Wie sind Sie mit dem Thema Stiftung das erste Mal in Berührung gekommen?

    Großes Vorbild war die Felix Burda Stiftung, die sich des Themas Darmkrebs angenommen hat und seit Jahren zeigt, wie effektiv Öffentlichkeitsarbeit sein kann. Bei der Felix Burda Stiftung und bei der ECCS geht es trotz verschiedener Erkrankungen um die gleichen Aussagen: Wenn wir die Erkrankung früh erkennen und therapieren, können die Patienten normal weiterleben und damit die lebensbeeinträchtigenden Spätschäden verhindern. Und zweitens: Das Bewusstsein in der Bevölkerung muss geschärft werden, damit man ein Umdenken erreichen kann.

    Mit welchen Stiftungszwecken und welchen Projekten oder Fördermaßnahmen wollen Sie das erreichen?

    Durch unsere gemeinnützige Stiftung sollen Morbus Crohn und Colitis in der Bevölkerung bekannter gemacht werden. Jedermann kennt rheumatischen Erkrankungen - aber fast niemand weiss etwas über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), obwohl sie nicht wesentlich seltener auftreten. 400.000 Patienten allein in Deutschland sind davon betroffen! Wir führen Fortbildungsveranstaltung für Patienten, Pflegekräfte und Ärzte durch, die ausbilden und damit das Bewusstsein über CED weitergeben sollen. Wir unterstützen bestehende Crohn- und Colitis-Zentren, die komplette und moderne Behandlungskonzepte anbieten, und helfen neue aufzubauen. Am Isar Medizin Zentrum in München haben wir das soeben gemacht, angeschlossen an die Gastroenterologische Klinik unter meiner Leitung dort.

    Wie kann ich als Patient überhaupt erkennen, ob ich eine derartige Entzündung habe?

    Starkes Bauchweh, Krämpfe, die nicht nachlassen, anhaltender Durchfall, Blut im Stuhl. Die Diagnostik von CED ist nicht das Problem, die Therapie ist es.

    Woran liegt dies?

    Es gibt überspitzt gesagt keine Behandlungskonzepte und auch kein Verständnis für die Bedürfnisse der Patienten. Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland weit hinten, wenn es um die Unterstützung für CED-Patienten geht. Bei Umfragen unter Gastroenterologen, ob bei Morbus Crohn und Colitis die Heilung der Schleimhaut Ziel sein sollte, sagen 75% der Befragten „ja“. Bei der Therapie von Patienten mit mäßigem Krankheitsverlauf, verweigern viele dann aber die notwendige Behandlung zur Mukosaheilung.

    Ist diese Diskrepanz auch dem großen Aufwand bei der Therapie von CEP-Patienten geschuldet?

    Vielleicht, immerhin braucht ein Crohn-Patient viel Zeit und natürlich auch viel Know-How. Bis man einen Patienten richtig eingestellt hat auf seine Therapie, muss man ihn über drei Monate etwa alle zwei Wochen sehen und untersuchen. Laut Regelsatz bekommt man 30 Euro pro Patient der gesetzlichen Krankenversicherung, mancher Kollege kann und will diesen Aufwand einfach nicht auf sich nehmen.

    Sie sind aber ein großer Kämpfer für die CED-Patienten, schon seit vielen Jahren. Jetzt auch mit eigener Stiftung....

    ...denn ich möchte den Crohn- und Colitis-Patienten etwas zurückgeben. Ich habe ihnen so viel zu verdanken. Ihre Krankheit hat mir die Möglichkeit gegeben, darüber zu habilitieren, ich konnte forschen und viele bewegende Momente erleben. Jetzt bin ich dran, den Patienten mit meinem Einsatz eine Verbesserung ihrer Lebensqualität zu ermöglichen. Noch bin ich ein Einzelkämpfer mit einigen Unterstützern, aber wir wollen viel bewegen!

    aben Sie sich und der ECCS für dieses Vorhaben ein Motto gegeben?

    ‚Prevent collaterals!‘, was man am besten mit ‚Spätschäden vermeiden!‘ übersetzen kann. Das trifft unser Anliegen im Kern: Wenn die chronische Darmentzündung zu lange akzeptiert wird, fordert das seinen Preis, man erkennt das am besten bei der Colitis ulcerosa. Während man das obere Ende des Darmes bei einer Darmspiegelung nach etwa einem Meter erreicht, benötigt man bei einer länger bestehenden Colitis ulcerosa das Ende schon nach 40cm es ist ein echter struktureller Verlust entstanden. Das zu ändern, treibt uns an.

    Kooperieren Sie auch mit anderen Stiftungen oder Organisationen?

    Selbstverständlich bin ich durch meine langjährige intensive Beschäftigung mit CED und den darunter leidenden Patienten auch in Kontakt mit den deutschen und europäischen Patientenorganisationen(DCCV und EFCCA), zur europäischen Crohn und Colitis Organisation (ECCO), zur Deutschen Gastroenterologenvereinigung (DGVS) und zur Amerikanischen Gastroenterologenvereinigung (AGA).

    Über die Europäische Crohn und Colitis Stiftung:

    Die ECCS wurde im Jahr 2012 von PD Dr. med. Thomas Ochsenkühn ins Leben gerufen, um auf das Schicksal der CED-Patienten aufmerksam zu machen und deren Lebensqualität zu verbessern. Unter dem Slogan "PREVENT COLLATERALS" bündelt dieECCS ihr Engagement für ein beschwerdefreies Leben der Betroffenen. Dabei richtet sich die Stiftung an bereits erkrankte Crohn und Colitis Patienten, die alleine durch eine frühe Diagnose und eine effektive Therapie ihre Krankheitssymptome verringern und somit eine chronische Verschlechterung verhindern können. Auch wenn eine Heilung aus heutiger medizinischer Sicht noch nicht möglich ist, so doch die Erlangung eines fast normalen, beschwerdefreien Lebens - und das ist das Ziel von ECCS.

    Weitere Informationen: www.ecc-stiftung.com

    Über das Isar Medizin Zentrum:

    Das Isar Medizin Zentrum ist ein innovatives medizinisches Dienstleistungszentrum im Münchner Stadtzentrum, das eine optimale Vernetzung von ambulanter und stationärer Behandlung bietet: Die Isar Klinik (für Versicherte aller Kassen) und die Pettenkofer Klinik (für privat Versicherte und Selbstzahler) bietet für Patienten besonderen Service und eine richtungsweisende medizinische Ausstattung auf Top-Niveau u.a. mit 13 Operationssälen und einer der modernsten Intensivstationen Deutschlands. Zudem arbeiten alle Fachabteilungen im Isar Medizin Zentrum und die im Ärztehaus niedergelassenen Fachärzte interdisziplinär zusammen, so dass zum Wohle des Patienten die individuell passende Behandlungsform vom ersten Patientengespräch an gefunden werden kann.

    Weitere Informationen: www.isarmedizinzentrum.de

    Pressekontakt für Bildmaterial, Interviewanfragen und weitere Informationen:
    Europäische Crohn und Colitis Stiftung
    c/o european foundation advisors AG
    Giulia Roggenkamp
    Pienzenauerstr. 52
    81679 München
    Tel.: 089 / 92589923
    info@ecc-stiftung.com

    und

    Isar Kliniken GmbH
    Maria Pinzger
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Sonnenstraße 24-26, 80331 München
    Tel.: 089 / 149903 - 1902
    Fax: 089 / 149903 - 1945
    maria.pinzger@isarkliniken.de

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