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    „Erfinden, was wirklich gebraucht wird“: Nutzerorientierte Entwicklung bei altersgerechten Assistenzsystemen

    Spitzencluster-Projekt aus dem Medical Valley EMN entwickelt verlässliches
    Assistenzsystem für Senioren und Demenzkranke – Bedürfnisse der Anwender stehen im Mittelpunkt – Nutzer-Komitee testet Prototypen – „Geräte sind kein Ersatz für persönliche Seite der Pflege“

    FÜRTH/MEDICAL VALLEY EMN – Im Alter in den eigenen vier Wänden leben und sich gleichzeitig sicher fühlen, auch wenn sie auf Pflege und Unterstützung angewiesen sind – das wünschen sich neun von zehn Deutschen. Der „Gesundheitsstandort Zuhause“ ist ein Thema, das mit Blick auf den demografischen Wandel immer wichtiger wird. Auch im Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) begegnet man dieser Herausforderung; vielversprechende Lösungsansätze finden sich in sogenannten altersgerechten Assistenzsystemen. Das Projekt „Barrierefreie Gesundheitsassistenz“, das im Rahmen einer Spitzenclusterförderung vom Bundesforschungsministerium unterstützt wird, entwickelt unter anderem Geschäftsmodelle zur Anwendung intelligenter Assistenzsysteme, die zum Beispiel ein längeres selbständiges Leben zuhause ermöglichen oder die ambulante Versorgung von Menschen mit Demenz verbessern sollen. Die Kombination aus intelligenter Technologie und angepassten Dienstleistungs- und Organisationskonzepten unterstützt Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und entlastet Angehörige und Pflegekräfte in ihrer Arbeit. Das Besondere bei dem Forschungsprojekt: Die potenziellen Anwender mit ihren Bedürfnissen und Wünschen stehen im Mittelpunkt. „Sie werden frühzeitig in den Entwicklungsprozess eingebunden – damit Produkte entstehen, die nicht nur viel, sondern genau das Richtige können“, so Privatdozent Dr. Jürgen Zerth, Projektleiter und Leiter des Forschungsinstituts International DiaLog College and Research Institute der Diakonie Neuendettelsau. „Nur so stellen wir sicher, dass sowohl die Geräte als auch die begleitende Dienstleistung eine echte Unterstützung bieten.“

    Vom Nutzer für den Nutzer
    Das Komitee für Zukunftstechnologien (KomTech), das im Rahmen des Forschungsvorhabens von der Diakonie Neuendettelsau gegründet wurde, sorgt für die nutzerorientierte Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen und testet beispielsweise Labormuster oder auch Prototypen in Kooperation mit den Technikpartnern. Nach dem Motto „So möchte ich im Alter leben“ nehmen die Mitglieder des Verbundes an schriftlichen Befragungen, Workshops und Tests teil. Mitmachen kann jeder, der sich um die künftige Versorgung zuhause Gedanken macht und sich mit eigenen Ideen einbringen möchte. Die Tester, größtenteils Menschen ab 60 Jahren, werden in zahlreiche Phasen des Spitzencluster-Projekts eingebunden: Sie reden beim Design mit, formulieren Anforderungen an die Technik und stellen die Produkte im Alltag auf die Probe. „Wichtig ist, dass die Geräte maßgeschneidert und praxisorientiert sind. Nur so werden die schlauen Helfer auch von Menschen akzeptiert, für die der Umgang mit moderner Technik nicht alltäglich und selbstverständlich ist“, so Katrin Macco vom KomTech. So half den Projektpartnern zum Beispiel ein Szenarientest im Nürnberger Bahnhof, die Ortungsfunktion im Handy zu verbessern. Die Teilnehmer sollten lediglich mithilfe von Anweisungen durch das Gerät ihren Gruppenpartner finden. Weiterhin wurden die KomTech-Mitglieder drei Wochen lang mit einer Sensor-Uhr ausgestattet, mit der ein Hilferuf an eine abgespeicherte Nummer abgesetzt werden kann. Das Gerät kam bei den Testern gut an: Gerade unterwegs oder beim Sport vermittelte es Sicherheit und gab mehr Selbstvertrauen. Katrin Macco aus dem Projektteam weiß: „Wer sich sicher fühlt, ist mobiler und hat so die Möglichkeit wieder mehr am sozialen Leben teilzunehmen.“

    Unterstützung statt Roboter-Pflege
    Ein T-Shirt, das die Vitalparameter des Trägers misst, eine Armbanduhr, die Stürze erkennt, oder ein Mobiltelefon, das seinen Besitzer ortet – die Entwicklung von intelligenten Geräten ist nur ein Teil des Forschungsvorhabens „Barrierefreie Gesundheitsassistenz und Smart Sensors“. Die knapp 20 Partner, darunter die Diakonie Neuendettelsau und das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen sowie die Softwarefirma Nash Technologies und der Produktentwickler Heitec AG, arbeiten gemeinsam an einem komplexen Forschungsmodell, bestehend aus bestmöglicher Technik, Dienstleistungskonzepten und einem tragfähigen Geschäftsmodell zur Finanzierung. Am Ende soll ein verlässliches Assistenzsystem stehen, das vor allem älteren und kranken Menschen Unterstützung bietet und zu dem alle Beteiligten mühelos Zugriff haben. Die Basis bilden zahlreiche modulare Bausteine sowie eine mehrfach verwendbare Technologieplattform. Geräte mit intelligenter Sensorik ermitteln beispielsweise Vitalparameter, werten die Daten aus und leiten sie direkt an die richtigen Stellen wie den Rettungsdienst oder die Angehörigen weiter. „Insbesondere für die Betreuung von Demenzpatienten, von denen es in Zukunft immer mehr geben wird, eröffnet dies völlig neue Chancen. Die Pflegenden können einen Teil der Überwachungs- und Betreuungsaufgaben mithilfe der Technik automatisieren und haben so wieder mehr Zeit für die persönliche Seite der Pflege“, so Dr. Zerth. Bei aller technischen Innovation ist für den Projektleiter allerdings klar: „Kein medizintechnisches Assistenzsystem soll und kann den persönlichen Kontakt zwischen dem Patienten und dem Pflegenden ersetzen. Der Mensch steht weiterhin im Mittelpunkt.“

    Video zur elektronischen Unterstützung für eine barrierefreie Gesundheitsassistenz: http://www.youtube.com/watch?v=mZgSxowDFrg

    Weitere Informationen zum Komitee für Zukunftstechnologien: http://www.zukunftskomitee.de/

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